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  1. #1 Rattengift
    bambus

    Rattengift

    Hallo,

    ich habe schon lange nichts mehr geschrieben, würde aber jetzt gerne wissen, ob sich jemand mit Rattengift auskennt. Bambi (spanische Mix- Hündin, 6 Jahre, sonst gesund) hat gestern Rattengift gefressen, weil ich in einer Art Nebengebäude, das wir sonst nie betreten, etwas gesucht habe (dort bin ich sonst nie und habe nicht daran gedacht, obwohl ich gewusst habe, dass vor einigen Monaten Köder ausgelegt worden sind, aber an dieser Stelle habe ich nicht damit gerechnet). Ich habe ein bis zwei Minuten nicht hingesehen, da hat sie blau gefärbte Körner vom Boden aufgeschleckt, ich weiß nicht genau, wieviel, ich dachte zuerst, es war Schneckenkorn (war es aber leider nicht). War dann ein bis zwei Stunden später bei der Tierärztin, die hat ihr eine ordentliche Dosis Vitamin K verpasst, was ich ihr auch weiterhin geben soll (als Tablette) und sie beobachten. Bis jetzt ist sie völlig normal, aber das Gift wirkt langsam, das heißt, sie kann jederzeit beginnen, Symptome zu zeigen (das heißt, zu bluten)- dann würde sie an den Tropf kommen und man kann hauptsächlich beten, dass es gut geht.
    Ich beobachte den Hund jetzt natürlich mit Argusaugen und hoffe, dass sie nicht viel erwischt hat. Die Tierärztin hat zu mir gesagt, dass ich rausfinden soll, was es genau war, weil es anscheinend Gifte gibt, die bis zu einem Jahr im Körper bleiben und immer wieder Schübe verursachen. Morgen weiß ich dann, was es genau war (habe die Firma in Erfahrung gebracht)- dann sehen wir weiter. Jedenfalls kommt mir mein (sich völlig normal verhaltender) Hund vor wie eine tickende Zeitbombe- ich habe einfach Angst. Hat jemand von euch Erfahrungen mit so etwas?
    Was ich über die Sache weiß, ist, dass Rattengift die Blutgerinnung quasi aufhebt (wie Ebola), so dass die Tiere innerlich verbluten, dass es aber mitunter lange (wie lange?) dauert, bie sich Symptome zeigen. Das Vitamin K kann das bis zu einem gewissen Grad abpuffern, aber wenn es zu viel ist, schaut es eher schlecht aus.

    Bitte Daumen halten, dass die liebe Bambi symptomfrei bleibt!

    Nervenzerfetzte Grüße,
    Penny

  2.   Alt 
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  3. #2 Rattengift
    Gast433
    Penny,

    wir drücken Daumen und Pfoten, dass Bambi alles gut übersteht.

    Soweit mir erinnerlich, hatte Torstens Billy mal sowas - vielleicht findest Du den Beitrag über die Suchfkt.?

    Viel Glück, Ili

  4. #3 Rattengift
    Jago
    Das ist der absolute Alptraum - ich halt Dir und Deinem armen Hund die Daumen...bei uns im Dorf hatten das 2 Bullterrier, der eine hats gepackt und ist OK, schon seit jetzt fast 2 Jahren, der andere blieb in der Klinik. Denen hatten allerdings Menschen das zeug versteckt über den Zaun geworfen und man hat lang nicht gewußt was es war.
    Noch mal: ich drück alle Daumen und denk an Euch, vielleicht hilft Wünschen ja doch.
    Lieben Gruß
    Ilona

  5. #4 Rattengift
    Milan
    Hallo Penny,
    ich drück dir und Bambi die Daumen. Milan hatte vor acht Jahren auch Rattengift aufgeschleckt. Die Wochen danach sind wirklich übel. Meine TÄ sagte mir damals, ich soll immer mal wieder die Mundschleimhaut überprüfen - Kurz drücken, wenn der helle Fleck dann nicht soofrt wieder verschwindet, kann das ein Zeichen für eine innere Blutung sein - so kann man schneller reagieren, wenn sich doch noch Folgen einstellen.

    Alles Gute für Euch

    Heike

  6. #5 Rattengift
    Carmen
    Ich kenne nicht die deutschen Produkte, aber es werden zunehmend Rattengifte mit Langzeitwirkung verwandt, daher:
    Vitamin K sollte mindestens 6 Wochen lang verabreicht werden. Zusätzlich sind Eiseninjektionen angezeigt.

