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  1. Trimmen - allgemeine und besondere Fragen Beitrag #1
    Gast2611
    Gast

    Trimmen - allgemeine und besondere Fragen

    Durch das Trimmen wird ja langes, altes Haare ausgezupft, damit das neue Haar wachsen kann. Andererseits ist das Trimmen bzw. Kürzen der Haare teilweise wohl auch Kosmetik. Da ich keine Bürsten- vor allem keine Trimmfans neben mir liegen habe, bin ich vor einiger Zeit dazu übergegangen alle 4 Wochen einen Trimmdurchgang zu machen und ca. 2*/Jahr die Kosmetik an Kopf, Hals und Rumpf mit Schermaschine und Schere.

    Ich bin mir da aber nicht so sicher, ob das tatsächlich richtig ist.

    Und nun im besonderen: Die Große hat nach nunmehr über 5 Monaten enormen Nachholbedarf an dieser Art Haarpflege, d.h. das Fell besonders auf dem hinteren Rücken stumpft ab und wird immer heller.

    Allerdings will sie aber noch nicht so richtig, bzw. scheint mir auch noch (schmerz-?)empfindlich zu sein. Bei meinem Trimmversuch hatte ich im Bereich Demodikosestellen erstaunlicherweise neben Haaren auch reichlich vertrocknete, schwarze (ehemals blutige?) Haarwurzeln im Messer. Die oberflächige Haut ist seit 6 Wochen krustenfrei. Durchstriegeln scheint für die Große unterdessen ziemlich in Ordnung zu sein, aber damit ist kein Land in Sicht.

    Ich weiß nicht, was ich machen soll: Soll ich noch abwarten oder langsam und regelmäßig anfangen zu trimmen?

    Der TA hat eher mir die Entscheidung überlassen, nur malträtieren solle ich sie nicht und hat, angesichts meines Trimmfundes die Demodikose-Therapie, die vom Äußeren der Großen normalerweise abgeschlossen hätte werden können, zunächst um weitere 6 Wochen verlängert.

    Und da fällt mir noch eine Frage ein: Werden Hunde vor dem Trimmen gebadet, so von wegen Haut aufweichen, damit es nicht so ziept?

  2. Trimmen - allgemeine und besondere Fragen Beitrag #2
    Rana Rana ist offline
    Redakteur
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    Egal, ob Trimmen oder Scheren, in jedem Fall vorher baden! Nicht nur zur Schonung der "Werkzeuge", sondern auch, um alles aus dem Fell erst mal heraus zu holen, was da nicht rein gehört. Nimmt man ein passendes Shampoo wird die Haut weicher, das Haar geschmeidiger. Das Trimmen tut normalerweise nicht weh.

    Wenn ein Hund besonders berührungsempfindlich ist würde ich diesen nicht trimmen sondern mit der Schermaschine runterschneiden. Zwar verändert sich das Haar bei einigen Rassen durch das Scheren, wird weicher und fluffiger, aber das muss ja nicht unbedingt nachteilig sein. Es sei denn, man braucht einen optimal gepflegten Hund für die Schau.

    Eigentlich muss man den jeweiligen Hund sehen und das Haar anfassen, um genau sagen zu können, welche Methode die richtige ist. Das Entfernen abgestorbener Haare oder das Kürzen der Haare wie beispielsweise beim Pudel betrachte ich nicht als reine Kosmetik, sondern als eine (wenn auch von mir ungeliebte) Notwendigkeit.

    Li Gr Ute

  3. Trimmen - allgemeine und besondere Fragen Beitrag #3
    marga marga ist offline
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    Auf keinen Fall vor dem Trimmen baden!
    Nicht mal durchkämmen!

    Nicht scheren!
    Das gibt dann dieses helle, weiche, stumpfe Haar, welches den Hund nicht mehr vor Witterungseinflüssen schützt.
    Das Haar fällt auseinander und der Hund wird bis auf die Haut nass.

    Meine Klobürsteln schütteln sich und sind so gut wie trocken, an der Oberfläche. Nass bis auf die Haut sind sie nicht.

