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  1. Verständnisfrage zum Begegnungstraining. Beitrag #21
    borderelkiebea borderelkiebea ist offline
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    "Aber viele lassen sich einschüchtern, da muss er manchmal gar nicht viel machen. "

    Schade. Aber wohl typisch.


    "ist ohne Geschwister mit seiner Mutter im Zwinger aufgewachsen"

    Naja, das ist ja nun nicht wirklich anders als viele 8 Wochen alte Verkaufswelpen, die als Einzelhunde gehalten werden. Siehe Deine Bemerkung oben.

    Wohl ein klassischer Fall von "wenn Blinde Blinde fuehren".

    Wie gesagt: Schade.


    Bea

  2. Verständnisfrage zum Begegnungstraining. Beitrag #22
    Gast2611 Gast2611 ist offline

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    An Trainingspartnern mangelt es hier allein schon deshalb, weil der Trainingspartner samt Mensch bei der zweiten Begegnung von weitem bereits als solcher erkannt wird und dann um so interessanter ist (ist ja schließlich nun fast Action-Kumpel)

    Noch mehr kranken solche Übungen aber daran, dass ein menschlicher Trainingspartner, den man dann ab und an unverhofft wieder trifft, entgegen meinem Wunsch (weil bis zum Zusammentreffen funktionierte es ja mehr oder weniger gut), dann einfach flott weiter zu laufen, dem Charme der Kleinen unterliegt, oft relativ ungeachtet des eigenen Hundes. „Seltsamerweise“ zeigt letzterer zum Entsetzen des Huha Zähne.

    Hundeschule, Trainer usw. hier kann ich auch nur abwinken.

    Ausweichen, Bogen gehen (mit Ansage) haben viel geholfen. Mit Ersatzhandlungen gehen wir Schritt für Schritt voran.

    Heisst, keiner von den Hunden gibt dem Gernegross eins auf die Mappe???
    Die Große hat sich seit einiger Zeit durchaus erfolgreich durchgesetzt, früher auch schmerzhaft und mit Wunden für die Kleine. Ich kenne aber keinen anderen Hund, der dazu ansatzweise in der Lage wäre. Im Gegenteil, eher wird die Kleine von anderen bekannten Hunden ermuntert, (eigentlich nunmehr ein eher rückläufig werdender) Gernegroß zu sein.

    Ich frage mich immer mehr, liegt es an der Kleinen oder an anderen Hunden, liegt es an mir oder anderen Huha?

    Wohl ein klassischer Fall von "wenn Blinde Blinde fuehren".

    Wie gesagt: Schade.
    Was ist daran schade?

  3. Verständnisfrage zum Begegnungstraining. Beitrag #23
    borderelkiebea borderelkiebea ist offline
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    >>>>>>>>>Zitat:
    Wohl ein klassischer Fall von "wenn Blinde Blinde fuehren".

    Wie gesagt: Schade.

    Was ist daran schade?<<<<<<

    Schade ist vielleicht das falsche Wort. Schlimm waere besser.
    Wenn Hunde nicht mehr in der Lage sind, sich artgerecht mit artgleichen auseinanderzusetzen, Mobber toleriert und nicht korrigiert werden. Schmeiss den Troublemaker mal in eine bestehende Meute und lass sie eine Woche dort, ohne jegliche Einmischung von Dir oder der "anderen".
    Sobald der HuHa physisch aus dem Einflussbereich des Troublemakers entfernt ist, haben sich 80% der Probleme in Luft aufgeloest.

    Bea

  4. Verständnisfrage zum Begegnungstraining. Beitrag #24
    Oscar112 Oscar112 ist offline
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    *Bea:
    Ich verstehe deinen Wunsch nach möglichst artgerechter Erziehung durch andere Hunde. Leider ist so etwas nur bedingt möglich. Ich habe nun mal nur einen Hund, ein Rudel werde ich nie haben, und wo genau soll ich Oscar 1 Woche in welchem Rudel lassen?
    Das sind Traumvorstellungen, die sich leider mit meinem Leben nicht vereinbaren lassen.

    Was meinst Du mit Blinde. die Blinde führen? Ich halte mich nicht für blind, bestimmt habe ich in Oscars Erziehung einige Fehler gemacht und mache sie immer noch. Aber trotzdem informiere ich mich überall, lese in der HZ, Eure Tipps auf der HW und höre zu. Aber nicht alles funktioniert bei jedem Hund und bei jedem Halter.