    Wie Heike/Milan schrieb: Täglich Mundschleimhäute kontrollieren.
    Blutbild (Hämatokrit) mehrfach kontrollieren. Hund beobachten sowieso...

    Gute Besserung

    Carmen

  7. #6 Rattengift
    Torsten
    Bei Billy wurde seinerzeit zwei Wochen lang hochdosiertes Vitamin K gespritzt, dann nochmal so zwei, drei Monate lang diese Tabletten gegeben (wir haben gleich so ein Fläschchen mit ein paar hundert Kapseln geholt und den Rest dann als Notfallreserve aufgehoben. Da fällt mir ein, dass ich gleich mal die Haltbarkeit kontrolliere...)

    Immer mal wieder die Schleimhäute kontrollieren:
    Lefzen vorsichtig hochziehen (nicht zu stark ziehen, sonst drückt man auch beim gesunden Hund das Blut raus und sieht nix). Normalerweise sehen die Schleimhäute schön rosarot aus. Wenn man auf die Schleimhäute (Innenseite der Lefzen oder Zahnfleisch) mit dem Finger drückt, gibt es beim gesunden Hund ganz kurz einen weißen Fleck, der sofort (!) wieder verschwindet. Bleibt der Fleck länger weiß oder sind die Schleimhäute gar schon von vornherein sehr hell/weiß, sofort ab zum Doc.
    Kot kontrollieren (wird er schwarz oder blutig rot, kann das auf innere Blutungen hinweisen).

    Möglichst nicht allzu feste Nahrung geben (Knochen, besonders harte Kekse etc.), um Microverletzungen vorzubeugen. Auch beim Toben mit anderen Hunden und durchs Gestrüpp aufpassen (Zähne, Dornen, Stacheldraht, Scherben etc. pp.).

    Allgemein:
    Schonen, beobachten, immer mal wieder Blutbilder machen lassen. Der "Spaß" dauert.

    Viel Glück.

    PS: Sag ruhig mal Bescheid, welches Gift es nun genau war und wie genau die Blutwerte danach waren.

  8. #7 Rattengift
    Torsten
    PS: Ich habe den Eindruck, ohne dies aber näher spezifizieren zu können, dass Billy seither etwas empfindlicher ist, was seine Verdauung betrifft, und auch nicht mehr ganz so fit/ausdauernd ist. Letzteres kann aber auch am Alter liegen.

  9. #8 Rattengift
    Sabine+Co
    Ich glaub, das ist ein Irrtum, Torsten. Dilara hab ich nach ihrer leckeren Haferflocken-mit-Gift-Mahlzeit sofort erbrechen lassen, sie hat eine Woche Konakion bekommen und das war´s. Magenempfindlich war sie vorher auch schon, da hat sich nichts dran geändert, flitzen kann sie auch wie vorher (ist jetzt etwa 4 Monate her)....
    Li Gr S

  10. #9 Rattengift
    Torsten
    Nun ja, Billy war nach einer Woche noch nicht über den Berg.
    Ich denke mal, es hängt vom Gift, dessen Menge und vom Hund ab, wie und wie schnell es überwunden wird. So doll wie zuvor ist Billy jedenfalls hernach nicht mehr geflitzt. Halbwegs die alte Kondition hatte er in der Tat erst nach ein paar Monaten wieder. Und er hat halt seitdem ab und an mal Tage/Nächte, in denen er sich von seinem Fressen schneller als normal wieder verabschiedet (in beide Richtungen - ohne dass uns bewusst wäre, dass er etwas Besonderes/Unverträgliches gefressen hätte, zumal wir Billy ja nicht auf spezielles Futter gewöhnt haben). Ist dann meist nach einem Tag wieder gut. Ob´s nun an der Giftgeschichte liegt oder nicht, kann natürlich keiner sagen. Ausschließen mochte es der TA aber auch nicht. Ich hab´s ja nur geschrieben, damit Penny und Bambi es nicht gleich wieder übertreiben.

  11. #10 Rattengift
    Gast569
    Hallo,

    da wir selbst jetzt Rattengift brauchen (wir hatten am Samstag eine tote Ratte im Gemeinschaftskeller), habe ich mich nach der Wirkung bei der örtlichen Raiffeisen erkundigt. Die gängigen Gifte fangen nach ca. 24 Stunden bis 6 Wochen an zu wirken.

    Gruß
    Madara

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