Ich setz das nicht ein und kenn auch niemand, der es benutzt.
Ilona
oder auch vulgo Halti...
Hallo zusammen,
ich wollte mal fragen, zu welchen Zwecken oder bei welchen Problemen
ihr ein Halti einsetzt oder eingesetzt habt.
Da ich mit der SuFu kaum was gefunden habe, dachte ich mir, man könnte Erfahrungen zu dem Thema hier mal sammeln...
Ich fang dann mal an:
Ich benutze das Teil grade um Luckys Leinenpöbelei zu reduzieren, bzw.
um ihn da schneller rauszuholen.
Da wir noch in der Gewöhnungsphase sind, kann ich noch nicht viel dazu sagen, außer das ich gespannt bin -sollte sich ein Erfolg einstellen- ob sich das gebesserte Verhalten dann auch auf die lange Leine überträgt, wo es mit dem Halti ja wohl eher schwierig wird.
Das einzige, was ich jetzt schon sagen kann ist:
Ich mache mich darauf gefasst etlichen interessierten Zeitgenossen auf der Straße den Unterschied zum Maulkorb zu erklären. ;)
Und: Ich bin sicher, ich trage sehr zur Erheiterung an roten Ampeln bei, wenn sich Lucky wie ein Verrückter an meinen Beinen schubbert, weil ihn das Teil nervt.... :D
Viele Grüße
Moritz
Ich setz das nicht ein und kenn auch niemand, der es benutzt.
Ilona
Wegen Leinenpöbelei (meiner Kleinen) habe ich auch ein Halti angeschafft und die Romboine sogar schon daran gewöhnt.
Vor Einsatz habe ich dann doch noch mal in der Huwi geschnüffelt und, nachdem ich "Halti" eingegeben habe, einen Beitrag gefunden, der mich dazu bewegt hat, das Halti für "Leinenpöbelei" mit Sicherheit nicht einzusetzen. Ich blicke die Verlinkung nicht, im Augenblick ist es der letzte auf der 1. Seite "Halti/Gentle Leader, ja oder nein" von Pandorra vom 27.09.2006.
Ein Halti, richtig eingesetzt, mag u.U. eine sanfte Erziehungshilfe sein. Bei Leinenpöbelei ist es meiner Meinung nach für die Katz, weil man sich selbst erst mal Zugang/Gehör zum Hund schaffen und finden muss und da hilft ein sanftes Ziehen durch Halti zu sich hin wohl kaum.
Ich bin fast ausschließlich mit der Schleppleine (10 m) unterwegs, um "Benimm" zu üben und nicht glücklich damit, einem Quirlie so das Mindestmaß an Auslauf geben zu müssen. Auch wenn ich noch einen 2. Hudendubel ohne Leine dabei habe, den es zu beobachten gibt, kann ich mir, für mich persönlich, nicht vorstellen, dass ich auch nur mit Ramboine alleine, mit 2 Leinen so gerade einfach zum Wohl des Hundes zurecht kommen würde.
Deswegen ist das Halti eingemottet, nur das Problem mit klitzekleinen Fortschritten bleibt. Allerdings muss ich zugeben, dass mir der tatsächliche Grund (oder verschiedene Gründe?) der Leinenpöbelei noch verschlossen ist.
LG,
Biba
Biba ich helfe Dir mal
hier ist es: Halti
Moritz, wenn Du unter Suchen das Wort Halti engibst kommt eine ganze Menge. Ich persönlich habe mich immer vor einem Halti gescheut.
Grüße
Alex
Moritz,
gerade bei Poebelei [b]kann[b/] ein Kopfhalfter gute Korrekturhilfe sein. Egal ob Poebelei gegen Menschen, Hunde oder andere Tiere gerichtet ist. Es geht nicht um Gehoer verschaffen, es geht primaer um einen Abbruch des Anstarrens, um Abbruch der offensiven Koerperhaltung. Ich setze es dann ein, wenn normale Korrekturen keine oder nur unbefriedigende Wirkung haben.
Leinengerucke und der Versuch Hundegetoese stimmlich zu uebertoenen stacheln noch mehr an. Zudem besteht die Gefahr, dass der Hund Leinenrucke und verbales Donnerwetter fehlverknuepft. Je weniger Mensch Kraeftemessen spielt, desto ruhiger kann Mensch agieren. Wer um die Balance kaempft und krampfhaft die Leine festhalten muss, in Angst das Tauziehen zu verlieren - der reagiert nicht mehr mit Gelassenheit. Je ruhiger der Mensch, desto besser.
Werbung ist keine Sachkunde, und Missbrauch anderer Halter seltenst Grundlage fuer fruchtbare eigene Meinungsbildung.
Die muehvolle Arbeit der Korrektur bleibt. Wenn Dir nicht klar ist, mit welchen konkreten Schritten Du gegen das Problem angehen willst, hilft ein Kopfhalfter nicht. Es ist nicht die Loesung, nur ein Werkzeug. Du musst lernen mit diesem Hilfsmittel richtig umzugehen und Du musst lernen, wie und wann Du den Einsatz beendest.
