1. #1 Langhaar oder Kurzhaar dominant??
    takkl

    Langhaar oder Kurzhaar dominant??

    Hallo alle!

    Ich bin total verwirrt. Da ich mich im Moment ein wenig intensiver mit dem
    ursprünglichen, kurzhaarigen Typs des Chihuahuas auseinander setze, bin ich auch irgendwann auf das Thema Vererbung der Felllänge gestoßen.

    Innerhalb der Chi-Züchter scheint man sich nicht einig zu sein, ob kurzhaar dominant oder rezessiv ist. Wie kann man Hunde züchten und nicht wissen, welche Gene sich dominant vererben?

    Die meisten Artikel im Netz benennen Kurzhaar als dominant.

    Ich habe aber auch schon Züchter gefunden (z.B. Havaneser), die auch Langhaar als das dominante beschreiben.

    Liegt es vielleicht daran, dass das von Hunderasse zu Hunderasse verschieden ist?
    Bei allem was ich von Mendelsson weiß, kann ich mir das aber beim besten Willen nicht vorstellen.

    Weiß einer von Euch bescheid? Mit Bitte um Begründung.
    Denn alle, egal welcher Meinung, scheinen von der Richtigkeit ihres persönlichen Wissens über die Vererbungslehre schwer überzeugt zu sein.

    Verwirrung.

    Danke!
    takkl

  2.   Alt 
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  3. #2 Langhaar oder Kurzhaar dominant??
    Carmen
    Verwirrung
    Ja, denn
    Bei allem was ich von Mendelsson weiß,
    handelt es sich um einen Komponisten: Felix Mendelssohn-Bartholdy.
    Johan Mendel ist eher relevant, wenn es um Vererbung geht...;-)

    Carmen

    PS
    Für die "Verwirrung" bei den Zitaten/quote kann ich nix. ;-)

  4. #3 Langhaar oder Kurzhaar dominant??
    takkl
    Ja, wohl zu oft Mendelson-Bartholdy Park ausgestiegen in Berlin....
    Und Abi schon soooo lange her...
    Ist aber auch egal, man weiß ja was ich meine...

    Also, Carmen, du hast auch keinen Tip für mich, oder?
    Dachte nur, da ich eine Benachrichtigung hatte, dass jemand Infos
    hätte, oder zumindest Interesse am Thema, warum sollte man sich sonst die Mühe machen und posten....

    Schade.

    Anyways
    t.

  5. #4 Langhaar oder Kurzhaar dominant??
    Klaus Hailer
    Da ich kein Hundepsychologe bin, bin ich mir nicht ganz sicher, aber Dominanz kann man wohl nicht an der Länge der Haare festmachen. *<:-))

    Die maßgebliche Ursache von Dominanz liegt aber nicht daran, dass die Hunde dominanter geworden wären als früher, sondern an dem hohen Prozentsatz von Hundebesitzern, die zu schwach sind, die es zulassen, dass sie von ihren eigenen kleinen Kindern und ihren Hunden untergeordnet werden. Unsachliche Affenliebe und eine gefährliche Laissez-faire-Mentalität hat konsequente Erziehung abgelöst. Viele verbinden mit Hundeerziehung und -ausbildung immer noch den Kasernenhofton und die Härte früherer Dressur.
    Abgeschreckt durch derartig antiquierte Erziehungsmethoden wird die Erziehung nun ganz unterlassen. Das arme Tier soll seine Freiheit haben. Verbreitet herrscht regelrecht Mitleid mit Hunden, die nicht rund um die Uhr machen dürfen was sie wollen.
    Dass ein wohlerzogener Hund letztendlich mehr Freiheiten und ein erfüllteres Leben hat als der, der zweimal am Tag für eine halbe Stunde auf der Hundewiese losgelassen wird und ansonsten zuhause bleiben muss, weil er überall unangenehm auffällt, sehen die wenigsten. Aus einem Hund, der einfach nur liebevoll behandelt wird, muss nicht zwangsläufig ein "lieber Hund" werden!
    Rangordnung Dominanz
    In den letzten vierzig Jahren hat sich auch unser Lebensstil verändert. Während z.B. früher die Zimmertüren geschlossen waren um besser heizen zu können und die Hunde dadurch automatisch in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt waren, sind unsere Häuser heute zentralbeheizt und alle Türen offen, so dass die Hunde frei "lustwandeln" und sich die besten Plätze aussuchen können. Und während die Hunde früher lediglich Essensreste bekamen und so erst nach den Menschen fressen konnten, bekommen sie heute Fertigfutter und werden oft schon vor der Familienmahlzeit gefüttert, weil man seine Ruhe haben will.
    Und während früher die Hunde meist zur Arbeit gezüchtet und gehalten wurden, sind sie heute oft verwöhnte Luxusgeschöpfe, deren Tagesablauf von Langeweile geprägt wird.

