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Hunde als Munitionstester

Deutsche Waffenfirma testet(e) Munition an Hunden in der Ukraine

Der Waffenhersteller Schmeisser International aus Ratingen testet(e) Munition in Kiew (Ukraine) an Hunden. hundezeitung ist nicht dafür bekannt, gewalttätigem oder aktionistischem Tier-"Schutz" zuzuarbeiten und beim - durchaus umstrittenen - Aufgabengebiet der Jagd fanatisch zu sein. Dr. vet. med. Franz P. Gruber ist ein auch der deutschen Regierung bekannter seriöser Zürcher Tierschützer. Er ersuchte die Firma um eine Erklärung zu diesem unglaublichen Vorgang.

Das "Deutsche Waffenjournal" brachte es unter dem Titel "Mach`s mit Gummi - Spezialwaffen für Gummigeschosse von Schmeisser International". Das Blatt berichtete waffentechnisch penibel darüber, wie aus verschiedenen Abständen auf Hunde geschossen wurde, um die Wirkung von Gummigeschossen zu prüfen:

"Bei den Versuchen wurden aus 6 m Abstand erwachsene Hunde beschossen. Geschossen wurde auf Leistengegend, Ellbogengelenk, Herz, Milz, Bauchspeicheldrüse. Immer wurde eine Beschädigung der Hautdecke von 30 bis 125 mm² festgestellt. Elektrophysische Messungen zeigten, dass die Schläge sehr schmerzhaft sind. Grosse Blutergüsse waren im Auftreffbereich festzustellen.
Die Geschosse drangen bei Schussdistanzen unter 3,5 Meter 6 bis 15 mm ein. Grosse Blutergüsse und hohe Schmerzreaktionen waren die Folge. Unterhalb 3,0 können Schäden an den inneren Organen entstehen, die spezielle medizinische Eingriffe erforderlich machen."

Dieser Bericht stand auch in der Zeitschrift des Deutschen Tierschutz-Bundes "du und das tier". Es ist nicht bekannt, ob der DTB etwas gegen diese Tierquälerei unternommen hat.

Dr. Gruber bat für die "Stiftung Fonds für versuchstierfreie Forschung" die Firma Schmeisser International GmbH in Ratingen (Nordrhein-Westfalen) um eine Stellungnahme zu der Tatsache, dass in der Ukraine an Hunden Munition getestet wird, respektive dabei Hunde mutwillig ermordet werden.

Der Brief an die Ratinger Firma im Wortlaut:

Auch nach einer Woche bekam Tiermediziner Gruber keine offizielle Antwort von der Firma, dafür aber einen anonymen Brief, ohne Poststempel, aber mit deutscher Briefmarke in die Schweiz geschickt.

Dass der Autor ein von dubiosen Jagdidolen umnebelter Feigling ist, erhellt auch aus den vermeintlichen Gründen des Munitionstests, zu denen er keine Stellung bezieht, wohl aber mit verblendeter Verherrlichung mittelalterlicher Ausmerzungsphilosophien den Beweis, dass der anonyme Schreiberling aus der Firma stammen und direkt an den Versuchen beteiligt gewesen sein muss.

Allein schon die sprachliche Vernebelung des Begriffs Blut in Schweiss ist ein lediglich germanisches Unikum; es bleibt natürlich Blut, oder die Materialisierung von Tieren in "Stücke" sagt alles über die Respektlosigkeit. Von der geradezu egomanen Aufgabenauffassung mal ganz abgesehen.

Was der Mensch "fröhliches Jagen" nennt, ist ausschliesslich tumbe zynische Arroganz und kaltblütiges Morden an Lebewesen. Sein Frohsinn ist vermutlich therapie-resistent. Es ist auch ein Soziopsychogramm. Dieser Mensch poliert den angeschweissten Ruf der Jägerschaft durch seine in dem Schreiben ausdrückliche Verletzungslust (Böswilligkeit ist dazu gar nicht mehr erforderlich) auf das Unerträglichste. Das haben die Jäger pauschal nicht verdient.

Das anonyme Schreiben (buchstabengetreu):

Die psychologische "Strecke":

Zunächst: Dem Herausgeber von hundezeitung sind Jagd und Jagen nicht unbekannt. Doch von der kruden Sprache aus dem letzten Jahrhundert mal abgesehen: Dies muss man alles gelesen haben, um den Zynismus - gepaart mit deutlichen Wahrnehmungsstörungen - des tatsächlichen Anlasses zu begreifen. Was unterscheidet ihn vom Wilderer? Ein Wilderer jagt ohne Genehmigung. In den Augen der Lizenzträger ermordet er.

Was hat der anachronistische Vorgang "seines Jagens" mit der vorsätzlichen schweren Verletzung von Hunden zu tun - auch und vor allem unter waidmännischen Gesichtspunkten?

Diesem vollkommen verblendeten Menschen muss gerade wegen der Jagd-Gesetze das Jagen auf Lebenszeit untersagt werden. Der Mensch kann nicht zwischen waidgerechter Jagd und vorsätzlicher Verletzung unterscheiden. Es ist nicht bekannt, ob dabei Hunde gestorben sind, auszuschliessen ist es bei diesen Verletzungen nicht.

Der anonyme Antworter auf Prof. Grubers Schreiben mag nicht der Intelligenteste sein. Es entbehrt nicht einer gezielt unfreiwilligen Selbsteinschätzung, was das Herausblasen von Resthirn angeht. Die Fröhlichkeit der Jagd dieses Menschen, ganz offensichtlich ein führender und damit verantwortlicher Mitarbeiter der Firma Schmeisser, drückt sich freilich in gezieltem Quälen an ukrainischen Hunden aus.

Dieses Schreiben bestätigt nur die von Gruber vorgebrachten Vorwürfe in perfider Weise.

Bei Gruber ging bis dato noch keine Stellungnahme des Bundesverteidigungs-Ministeriums ein.


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