Du musst auch wissen, ob Du lediglich Symptome unterdruecken willst: er hat nicht zu geifern. Oder ob Du seine Sicht der Dinge aendern willst (Ursache). Symptome unterdruecken geht meist rasch. Der Hund lernt die Klappe zu halten, nicht zu Richtung Feind zu zerren. Der Hund lernt, dass Warnungen! unerwuenscht sind. Solche Hunde sind mir ein Greuel.
Zucky
Hallo Alex,
danke für den Link.
Habs mir grade durchgelesen und da auch mein eigenes Pro und Contra entdeckt.
Hätte ich den Beitrag früher gelesen, hätte ihn wieder nach vorne geholt, anstatt einen neuen zu schreiben ;)
Hallo Zucky,
so wollte ich das Ding auch benutzen...es geht primaer um einen Abbruch des Anstarrens,
oh ja....*seufz*Leinengerucke und der Versuch Hundegetoese stimmlich zu uebertoenen stacheln noch mehr an.
Da ich Lucky noch an das Teil gewöhne, hab ich es erst kurz in der Hundeschule genutzt, sonst hängt das Ding erstmal nur um seine Schnüss und nervt ihn dann und wann.... :)
In den 2-3 Situationen in der Huschu hat es meiner Meinung nach ganz gut funktioniert:
Lucky theatert, ich sage "Nein", zuppel so filigran wie nur irgend möglich am Halti, er dreht sich vom "Feind" weg, hält die Klappe, wird gelobt.
Also ich habe die Hoffnung, dieses Ding in angemessener Zeit wieder los zu sein. Einen Zeitrahmen, bis es in der Kiste verschwindet (ob durch Erfolg oder Misserfolg) habe ich mir noch nicht gesteckt.Du musst lernen mit diesem Hilfsmittel richtig umzugehen und Du musst lernen, wie und wann Du den Einsatz beendest.
Natürlich würde ich lieber an der Ursache arbeiten.Du musst auch wissen, ob Du lediglich Symptome unterdruecken willst: er hat nicht zu geifern. Oder ob Du seine Sicht der Dinge aendern willst (Ursache).
Was die Ursache angeht, muss ich gestehen, bin ich ziemlich ratlos.
Als "Ersthundehaber" muss ich mich auf den Rat von anderen verlassen
(Huschu). Dort wird Lucky bescheinigt, tendenziell eher ein ängstlicher einer zu sein, was ich auch bestätigen kann (das merkt sogar der Unkundige).
Bei seinen Pöbeleien bin ich mir nicht so sicher, da ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, was an einem Hund auf der gegenüberliegenden Straßenseite bedrohlich sein könnte.
Seine "Pöbelschwelle" ist mitnichten immer gleich, mal reicht ein kleiner auf der anderen Straßenseite, mal können wir in 2 Meter Abstand (mit Futterablenkung an einem großen vorbeigehen, manchmal hilft gar nüscht)
Da stimme ich Dir zu, allerdings wünsche ich, Lucky könnte etwas mehr differenzieren ;)Der Hund lernt, dass Warnungen! unerwuenscht sind. Solche Hunde sind mir ein Greuel.
Vielen Dank
an alle
Moritz
Moritz,
zuppeln sollte man nicht am Halti. Es dient eigentlich dazu, die Haltung des Kopfes ein wenig zu verändern (nach unten, niemals beispielsweise seitlich nach oben).
Li Gr Ute
Ok, ich meinte auch eher ein Wegführen, aber warum nur nach unten?
Viele Grüße
Moritz
Natürlich auch zur rechten oder linken Seite, aber nicht nach schräg oben. Das Leinchen mit dem Halter nicht seitwärts hoch ziehen (HWS). Ich kann das nicht so gut erklären, praktisch zu zeigen liegt mir mehr.
Li Gr Ute
Hallo Moritz,
ich habe ziemlich zu Anfang eine Weile mit einem Halti gearbeitet. Es brachte insofern etwas, daß ich Bens Kopf wegdrehen konnte, wenn er Probleme mit entgegenkommenden Hunden oder Menschen hatte. Er ging auch besser an der Leine.
Aber: Das Halti hatte (und das hörte ich auch von anderen, die es benutzten) keinerlei Lern-/Memory-Effekt.
Sobald ich Ben wieder nur mit Halsband an der Leine hatte, gab's die gleiche Problematik wie vorher.
Was mir half, war, die Grundsignale noch einmal neu und intensiver sowie immer wieder Richtungswechsel u.ä. zu trainieren.
Beides sorgte dafür, daß wir uns noch einmal mehr aufeinander konzentrieren mußten.
Jetzt haben wir insgesamt viel Blickkontakt, und ich kann Bens Aufmerksamkeit durch ein einfaches "schau" auf mich und weg vom anderen Hund bzw. Menschen lenken.
Grüße
Barbara
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