    Hat mit Ausstellung nichts zu tun.
    Optimale Haarpflege ist vor allen Dingen auch Gesundheitsvorsorge.

    Wenn baden, dann nach dem trimmen.

    Ich stell mir den Hund auf den Trimmtisch, als Alternative geht jeder Tisch, mit einer rutschfesten Unterlage und stell die Eieruhr.
    20 Minuten, halt immer wieder solange bis das Haar in einem guten Pflegezustand ist, dicht, glänzend, anliegend.

    Mit der einen Hand gegen den Strich streichen, mit der anderen Hand überstehendes Haar entfernen, rausziehen.
    Immer wieder, hin und her.

    Ein geschorenes Terrierfell i. O. zu bringen dauert lange und ist ein Geduldsspiel.
    Dazu empfehle ich den oft kritisierten und verschmähten Coat King.
    Das hilft.

    Und...richtiges trimmen ziept nicht, weiches Haar ziept und läßt sich sehr viel schwerer entfernen als hartes Haar.

    Hat auch mit Schmerzempfindlich nichts zu tun. Eine klare Ansage, überschaubarer Zeitrahmen, flottes arbeiten und ein Lecker, das passt dann scnon.

    Lucia

  4. Trimmen - allgemeine und besondere Fragen Beitrag #4
    borderelkiebea borderelkiebea ist offline
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    "Nicht nur zur Schonung der "Werkzeuge", sondern auch, um alles aus dem Fell erst mal heraus zu holen, was da nicht rein gehört."

    Als Radikal-Clipper meiner rauh- und oelhaarigen Hunde darf ich anmerken, dass diese Empfehlung da oben keinen Sinn macht.
    Bei uns gilt: erst auskaemmen/clippen wie auch immer DANN abkaerchern oder baden und im Trockenzustand nacharbeiten.

    Unbehandelte Haare und Unterwolle nasszumachen, zu shampoonieren, trockenzurubbeln oder zu foenen fuehrt im Grunde zu nix weiter als mehr Verknoten und Verfilzen. Apropos Filzen: gefilzt wird ja gerade, indem Haarfaser mit Wasser und Seife "gerubbelt" wird ...


    Bea

  5. Trimmen - allgemeine und besondere Fragen Beitrag #5
    Rana Rana ist offline
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    Da es sich offenbar um einen sehr berührungsempfindlichen Hund handelt und ich ebenfalls mit einem solchen Hund zusammenlebe wäre es mir weniger wichtig, die Haarpflege der Rasse entsprechend korrekt durchzuführen. Ich würde lieber zur Schermaschine greifen und auch eine veränderte Haarstruktur in Kauf nehmen als an einem so empfindlichen Hund die für ihn unangenehme Prozedur der Haarpflege unnötig lange dauernd, aber dafür fachlich korrekt durchführen zu wollen.


    Li Gr Ute

  6. Trimmen - allgemeine und besondere Fragen Beitrag #6
    marga marga ist offline
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    Was ist dann mit dem weichen, hellen, stumpfen Haar, welches verfilzt?
    Das muss ja auch in Ordnung gehalten und gepflegt werden, egal wie empfindlich der Hund ist.

    Terrierhaar unterscheidet sich sehr von Pudelhaar, das sind Welten, absolut nicht zu vergleichen.
    Beide Typen sollten nach ihrem Bedarf gepflegt werden.

    Lucia

  7. Trimmen - allgemeine und besondere Fragen Beitrag #7
    Kurt Horner Kurt Horner ist offline
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    Meine Damen,
    die meinen haben ja auch ordentliche Unterwolle.
    Ich könnte dem T.,Wolle für die Achsel der Konsumenten in Nord-Amerika und halb Asien liefern.
    Wenn Frau den Hund erst benetzt und dann auskämmt,wird es nicht funktionieren.
    Immer trocken auskämmen!!!
    Versucht es einmal mit eigenem nassen Haar!
    Jetzt ist Winter,da lässt man die Unterwolle am (im) Hundefell.
    Soll der Freund frieren?
    Ab Feber,März entfernt man die Unterwolle vom Winter.
    U.S.W.
    Lieben Gruß,
    Kurt.
    P.S.Sollte jemand Interesse an gesponnenem Hundehaar(für z.B. Westen vom Haar des eigenen Hundes) haben,melde ich gerne die Adressen der Spinner.

