Unsere allererste Theorie hat neue Nahrung bekommen:
Der Doc heute vermutet eine Entzündung durch mechanische/chemische Reizung.
Das passt zu unserer Beobachtung, dass die Pfotengeschichten meist anfangen, wenn die Wiesen gemäht werden (Stoppeln), und sich im Winter (Streusalz, Matsch) manifestieren. Korrespondierend mit Billys schwankender Zahl weißer Blutkörperchen ist dann eine Folgeinfektion denkbar und plausibel.
Die Alternative wäre eine Kontaktallergie (z.Z. haben die in der Praxis wohl extrem viel mit Hunden zu tun, die auf gedüngten Feldern unterwegs sind).
Angesichts Billys ansonsten blendendem Erscheinungsbild hält der Doc es für unwahrscheinlich, dass das bspw. auf eine Nahrungsmittelallergie zurück geht.
Angesprochen auf die Allergietests:
Beim Prick-Test wird empfohlen, die Hunde in Narkose (!?) zu legen, weil es wohl Fälle gibt, bei denen die Hunde regelrecht austicken, wenn ein Treffer dabei war. Falls das die Dermatologin, bei der wir nächste Woche einen Termin haben, bestätigt, fällt das sowieso aus. Überdies seien die Testmittelchen sehr teuer (400 € Materialkosten). Die reichten zwar eigentlich für 10 Hunde, sind aber nicht lange haltbar, wenn einmal angebrochen. Also müssten möglichst gleichzeitig 10 Hunde gefunden werden - oder die 400 € müsste man komplett zahlen.
Der Bluttest ist wohl noch nicht so sehr aussagekräftig. (Bis vor wenigen Jahren galt das unter Fachleuten wohl noch komplett als Voodoo.) Er sagt, er macht den gerne, wenn wir das wollen, er hält es aber eigentlich für rausgeschmissenes Geld. Er wüsste in ihrer Praxis von keinem Fall, wo der Bluttest -wenn er denn überhaupt ein Ergebnis geliefert hat- eine vermeidbare Allergiequelle ergeben hätte. Da werde ich nächste Woche die Dermatologin auch noch mal löchern.
Akutbehandlung bis dahin:
Die von Kurt empfohlene Wäsche und eine antibiotische Salbe mit Hydrcortisonzusatz (gegen den Juckreiz). AB-Tabletten will er erst geben, wenn die Salbe keine Besserung bis nächste Woche bringt.


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