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Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. Schärfe Beitrag #1
    BärbelFTP
    Gast

    Schärfe

    Wie definiert man die?

    Klar feste Packen und dabei zergeln ist wohl das Höchstmaß davon.

    Besitzt ein Hund keine Schärfe, wenn er abwägt und lieber dran bleibt aber das dann auf Distanz?

    Nenn ich ja eher schlau, weil besser als ins offene Messer reinzurennen.

    Ich frage mich das, weil ich einen Thread woanders überflog.

    Und dachte an das Tambatier, die (fast) nie beschädigte.

    War sie nun wildscharf oder nicht?

    Ich denke schon... schließlich ist das neben Wasser ihr Element gewesen.

    Im Wasser lag sie im letzten Jahr die erste Hälfte fast permanent. Schade um die Bepflanzung, aber irgendwie macht es dennoch warm ums Herz.
    Geändert von Gast1783 (12.01.2012 um 09:09 Uhr)

  2. Schärfe Beitrag #2
    Rana Rana ist offline
    Redakteur
    Registriert seit
    14.02.2006
    Beiträge
    2.079
    Zum Begriff Schärfe gibt es genau genommen drei Unterbegriffe: Wildschärfe, Raubzeugschärfe und Mannschärfe.
    Wildschärfe bedeutet, dass der Hund einer Fährte von möglichen Beutetieren nachgeht, z. B. von Reh, Hase usw. und diese Tiere ggfs. aufspürt und tötet. Anschließend dann auch apportiert.
    Bei der Raubzeugschärfe geht es darum, dass der Hund als Beutegreifer andere Beutegreifer wie z. B. Marder, Fuchs, Dachs, Luchs, Waschbär aber auch Katze jagd, tötet und ebenfalls apportiert.
    Mannschärfe muss wohl nicht extra erklärt werden.

    Besitzt ein Hund keine Schärfe, wenn er abwägt und lieber dran bleibt aber das dann auf Distanz?
    So ist es.

    Ute

  3. Schärfe Beitrag #3
    BärbelFTP
    Gast
    Danach wäre also der Schweißhund, der den angeschossenen starken Keiler anzeigt, indem er sich hinter seinem Hundeführer stellt, nicht wildscharf...
    ...der würde dann eine solche Fährte doch komplett ignorieren.

    Ein guter Apportierer tötet ja auch nicht jedes zu apportierende Wild.

    Ein Herdenschutzhund, der sich einem fremden Menschen imposant in den Weg stellt, ist nicht mannscharf?

    So einfach ist es wohl doch nicht. Ich betrachte Schärfe als Anlage.
    Die prägt sich dann meiner Meinung nach individuell aus.

    In die entsprechenden Dinge (Wild, Raubzeug, Mann) kräftig reinzubeißen wird wohl das Höchstmaß von Schärfe sein, aber der Hund der am kräftigsten zubeißt wird nicht unbedingt der Hund mit der Veranlagung zur höchsten Schärfe sein.

  4. Schärfe Beitrag #4
    Scruffy Scruffy ist offline
    Redakteur
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    Ich denke man sollte zuerst zwischen erwuenschter und unerwuenschter Schaerfe unterscheiden. Bei Diensthunden ist sie erwuenscht. Beim Familienhund in der Regel nicht. Beim Schweisshund, Labrador und sehr vielen anderen Rassen ist sie auch nicht erwuenscht. Natuerlich ist es eine unterschiedlich stark ausgepraegte Anlage, die je nach Rasse durch Zuchtselektion gefoerdert und gefestigt wird.

    Gruss
    Gitta

  5. Schärfe Beitrag #5
    Rana Rana ist offline
    Redakteur
    Registriert seit
    14.02.2006
    Beiträge
    2.079
    So einfach ist es wohl doch nicht. Ich betrachte Schärfe als Anlage.
    Die prägt sich dann meiner Meinung nach individuell aus.
    Zunächst mal: Wenn Du doch gut bescheid weißt, warum fragst Du dann, was Schärfe ist? Meine Antwort war zunächst mal allgemein gehalten da ich nicht zur jagenden Fraktion gehöre.

    Danach wäre also der Schweißhund, der den angeschossenen starken Keiler anzeigt, indem er sich hinter seinem Hundeführer stellt, nicht wildscharf...
    Wildschärfe bzw. Schärfe überhaupt, ist, wie Du sehr richtig bemerkt hast

    Ich betrachte Schärfe als Anlage
    genetisch angelegt. Jedoch ist das von Dir beschriebene Verhalten des Schweißhundes anerzogen und konditioniert. Schweißhunde werden hauptsächlich zur Nachsuche eingesetzt und nicht zum Töten von Wild so wie jagdlich geführte Hunde je nach Veranlagung und Ausbildung für spezielle Einsatzgebiete bei der Jagd gearbeitet werden.
    Es ist doch wohl klar, dass Hunde mit angeborener Raubzeugschärfe ihre Veranlagung selbst oder besonders bei der Jagd nicht einfach ausleben dürfen genauso wie es klar ist, dass kein Hund dieser Welt seine Mannschärfe einfach ausleben darf.

    In die entsprechenden Dinge (Wild, Raubzeug, Mann) kräftig reinzubeißen wird wohl das Höchstmaß von Schärfe sein, aber der Hund der am kräftigsten zubeißt wird nicht unbedingt der Hund mit der Veranlagung zur höchsten Schärfe sein.
    Das hängt natürlich ganz von der jeweiligen Ausbildung des einzelnen Hundes ab. Ob und inwieweit sich angeborene Schärfe in welcher Form auch immer ausprägt ist wohl im Wesentlichen vom Lebensweg des Hundes abhängig.

    Da hier zumindest derzeit offensichtlich keine Jäger bzw. Profis in der Ausbildung von Jagdhunden lesen und schreiben würde ich bei so sehr speziellen Themen dazu raten, in einem Jäger- oder Jagdhundeforum nachzufragen.

    Ute
    Geändert von Rana (12.01.2012 um 15:24 Uhr)

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