  8. Trimmen - allgemeine und besondere Fragen Beitrag #8
    borderelkiebea borderelkiebea ist offline
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    Ute,
    Deine Prioritaeten in allen Ehren, aber so trivial es klingen mag:
    Auch und gerade der Zustand des Fells/Haarkleides/Unterwolle traegt ERHEBLICH zum Wohlbefinden und zur Gesundeheit der Hunde bei - von Klimakontrolle angefangen bis hin zu den diversen Hautschichten.

    "Selbst" bei Schafen und aehnlichen Verwandten wird erst geschoren und DANN gewaschen. Ist eine erprobte Geschichte und GERADE bei einem Kontaktphobiker (haben wir hier auch reichlich, die meisten Windbeutel haben eine sau-empfindliche Haut) erforderlich, die korrekte Reihenfolge einzuhalten. Nasse Knoten rausrasieren oder trimmen? Nein Danke!

    Bea

  9. Trimmen - allgemeine und besondere Fragen Beitrag #9
    Fanny Fanny ist offline
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    Mir hat eine Fachfrau mal gesagt (es ging um unseren damaligen Foxterrier) dass man NIE scheren darf, da der Hund sonst ganzjährig haart weil ja die toten Haare - gekürzt - im Fell bleiben.
    Hört sich heute noch logisch an.

    Rita

  10. Trimmen - allgemeine und besondere Fragen Beitrag #10
    Gast2611
    Gast
    Terrier müssen getrimmt werden, daran habe ich keinen Zweifel.

    Als ich die Mutter der Großen im Tierheim kennen gelernt habe, hatte diese sehr, sehr lange zottelig/lockige Haare, was für mich eigentlich bedeutet, dass bei dieser Art von Hunden diese Wuchslänge von Haaren eigentlich normal sein könnte/ist.

    Durch das regelmäßige Trimmen der Beiden werden die Haare nie länger wie 2-3 cm. Kopf, Hals und Rumpf sollen, und das meinte ich mit Kosmetik, jedoch kürzer sein, oder nur erscheinen?

    halt immer wieder solange bis das Haar in einem guten Pflegezustand ist, dicht, glänzend, anliegend
    Habe ich da was falsch verstanden? Nicht kurz? Nur anliegend ist notwendig? Das hätte ich ja schon geschafft, zumindest allgemein gesehen. Auf die Feinheiten könnte ich verzichten, die Hunde, denke ich, wohl sowieso.

    So ganz klar ist mir dennoch nicht, warum ein Hund, der regelmäßig getrimmt wird, nicht für den Feinschliff nachgeschnitten/nachgeschoren werden soll/darf.

    Ich werde die Große wohl doch noch ein bisschen zufrieden lassen, bzw. mich langsam vortasten, da wo es geht. Sie ist ja nicht allgemein schmerzempfindlich. Es ist noch krankheitsbedingt und ich will sie weder nerven, noch stressen.

    Die Notwendigkeit zu Trimmen ist auf alle Fälle gegeben. Der Nebeneffekt, was und wie da was an Haarwurzel zufällig zu Tage trat, denke ich, ist in diesem Zusammenhang nicht unbeachtlich und vielleicht hilfreich für die Entscheidung der Therapiedauer.

    Den Coat King werde ich ausprobieren. Sehe ich es richtig, der mit den 24 Zähnen ist der richtige?

    @Kurt: Ab 10 ° C, je weniger desto besser, beginnt hier die richtige Wohlfühlphase für die Hunde und da wird auch ihre Bade-/Baggerseesaison eröffnet. Gibt es Schnee oder schneit es, wird darin genauso rumgetobt, wie auch ein einschneiendes Nickerchen (so wie bei Deinen Dinos) gehalten wird, allerdings mit gleichbleibener Unterwolle über das Jahr, weil Bürste, Striegel und Trimmmesser regelmäßig auch die Unterwolle mit entfernen, die reif dafür ist. Handtuchrubbeln gibt es höchstens für den Bauch.

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