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  1. höhere Lernleistungen? Beitrag #21
    Mola Mola ist offline
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    austricksen
    Bin mir nicht sicher, ob ich das immer allein _austricksen_ nennen wollte, Rita! Hinzu kommt nämlich, daß ich mit einem älteren Hund nachsichtiger werde als etwa noch in mittleren Jahren. Diese zunehmende Nachsicht bezieht der Hund _in gegenseitigem Einverständnis_ zu seinen Gunsten ein... Und wenns denn so ist, sehe ich darin keinen Trick, sondern in erster Linie gegenseitige Anpassung!

    Gruß
    Mola

  2. höhere Lernleistungen? Beitrag #22
    Jago Jago ist offline
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    Nun, ich sehe die Fähigkeit, Verhalten variabel einzusetzen durchaus als intelligent....das können ja nicht einmal Menschen immer.
    Aber die Erfahrung der gegenseitigen Anpassung und immer klareren Lesbarkeit kenne ich auch - und das Gefühl des gegenseitigen Vertrauens - interartlich - bedeutet mir viel... ganz ohne alles Vermenschlichen.
    Ilona

  3. höhere Lernleistungen? Beitrag #23
    Rana Rana ist offline
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    Für mich war Trumler der Einstieg. Ich fand seine Bücher unheimlich spannend, aber der Nutzen in der Praxis war dort, wo es klemmte, sehr begrenzt. Das lag sicher an mir.
    Paul,
    Ich glaube nicht, dass es nur an Dir lag, dass Du aus Trumlers Büchern für Dich nicht genügend Nutzen ziehen konntest. Ich habe Trumler persönlich gekannt, fand seine Bücher auch spannend; die Ernüchterung kam, als ich zum ersten Mal live gesehen habe, wie seine Hundehaltung und seine Art, mit den Hunden umzugehen (oder auch nicht) tatsächlich war. Das war eine völlig andere Welt mit total anderen Bedingungen als die bei Otto-Normal-Hundehalter. Trumlers Studien habe ich dann mit ganz anderen Augen gesehen und es wurde mir klar, das ich nur einen Teil seiner niedergeschriebenen Beobachtungen für meinen Hundealltag gebrauchen konnte.

    Drum mit Verlaub: Ich finde Euer Schweigen im Walde - pardon, auf dieser Hundewiese gerade eben etwas schade...
    Mola,
    ich denke, die meisten User hier lesen lieber schweigend mit, wenn es allzu theoretisch in den Beiträgen zugeht. Mir geht es auch so; zwar finde ich es für Menschen, die professionell mit Hunden arbeiten bzw. Hundehaltern Wissen vermitteln möchten, unumgänglich, sich z. B. mit Lerntheorien zu beschäftigen, aber es ist doch hauptsächlich der alltägliche Umgang mit Hunden bei "Nur"-Hundehaltern, der sie zum Nachdenken und Lernen zwingt und das geschieht dann doch eigentlich durch learning-by-doing.

    Das unser Hunde keine Automaten sind sondern in ihrem Verhalten so vielfältig wie wir Menschen auch ist für mich der Grund, warum ich mit meinen Vierbeinern recht locker umgehe, sie nicht zu meinen Marionetten mache und - soweit es machbar ist - auch mal fünf gerade sein lasse.

    Ute
    Geändert von Rana (15.06.2011 um 15:45 Uhr)

  4. höhere Lernleistungen? Beitrag #24
    Gast2611
    Gast
    Zitat Zitat von Mola Beitrag anzeigen
    Soviel ich lese, war der hiesige Gründungsredakteur Ethologe - und provozierte im Hundes Willen durchaus gerne!
    @Mola (zu Deinem Beitrag vom gestrigen Abend), allerdings hinsichtlich des Themas auch OT:

    Wenn man Zitate aus dem Zusammenhang reißt und damit versucht eine persönliche Schlussfolgerung zu untermauern, kann das auch manchmal schief gehen. -)))

  5. höhere Lernleistungen? Beitrag #25
    Mola Mola ist offline
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    Hallo Ute,

    learning-by-doing.
    ...kommt freilich inkl. trial and error, Versuch und Irrtum daher! Da kanns doch nicht schaden sich vorher den einen und anderen Gedanken zu machen! Je weniger Irrtümer am Hund, umso weniger Probleme für alle zusammen!

    Gruß
    Mola

  6. höhere Lernleistungen? Beitrag #26
    Caroline Caroline ist offline
    Erfahrener Benutzer Avatar von Caroline
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    Das Zusammenleben mit Hunden ist nicht statisch, es aendert sich dauernd, genauso, wie sich der Rest meines Lebens/meine Lebensumstaende veraendern.
    So ist es mir jetzt eher moeglich, die Fuenf mal gerade sein zu lassen, als frueher.
    Ausserdem, wenn man gewillt ist, kann man von seinen Hunden, vom Zusammenleben mit Hunden und dem Austausch mit anderen sehr viel lernen.
    Ich muss sagen, die Hundewiese/Hundezeitung und einige Mitglieder haben mich da ganz am Anfang angerempelt und mich auch angespornt, Hunde besser zu beobachten, besser zu verstehen und fuer ihr Verhalten mehr Verstaendnis aufzubringen.