    Doch ein Hund muss beansprucht werden, und zwar körperlich und geistig. Wenn er sich langweilt, sorgt er anderweitig (seinerseits) für Aufregung in seinem Leben: er wird zum "Problemhund" und seine Menschen stöhnen nur noch: "Versteh' einer diesen dominanten Hund".

    Klaus

    __________________________________________
    Ein dominanter Hund hat nur ein Problem - den Menschen.

  6. #5 Langhaar oder Kurzhaar dominant??
    takkl
    Hallo Klaus!

    Vielen Dank für Deinen langen Text.
    Aber da hast du meine Frage glaube ich falsch verstanden.
    Es ging tatsächlich nur um das Langhaar und das Kurzhaar-Genpaar und welches der beiden sich dominant oder rezessiv vererbt, sprich, welche Haarlänge die Welpen dann haben. Also Vererbungslehre.


    Danke dir trotzdem
    Gruß, Tanja

  7. #6 Langhaar oder Kurzhaar dominant??
    Klaus Hailer
    Dann müßten die Mendelschen Regeln eigentlich die richtige Antwort darauf geben können.

    Klaus

  8. #7 Langhaar oder Kurzhaar dominant??
    Carmen
    @takkl Tanja
    Infos? Nein, die bekommst du wohl nur von Züchtern, weil ...die Theorie der Mendelschen Vererbungslehre ist eins...die Erfahrung in der Züchterpraxis ein anderes.
    Und wie du selbst schreibst, gibt es da gegensätzliche Auffassungen.

    Interesse am Thema? Schon, sonst hätte ich nicht gelesen. ;-)
    Posten kostet mich keine Mühe. ;-))

    Carmen

  9. #8 Langhaar oder Kurzhaar dominant??
    Mephisto
    1. Von den Chihuahuas habe ich keine Ahnung.
    2. Ich weiß aber, wie es bei Teckeln ist.

    Bei Teckeln kennen wir drei Haararten: Rauhhaar, Kurzhaar, Langhaar

    Rauhhaar dominiert über Kurz- und Langhaar
    Kurzhaar ist rezessiv gegen Rauhhaar und dominant zu Langhaar
    Langhaar ist rezessiv gegen Rauhhaar und Kurzhaar.

    Die Dominanzreihenfolge bei Teckeln ist eindeutig. Die Erkenntnisse rühren aus früheren Zeiten, als bei den Teckeln noch Verpaarungen zwischen den Haararten zugelassen waren. Dies ist zwar seit langem im Deutschen Teckelklub nicht mehr zulässig, es kommt allerdings immer noch vor, dass aus Rauhhaarverpaarung Kurzhaarwelpen fallen und - wesentlich seltener, dass aus Kurzhaarverpaarung Langhaarwelpen fallen. Womit auch gezeigt ist, dass sich die versteckten rezessiven Gene für die Haarart (wie aber auch andere rezessive Gene) über Generationen hinweg unbemerkt weitervererben können.
    Wenn man einen Blick über den großen Teich in die USA wirft, bestätigt sich zumindest bei Teckeln die Haarvererbung, da dort unter dem Zuchtregelment des AKC auch Teckel unterschiedlicher Haarart noch verpaart werden dürfen. Die deutsche Zucht leidet im Übrigen auch darunter, da stellenweise durch Importe rezessiver Genträger die unerwünschten Haargene in die Zucht gelangen.


    Wenn es nun bei Chihuahuas nicht klar ist, ob Kurz- oder Langhaar dominant ist, kann das zwei Ursachen haben:

    1. Es gibt gar keinen Unterschied zwischen Kurz- und Langhaar wie bei Teckeln, sondern lediglich einen Unterschied in der Haarlänge, wie er innerhalb der Gruppe der Rauhhaar- oder Langhaarteckel zu beocbachten ist. Dies würde zutreffen, wenn die Haarlänge gleichmäßig zwischen kurz und lang variieren würde.

    2. Es gibt sowohl ein dominantes wie auch ein rezessives Langhaargen.
    Ich kenne dies zwar bisher nur von den Farben (dominantes Rot am A-Lokus und rezessives Rot am E-Lokus bzw. dominantes Schwarz am K-Lokus und rezessives Schwarz am A-Lokus), aber warum sollte das bei der Haarvererbung nicht möglich sein.

    Um für Chihuahuas eine definitive Auskunft zu erhalten, würde ich mich an Deiner Stelle an den Bundeszuchtwart des für diese Rasse zuständigen VDH-Vereines wenden. Alles andere ist Spekulation.

    Grüße

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