Ist hart, aber richtig.
Vor Jahren hielt mich eine Großstädterin in der Eifel an. Sie stand mitten auf der Straße im Scheitel einer unübersichtlichen Kurve. Dort wird in der Regel schnell gefahren und es wimmelt bei Schönwetterlage nur von Motorradfahrern.
Ich hörte mir ihr Problem kurz an und war leicht säuerlich: den Hasen, den sie angefahren haben soll, wird sie zum einen nicht finden, zum anderen nicht retten und sollte er schwer verletzt sein wird Fuchs oder Dachs ihn schon holen. Dafür riskiere ich kein Menschenleben.
Obschon es schon eine gute Eigenschaft ist, nicht wegzuschauen und helfen zu wollen: an dieser Stelle war es verdammt gefährlich und ich war froh nicht keinen zerrissenen Menschen erblicken zu müssen.
Im Zweifel bleibt mein Lenkrad gerade und ich geh vom Gas behutsam auf die bremse. Aber es kommt halt wie immer auf die Situation an...


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