    Natürlich hast Du recht, Zwingerjugend ist nichts außergewöhnliches. Aber es ist doch genau wie Du sagst, zuviel Hunde wachsen so auf, zuviele Hunde auf die man trifft, können sich nicht mehr artgerecht verständigen.
    Das ich mich bei Gestänk von Oscars Seite entferne funktioniert nur bedingt, da er dann sofort hinerherkommt. er läßt sich auch gut abrufen.
    m.E. ist Oscar gar nicht soo " unartgerecht", wenn er von souveräneren Hunden abgewiesen wird, oder wie gesagt in fremder Umgebung- Hamburger Strand - funktioniert es gut, er geht hin, schnuppert, manchmal spielen sie, manchmal geht er weiter. Das ist um Klassen besser als das was er am Anfang gemacht hat. Aber hier zu Hause ein "klassisches" Begegnungstraining zu machen ist fast unmöglich.

    *biba:
    welche Ersatzhandlungen meinst Du? Das klingt nach mehr als Leckerli oder Ball.

    Schlimm finde ich sein Verhalten auch. Aber wenn ich zaubern könnte wäre ich nicht hier.

    Gruß von Eika

  5. Verständnisfrage zum Begegnungstraining. Beitrag #25
    borderelkiebea borderelkiebea ist offline
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    "Was meinst Du mit Blinde. die Blinde führen?"

    Damit meine ich Hunde, die nicht mehr hundsgerecht miteinander umgehen koennen, die mit Hunden umgehen, die nicht mehr hundsgerecht miteinander umgehen koennen.

    Heisst, wenn ein Hund Probleme mit anderen Hunden hat, die aehnliche Probleme haben oder nicht in der Lage sind, Sozialkonflikte entweder zu vermeiden oder artgerecht zu loesen, dann stecken diese Hunde - sowohl der Problemhund als auch die Begegnungshunde - in einer ueblen Sackgasse.
    Dann liegt es nicht am einzelnen Hund oder am einzelnen Hundehalter, etwas "falsch" gemacht zu haben, sondern an den insgesamt herrschenden Lebensumstaenden, die einfach nicht stimmen.
    Egal wie "gut" mensch als HuHa es meint.


    Bea

  6. Verständnisfrage zum Begegnungstraining. Beitrag #26
    Oscar112 Oscar112 ist offline
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    Ja, da stimme ich Dir zu!
    Mir wurde von einer Trainerin in der ersten Hundeschule - wir waren nicht lange dort, sie wollte uns nicht - gesagt, das aufgrund der im Welpenalter nicht erfolgten Sozialisierung bei Oscar sowieso Hopfen und Malz verloren wäre und er nie normal mit anderen Hunden würde umgehen können.

    Das hat mich sehr verunsichert und ich dachte es wird nie - wir schreibt Ihr immer- funxen ;-))
    Aber er lernt so schnell und ist so toll, ich muß einfach daran glauben das wir auch diese Baustelle noch in den Griff bekommen.

    Sonst werden wir einen anderen Weg finden.

    Frage:
    Er soll - wegen "Nicht-Alleine-bleiben" bei Abwesenheit von HuHa - zu einer Hundesitterin, wo natürlich auch mehrere andere Hunde anwesend sind. In diesem Rudel würde er seinen Platz finden, aber ändert das sein Verhalten auch bei anderen, "neuen" Hunden? Oder bleibt bei Draußenbegegnungen alles wie gehabt?

    Gruß von Eika

  7. Verständnisfrage zum Begegnungstraining. Beitrag #27
    borderelkiebea borderelkiebea ist offline
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    "Mir wurde von einer Trainerin in der ersten Hundeschule - wir waren nicht lange dort, sie wollte uns nicht - gesagt, das aufgrund der im Welpenalter nicht erfolgten Sozialisierung bei Oscar sowieso Hopfen und Malz verloren wäre und er nie normal mit anderen Hunden würde umgehen können"

    Das halte ich fuer ein Geruecht. Wenn der Hund mit der Mutter bis zu 6 Monaten aufgewachsen ist, hat er mit Sicherheit bessere Sozialskills als ein mit 8 Wochen in Einzelhaltung abgegebener Welpe, selbst wenn sein Erfahrungsbereich limitiert ist.


