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18.06.2008 11:44
Urlaub mit Hund im Süden Beitrag
#1
Rana
Redakteur
Urlaub mit Hund im Süden
In diesem Jahr fällt es mir besonders häufig auf, wie unbedarft Hundebesitzer einen Urlaub mit Hund in Südeuropa planen und auch machen. Dabei überlegen sie sehr gründlich, was sie denn alles mitnehmen müssen, damit dem geliebten Hund die Hitze im Urlaubsland nicht so sehr zu schaffen macht. Ist ja nicht verkehrt, daran zu denken, aber Gedanken über Reisemitbringsel wie Leishmaniose, Babesiose usw. machen sich die Leute eigentlich gar nicht. Sie kommen gar nicht auf den Gedanken, dass sie ihre Hunde der Gefahr aussetzen, infiziert zu werden.
Wir würden auch sehr gerne mal wieder Urlaub im Süden machen, Spanien, Kroatien oder so. Aber mit Hunden? Das geht für uns gar nicht! Und Urlaub ohne Hunde geht auch nicht, also bleiben wir in nördlicheren Gefilden.
Mir wird manchmal gesagt, ich sei da zu vorsichtig, es müsse ja gar nichts passieren. Muss auch nicht, aber meinen Hunden ist es vor Jahren passiert, dass sie eine Babesiose mitbrachten. Ich denke, man kann da nicht vorsichtig genug sein. Wie ist Eure Meinung?
Li Gr Ute
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18.06.2008 12:22
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#2
Hühnchen
Erfahrener Benutzer
Ich bin da genauso vorsichtig..
und bleibe hübsch in D,A oder CH..( oder CZ oder so)Dänemark wollen wir mal im nächsten Jahr..
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18.06.2008 12:28
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#3
Resi
Erfahrener Benutzer
Unsere Paula kommt mit nach Südfrankreich und Italien. Sie trägt immer ein Scalibor-Halsband und Babesiose kann sie hier mit viel Pech auch bekommen. Wir haben Zecken ohne Ende.
Ein gewisses Restrisiko bleibt natürlich.
Gruß
Resi
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18.06.2008 19:16
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#4
Ingmari
Benutzer
Wir waren in Südfrankreich in Sams alter Heimat.
Da er dort ja aufgewachsen ist, denke ich, daß er, zusammen mit dem S-Halsband, genügend Schutz hat.
Und da das Wetter kühl genug war, waren wir alle drei auch fähig zu mehr oder minder ausgedehnten körperlichen Aktivitäten.
Wir kamen recht entspannt zurück, denn wir hatten 3 Wochen mit allerhöchstens 20% Leine.
Das Restrisiko nenne ich Leben und es könnte mir auch zuhause der Himmel auf den Kopf fallen.
Trotzdem natürlich stets das gebotene risk management nicht außer acht lassend
grüßt
Ingmari mit Sam
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19.06.2008 07:57
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#5
Bernerfan
Neuer Benutzer
Abgesehen davon, dass mir die Strecke in den Süden viel zu weit wäre, ich fange schon ab Berlin an zu jammern.....
vertragen meine Nasen Scalibor nicht und Frauchen die weite Autofahrt nicht besonders.
Daher fällt Süden eh flach.
Der Norden ist auch recht schön und Dänemark gibts auch noch.
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19.06.2008 08:22
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#6
Milan
Erfahrener Benutzer
Dänemark oder Bayrischer Wald - schon wegen meiner beiden Blondies.
Der Große kriegt schon einen Sonnenbrand, wenn er sich zu lange direkt unter einer 40W Glühbirne aufhält.
Der Hund stellt schon immer ab 28° sämtliche Aktivitäten ein, muß es also auch nicht haben
Nachdem heiß und Dauersonne weder das Ding von Familie noch von Hund ist, habe ich mir über das angesprochene Risiko noch nie Gedanken gemacht.
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19.06.2008 11:07
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#7
Rana
Redakteur
Gedanken mache ich mir auch erst, seitdem ich Betroffene bin. Aber das ist wohl imnmer so.
Als meine beide Hunde vor fast zwanzig Jahren an Babesiose erkrankten war diese Krankheit hier in Deutschland noch so gut wie unbekannt. Das dramatischste damals war, dass wenige Tage nach Krankheitsbeginn die Zuchthündin einer Freundin von mir, mit der meine Hunde kurz nach unserer Rückkehr zusammen waren, dieselben Symptome zeigte wie meine Hunde, bei denen die Babesiose bereits diagnostiziert war.
Der Tierarzt, dem die Hündin vorgestellt wurde und dem von der Erkrankung meiner Hunde berichtet wurde sagte natürlich, "ansteckend ist das nicht, die Hündin hat keine Babesiose" und behandelte sie auch nicht dagegen. Als es der Hündin immer schlechter ging brachten wir sie nach Giessen in die Uni. Diagnose: Babesiose (die Hündin war nie im Ausland). Es muss wohl so gewesen sein, dass eine Zecke, die sich noch kriechenderweise auf einem meiner Hunde aufhielt, auf diese Hündin übergesiedelt ist und die Hündin infiziert hat. Diese Hündin verstarb, weil die Behandlung bei ihr zu spät begonnen hatte. Auch einer meiner Hunde hat die Infektion nicht überlebt.
Zwar ist mir klar, dass ein Restrisiko überall besteht (siehe auch obige Schilderung), aber das Risiko im Süden schätze ich doch deutlich höher ein. Wenn es schon so viele Südeuropa-Hunde gibt, die erkrankt sind, obwohl sie immunmässig sicherlich besser auf die in den jeweiligen Ländern herrschenden Krankheiten reagieren können, so sehe ich unsere hier lebenden Hunde doch als gefährdeter an, wenn sie sich mit einer Leishmaniose- oder anderen -infektion auseinandersetzen müssen.
Li Gr Ute
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