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  1. Gestern im WDR-Fernsehen Beitrag #21
    Scruffy Scruffy ist offline
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    Was in der Nutztierzucht gang und gäbe ist, sollte in der Hundezucht ähnliche Vorteile haben können.
    In der Nutztierzucht hat sich herausgestellt, dass die bessere Leistung (Eier, Fleisch, Milch) nicht stabil ist. Die F1 Hybriden entsprechen dem Zuchtziel, vererben diese Eigenschaften aber nicht. Der Heterosis-Effekte gehen schnell verloren wenn man mit dieser F1 Generation weiterzuechtet. Sie liefern die gewuenschten Produkte wie Milch und Eier. Der Nachwuchs muss von Generation zu Generation aus den Ausgangslinien erzeugt werden.

    Ich denke es wird ein bischen unuebersichtlich wenn Outcrossing mit Hybridzucht in einen Topf geworfen werden. Wenn es gelingt die Hybriden durch Kreuzung untereinder zu stabilisieren hat man eine neue Rasse. Der Werdegang aller heutiger Rassen und nicht auf Eurasier beschraenkt. Hundezucht hat hier das gleiche Problem wie die Nutztierzucht. Wird mit den gekreuzten Tieren weitergezuechtet, geht ihr Heterosis-Effekt ueber mehrere Generationen allmaehlich verloren.

    Im Ausgangsthema Toller geht es indes um Outcrossing (Auskreuzung). Also die Ausnahme der gezielten Einkreuzung von fremden Rassen zur Verbesserung der Eigenschaften einer bestehenden Rasse.

    Gruss
    Gitta

  2. Gestern im WDR-Fernsehen Beitrag #22
    Paul Paul ist offline
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    Hi Gitta,

    Zitat Zitat von Scruffy Beitrag anzeigen
    Die F1 Hybriden entsprechen dem Zuchtziel, vererben diese Eigenschaften aber nicht.... Der Nachwuchs muss von Generation zu Generation aus den Ausgangslinien erzeugt werden.
    Es ist alles richtig, was du schreibst. Aber genau das war Trumlers Vorschlag, Blends als Familienhunde.

    Paul

  3. Gestern im WDR-Fernsehen Beitrag #23
    Mola Mola ist offline
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    einzelne Auskreuzungen (...) nichts anderes machen die Eurasier-Leute;
    Ute, Eurasi-Leute mach(t)en sehr wohl _auch_ anderes:

    In der Eurasi-Zucht gabs im Lauf der Zeit nebst einzelnen Auskreuzungen vor allem etliche neue Ursprungsverpaarungen (hier: Wolfsspitz x Chow). Und das Ergebnis solcher Ursprungsverpaarungen nennt sich eben Hybride, welche ganz gezielt in die bereits etablierte Zuchtpopulation einfließen...

    Ergo wurden innerhalb einer anerkannte "Rasse" bereits wiederholt Hybride gezüchtet. "Hochoffiziell", unter dem Dach des VDH, freilich "erst" seit den 70er Jahren. Hiermit zugegeben: Macht an die 40, aber nicht wie zuvor keck behauptete 50 Jahre!

    Nun steht man mit neuen Ursprungsverpaarungen freilich vor dem gleichen Problem wie mit einzelnen Auskreuzungen: Wo und wie (noch) die passenden, gesundheitlich einwandfreien Partner finden?

    @Paul, erinnerst Du Dich, was noch zu Trumlers Lebzeiten aus weniger gelungenen bzw. überzähligen "Blends" wurde? Heutzutage isses verboten, gesunde Welpen zu töten, gell! In diesem Sinn finde ich Gittas Frage

    Was wird mit dem Wurf Mischlingswelpen?
    _sehr_ berechtigt!

    Gruß
    Mola

  4. Gestern im WDR-Fernsehen Beitrag #24
    Rana Rana ist offline
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    Ergo wurden innerhalb einer anerkannte "Rasse" bereits wiederholt Hybride gezüchtet
    Mola,
    ich sehe das vermutlich aus einem anderen Blickwinkel als Du. Einzelne Mischlingswürfe, die dem Ziel dienen sollen, die eigentliche Rasse zu verbessern, sind für mich einfach keine Mischlingszucht, da ich unter der Bezeichnung Zucht nicht den einzelnen Wurf sehe, sondern das Ziel und das bleibt eben innerhalb der bestehenden Rasse.

    Sieht man es wie Du findet man natürlich Hybrid-Zucht unter dem Dach des VdH/der FCI.

    Labradoodle, Aussiedoodle (noch schlimmer) und ähnliche "Designer-Dogs" gezielt zu produzieren ist aus meiner Sicht geplante Hybridzucht, da sie den jeweiligen Mischling längerfristig zum Zuchtziel hat.

    In diesem Sinn finde ich Gittas Frage


    Was wird mit dem Wurf Mischlingswelpen?

    _sehr_ berechtigt!
    Ja, ich finde diese Frage auch berechtigt, mache mir aber nicht besonders viele Gedanken darum, da es immer Interessenten gibt, die auf solche Exoten besonders gierig sind.

    was noch zu Trumlers Lebzeiten aus weniger gelungenen bzw. überzähligen "Blends" wurde? Heutzutage isses verboten, gesunde Welpen zu töten, gell!
    Auch noch nach Trumler wurde - im internen Kreis - über dieses Thema beratschlagt. Als ich das erste Mal dem inzwischen verstorbenen Walt Weisse, damals Vorsitzender des Clubs für Molosser, längere Zeit zuhörte, taten sich für mich Abgründe auf, was in der Hundezucht so alles gemacht wurde. Um die Jahrtausendwende rum, dieser, der letzten!

    Ute

  5. Gestern im WDR-Fernsehen Beitrag #25
    Mola Mola ist offline
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    ich sehe das vermutlich aus einem anderen Blickwinkel als Du.
    Kein Problem, Ute - Hauptsache glücklich und gesund!

    Richtig, die Toller-Leute rühren ja kräftigst die Medientrommel, da werden die Welpeninteressenten schon antanzen! Ausreichende Sicherheit für ein gutes, gesundes Hundeleben ist das in meinen Augen freilich noch lange nicht, womit die Frage

    Was wird mit dem Wurf Mischlingswelpen?
    auf Grundlage der hier zur Verfügung stehenden Infos leider weiterhin etwas zu offen bleibt...

    Und wenn wir schon beim Thema sind - ergänzend die Meinung von Dr. Wachtel, in folgender Fassung auch schon an die 10 Jährchen alt:

    http://www.hundezeitung.de/content/7397-Biohund

    Gruß
    Mola
    Geändert von Mola (12.10.2011 um 13:22 Uhr) Grund: ergänzt

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