    "In diesem Rudel würde er seinen Platz finden, aber ändert das sein Verhalten auch bei anderen, "neuen" Hunden? Oder bleibt bei Draußenbegegnungen alles wie gehabt? "

    Schwer, das vorauszusagen. ABER: erstmal hat er die Chance, ggf. Versaeumtes nachzuholen. Im Rudel geht er ja ohne Leine, kann also Begegnungen selber "gestalten", Konflikte vermeiden oder loesen lernen. Egal WIE diese Rudeltage ausschauen: er wird an Sicherheit gewinnen, durch die anderen Hunde bestaetigt werden.

    Denk dran: It takes two to Tango - auch bei Aussenbegegnungen. Der am besten sozialisierte, trainierte, angepasste wie auch immer "funxende" Hund kann zur Drecksau mutieren, wenn er an der Leine von einem inkompetenten Staenkerer genervt wird.
    Dieses Zurueckzicken/Zurechtstutzen des funxenden Hundes ist hundsmanierlich in Ordnung, wird allerdings von den meisten HuHa nicht geschaetzt.

    Bea

  8. Verständnisfrage zum Begegnungstraining. Beitrag #28
    Lotta04 Lotta04 ist offline
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    Er soll - wegen "Nicht-Alleine-bleiben" bei Abwesenheit von HuHa - zu einer Hundesitterin, wo natürlich auch mehrere andere Hunde anwesend sind. In diesem Rudel würde er seinen Platz finden, aber ändert das sein Verhalten auch bei anderen, "neuen" Hunden? Oder bleibt bei Draußenbegegnungen alles wie gehabt?
    Ich habe die gleiche Situation. Lotta geht pro Woche 1-2 mal zu einer Hundesitterin. Es hat ziemlich lange gedauert, bis sie aufgetaut ist, aber inzwischen kommt sie prima mit dem Rudel (Stammbesetzung + wechselnde Hunde) zurecht und hat auch eine Menge Selbstbewusstsein gewonnen.

    Wenn ich mit ihr spazieren gehe, macht sie immer noch jede Menge Theater, aber ich denke trotzdem, dass es eine gute Erfahrung für sie ist, mal in aller Ruhe und ohne dass sich jemand einmischt, mit anderen Hunden Kontakt aufnehmen zu können.

  9. Verständnisfrage zum Begegnungstraining. Beitrag #29
    Gast2611 Gast2611 ist offline

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    @Eika: Ersatzhandlungen waren meist, Leckerlies in nur schwer zugänglichem Gebüsch o.ä. zu suchen.

    Unterdessen, so blöd sich das sich im ersten Moment anhört, belege und festige ich (auch zeitmäßig bzw. über Strecke) ganz langsam das hundeschulmäßige „Fuß“ mit einem Signal und Wort. Das kann die Kleine wie gelernt, sie zeigt es auch durchaus gerne mal kurzzeitig, ohne dass wir das jemals geübt haben.

    Dieses Zurueckzicken/Zurechtstutzen des funxenden Hundes ist hundsmanierlich in Ordnung, wird allerdings von den meisten HuHa nicht geschaetzt.
    Und woran erkenne ich bzw. ein Huha mit nur einem Hund, dass der entgegenkommende Hund einer ist, der funxt? Auch im Hinblick auf das obige Thema „angespannte Körperhaltung“.

    Ausgehend davon, dass die Große ein Hund ist, der die hundliche Körpersprache beherrscht und mit Manieren oder fehlenden umgehen kann, läßt sie einen fremden Hund, der sich nicht „manierlich“ benimmt, nicht ansatzweise an sich heran. Man könnte ihr Verhalten arrogant ignorierend bezeichnen. Keine Spur von zurückzicken oder zurechtstutzen, völlig uninteressant.

