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Hundehaar-Allergien

Immer mehr erkennen Forscher aller diesbezüglichen Fachgebiete, dass an manchen Behauptungen, nicht nur Tierhaar-, sondern spezialisiert Hunde- oder Katzenhaare würden allerlei Allergien auslösen oder verstärken, nicht viel oder gar nichts dran ist.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass negative Ergebnisse durchaus von generell tier-abgeneigten Forschern beeinflusst sein könnten. Glaubwürdiger erscheinen Untersuchungen jeglicher Tendenz, wenn sie unabhängig von persönlichen Animositäten oder Vorlieben vorgenommen werden. Wenn also ein Hunde- oder Katzengegner zum Urteil kommt, dass diese Tiere Allergien verursachen oder verstärken können, dann ist das unglaubwürdiger als dasselbe Urteil eines tierfreundlichen Fachmenschen.

Psychologisch belastete Urteile können auch grossangelegte Studien beeinflussen. Was bleibt, sind Erkenntnisse unterschiedlichster Qualitäten und Ergebnisse. Die allzu platte Behauptung freilich, dass Hunde oder Katzen krank machen können, lässt sich in letzter Zeit durch häufiger dementierende Untersuchungen immer weniger aufrecht erhalten.

Abgesehen davon, dass psychologische Testreihen bestätigen, dass viele Allergien zuerst im Kopf entstehen, erhöhte Sensibilität ihr Ursache - wenn überhaupt - mit negativen Erfahrungen verknüpft sind und nicht organmedizinisch indiziert. Der Rest kann durchaus einer generell negativen Lebenseinstellung begründet sein, darunter auch so genannte Hypochonder.

Wie die angesehene Medizin-Fachzeitschrift "The Lancet" berichtete, verändert sich die Immunreaktion des Körpers bei ständiger Gegenwart von Katzen.

Bei vielen Allergenen - wie etwa bei der Hausstaubmilbe - wächst die Wahrscheinlichkeit, dass der Körper allergische Antikörper (so genanntes Immunglobulin E oder IgE) produziert, mit der Höhe der Belastung. Je mehr er den Allergenen ausgesetzt ist, desto höher ist das Risiko von allergischen Reaktionen und asthmatischen Erkrankungen.

Thomas A. Platts-Mills und Kollegen vom Asthma- und Allergiezentrum der University of Virginia bewiesen in ihrem nun vorgestellten Bericht, dass es sich bei Katzen anders verhält.

Die Forscher untersuchten die Konzentration der Antikörper zum Katzenallergen sowie asthmatische Symptome von 226 Kindern im Alter von 12 bis 14 Jahren. Zusätzlich maßen sie die Menge der Katzenallergene in ihren Wohnungen.

Die Resultate: niedrigere Mengen an Katzenallergenen scheinen Allergien eher auszulösen, während höhere Mengen sowohl die Produktion von IgE-Antikörpern als auch die Wahrscheinlichkeit von Asthma reduzierten.

Bei hoher Belastung mit Katzenallergenen produzierten das Immunsystem der Kinder vorwiegend die Antikörper Immunoglobulin G (IgG) sowie IgG4, erklärte Marshall Plaut, Mitarbeiter des amerikanischen Nationalinstituts für Allergie- und Infektionskrankheiten NIAID: "Wenn die Forschungen voranschreiten, könnte dies zu neuen Behandlungstechniken von Asthma führen."

Die Untersuchung könnte auch bei anderen Allergenen zu neuen Erkenntnissen führen. Möglicherweise sind sie auch eine Erklärung für das bei Phänomen, dass viele Imker auf Bienenstiche nicht allergisch reagieren und auf Bienengift immun zu sein scheinen.

Meinungen und Erfahrungen:

Richard:
"Dass wir ausgerechnet auf einen Labrador gekommen sind, habe ich ja einer Freundin unserer Familie zu verdanken. Sie hat etliche davon grossgezogen, ausgebildet und lebt seit -zig Jahren wirklich eng mit lauter Labbies zusammen, derzeit zwei. Heute nun hat sie sich - eher beiläufig und zufällig - auf Allergien testen lassen.
Das Ergebnis hat sie schriftlich: Eine heftige Allergie gegen Hunde- und Katzenhaare! Sie dürfe, so wurde sie wichtig gewarnt, nie mit Hunden oder Katzen unter einem Dach leben!! Ich glaub, sie ist noch nicht wieder ganz nüchtern ;-))"

Rena:
"Ich bin gegen alles mögliche allergisch. Unter anderem auf Nino, einen meiner Hunde. In den ersten sechs Monaten war das so arg, dass ich sogar wieder Asthmaanfälle bekam, diese aber in leichterem Ausmass.
Die juckenden Rötungen nach Hautkontakt waren aber vor allem in Gesichts- und Halsbereich sehr, sehr lästig. Aber was sollte ich tun? Oder könnt Ihr Euch ein Zusammenleben mit Euren Hunden ohne solchen Kontakt vorstellen? Hoffentlich nicht.
Manchmal war es so schlimm, dass ich allen Ernstes überlegte, einen anderen Platz für Nino zu suchen. Verstehe das wer wolle, die anderen eben nicht. Ich weiss, dass sehr viele Tiere im Tierheim unter dem "Vorwand" Allergie abgegeben werden - aber wer will das beurteilen? Ins Tierheim wäre Nino nie wieder gekommen - da haben wir ihn ja her.
Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, dass es juckt, wenn Nino schmusen kommt. Es ist für mich jetzt ein Vertrauensbeweis geworden, da Nino früher nie von selbst an uns ran kam. Und wir haben uns alle auf unser Leben mit ihm eingestellt - jetzt macht es richtig Spass. Ich bin sicher, dass sich meine Allergie im Lauf der Zeit "legen" wird, auch wenn mir meine Ärzte da widersprechen....

Tine:
"Die Allergie betrachte ich selbst als "vorübergehend". Es ist nicht lebensbedrohend - da hab ich meinem Körper schon wesentlich schlimmeres angetan als Schmusen mit diesem Hund ;-)"
"Im ersten halben Jahr mit Blanca haben mir ihre Hundehaare massive Atembeschwerden bereitet (sie hat abgehaart - ich hätte ganze Völkerstämme bestricken können :-))) Unsere erste Amtshandlung bestand in der Anschaffung eines stärkeren Staubsaugers, mit dem ich, zweitens, täglich durch die Wohnung "geritten" bin.
Heute habe ich mit Hundehaaren keine Probleme, kann mein Gesicht in Blancas Fell drücken und merke nichts mehr."




 

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