  10. Verständnisfrage zum Begegnungstraining. Beitrag #30
    BärbelFTP BärbelFTP ist offline
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    Ohoh es wird lang und ich hoffe einigermaßen strukturiert.
    Wir sind vor ein paar Monaten in ein Mehrfamilienhaus umgezogen.
    Das Tambatier profitiert nur davon, nur einige Hunde im Haus lassen bei mir die Alarmglocken im Hintergrund schlagen.
    Im Vordergrund steht da die unkastrierte halbstarke Boxer-Dalmi-Hündin, also etwas über ein Jahr alt mit ordentlich Pfeffer im Hintern. Ein mir im Grunde genommen sehr sympathisches Hundemädel, welches auch noch überwiegend den Umgang mit einem relativ jungen Boxer gewohnt ist. Leider halt nicht zur Sorte Hund gehörend mit denen sich meine beiden gerne abgeben.
    Tamba kann die übliche Boxerspielart leiden wie die Pest...und Pluto hat Angst vor ihr.
    Die ersten Begegnungen waren im Treppenhaus. Sie GsD angeleint, meine... dürft ihr jetzt erraten :P
    Sobald sie Zug auf die Leine gibt, fängt sie an grollend laut zu werden.
    Dann kommt gleich das "Das macht sie nur weil sie an der Leine ist"
    und mein: "mag ja sein, aber wir müssen vorsichtig sein..."
    Der Gedanke, daß man deswegen das Mädel schon mal grundsätzlich offline laufen lässt, macht mir Bauchweh.
    Dann seh ich Bilder eines kleinen panisch schreihenden Hundes auf der Flucht mit Boxer-Dalmi im Schlepptau. Wenn nicht die Hündin schneller packt, könnts dann die mäßig entfernte gut befahrene Straße sein... 8-|
    Der Kleine reagiert auch sonderbar auf das Mädel. Sympathie ist es nicht, man möchte nix mit ihr zu tun haben. Grummelt aus der Ferne...Vermutlich werd ich wohl nicht ganz unschuldig dran sein, auch wenn ich bemüht bin locker zu bleiben.

    Nächste Begegnung im Feld. Der kleine Pluto im Auto, das Tambatier und das Mädel frei. Erwartungsgemäß wird die Halbstarke ignoriert, doch irgendwann wird auch dem Tambatier die aufdringliche Schnüffelei am Hintern zuviel und schnappt ab.
    8-| Das Jungspund macht den Eindruck, Tambas Reaktion als Unverschämtheit anzusehen und versucht sicht groß, gespannt und gesträubt dem Tambatier in den Weg zu stellen 8-|
    Wir brechen die Begegnung unspektakulär ab.
    Mein Vertrauen in Hundebegegnungen mit ihr ist noch geringer geworden.

    Nächste Begegnung:
    0.30 Uhr schlaftrunken lass ich das Tambatier zur Pippiecke laufen, den Pluto in den Achsen, seh ich daß sich im Treppenhaus was tut und die Halbstarke schon offline an der Türe steht. Zappzerapp, steh ich an der Tür und empfang das Mädel gleich, um sie am Halsband zu sichern.
    Was macht der olle Pluto? Stellt sich starr neben sie und prollt sie an...tststs Wir gehen einen Meter, Madame hat Zug gekriegt grollt los, ich lass etwas nach, sie hört dabei sofort mit grollen auf und Pluto, der eigentlich genug Platz zum ausweichen gehabt hätte, schreiht zwischen Mülltonnen und gegnerischen Hund auf, setzt sich auf den Allerwertesten, woraufhin die Hündin ihn komplett ignoriert und wohl den Geruch vom Tambatier aufnahm. Ich geh noch zwei Meter mit dem Mädel und lass sie frei, nachdem ich mich abgesichert hatte, daß das Tambatier auf dem Weg zur Tür ist, Boxermix hat ja schließlich noch puschen zu gehen und lass sie frei. Nach dem zweiten Ton vom Besitzer erinnert sie sich auch, warum sie draussen ist, wobei sie eigentlich doch noch gerne das Tambatier abgecheckt hätt...
    Ätsch! Wir gehen unserer Wege.

    Nächste Nacht 1Uhr.
    Tamba muss wieder einmal zur etablierten Pippiecke. Ich höre ein rufen. Grr. Voller Freude kommt ein Boxer-Dalmi-Mix angeschossen. Direkt auf Pluto los, welcher "selbstbewußt" abschnappt. Sie lässt ab und erreicht das Tambatier noch beim Pieseln und bespielt sie auf Distanz. Ich noch 10m einschreitungsbereit dahinter, dann amüsiert über das junge Mädel abwartend. Das Tambatier erblickt sie mit verwunderten Augen und aufgerichteten Sympathieohren. Ich glaub, die hätt sich sogar auf ein Spielchen eingelassen, doch der Gassigänger war nun in der Nähe und hatte wieder Einfluß nehmen können. Meckert über seinen frechen Hund und ich nehm sie in Schutz. Diesmal hatte sie nicht auf Zug gegrollt.
    Ich bin etwas beruhigter, jedoch weiterhin vorsichtig.

    Ich frag mich, ob man bei einem Leinenpöbler immer mal einen Schritt nach vorne nachgeben sollte.
    Ich halte nichts davon, daß ein an der Leine eingeengter Hund von anderen Hunden korrigiert werden soll, es sei denn der gehört zum Inventar dazu.

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