    Gruesse,
    Caroline

  7. höhere Lernleistungen? Beitrag #27
    Gast2611
    Gast
    In welchem tatsächlichen Zusammenhang sollen

    Zitat Zitat von Fanny Beitrag anzeigen
    ....ganze Reihe Lernergebnisse aufzählen, die im Laufe der Zeit nur durch Beobachten und rasches Reagieren spielerisch erlernt werden...
    und
    Zitat Zitat von Paul Beitrag anzeigen
    Das ist aber im Grunde Pawlow - klassische Konditionierung.
    eigentlich stehen?

    Aber m.E. ist es auch egal. Es geht um Lernleistung des Hundes. Und so wie Rita kenne ich das auch. So etwas dem Hund beizubringen, ganz nebenbei.... dauert hier nicht wesentlich viel länger als die Verknüpfung des Wortes „Wienerle“ mit einem Wiener Würstchen. Schnell, einfach klar, Hund kennt Wort und tut es, ohne Gedöhns. Allerdings gehe ich davon aus, dass man das Signal genau dann einsetzt, wenn z.B. Schütteln eh angesagt ist. Z.B. Hund ist total durchnässt und wird sich, sobald kein Wasser mehr von oben kommt, schütteln. So denke ich, ich finde es sinnvoller, einen Hund noch draußen anzuregen sich sozusagen trocken zu schütteln. Ich persönlich, ganz pragmatisch, finde das zumindest besser wie drinnen.

    Zitat Zitat von Paul Beitrag anzeigen
    Der Hund erreicht seine Interessen, indem er den Menschen ausspielt. Und dabei scheint er richtig aufzublühen.
    Und genau das denke ich gerade nicht.

    Wieder ein Beispiel, Jagen, da kann ich zumindest am besten die hiesige Bannbreite beschreiben: Das was die eine nicht wusste, wurde von der anderen schier schnell aus dem „tiefen“ Gedächtnis „befreit“. D. h. die hiesigen gehen auf Spur, Geräusch, Sicht, egal, .... es ist ihr (gemeinsames) Ding. Das ist übrigens hier nicht unbedingt das einzige, bei denen ich ihnen offensichtlich zwischendurch eher lästiger bin oder sein kann. Aber um beim jetzigen Beispiel Jagen zu bleiben:

    Angeboten wurde von den hiesigen Hunden (wieder bewusst ungeachtet jeglicher Körpersprache!): Nimm mich an die Leine, hetzen, aber in anderer Richtung wie das Wild, Vorstehen, Gras im Vorbeigehen abreißen, einen Stock aufnehmen und apportieren, im Kreis schnüffeln, unterdessen nur ein angedeuteter Zickzackkurs, sitzen und gucken (mit und ohne Lautgebung). Auch darin steckt viel verstecktes Lernen durch nur beiderseitigem Abschauen.

    Untätig bin ich dabei allerdings auch nicht gerade gewesen und wird sicherlich auch damit zusammenhängen, dass wir 3 gemeinsam dann einen doch relativ einfachen Weg gefunden haben, mit dem wir gemeinsam klar kommen. Sicher, konsequente Korrekturen können notwendig oder müssen sein und das kann durchaus gleichermaßen auch mich betreffen.

    Sicherlich können Hunde den Menschen ausspielen, werden es auch sicherlich tun, keine Frage m.E.. Es sei denn......., aber das wäre vielleicht auch ein neues Thema wert -)))

  8. höhere Lernleistungen? Beitrag #28
    Rana Rana ist offline
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    Der Hund erreicht seine Interessen, indem er den Menschen ausspielt. Und dabei scheint er richtig aufzublühen.
    Und genau das denke ich gerade nicht.

    Sicherlich können Hunde den Menschen ausspielen, werden es auch sicherlich tun, keine Frage m.E..
    Birgit,
    was denkst Du denn nun, ja oder nein?

    Ute

  9. höhere Lernleistungen? Beitrag #29
    Caroline Caroline ist offline
    Erfahrener Benutzer Avatar von Caroline
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    Mein Jetziger spielt mich aus oder versucht es zumindest so: Er hat sein Spielzeug und wackelt damit durch das Wohnzimmer und kommt dann ganz zufaellig genau neben den verbotenen, aber heiss begehrten Pantoffeln zum Liegen. Und schwupp die wupp hat er doch ganz zufaellig den Pantoffel im Maul, ein Zwinkern im Auge und grinst.

    Gruesse,
    Caroline

  10. höhere Lernleistungen? Beitrag #30
    Scruffy Scruffy ist offline
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    Wenn Hunde antrainierte Verhaltensweisen selbstaendig als Bausteine fuer neue Verhaltensweisen nutzen, dann ist das fuer mich ein deutlicher Hinweis darauf, dass sie keine Automaten sind.

    Hab ich Pech, dann laeuft das zu meinem Nachteil. Wo Problemloesung im Zentrum steht (Blindenfuehrhunde, Behindertenbegleithunde) waeren wir mit Automaten aufgeschmissen. Es ist unmoeglich jede eventuell vorkommende Situation zu trainieren. Weniger ausgepraegt tut das der Familienhund auch, was uns das Zusammenleben deutlich erleichtert. Oder frustriert. Aber wie sagte Mola: man muss sich halt ueberlegen, was man dem Hund beibringt.

    Die Sendung Nachtcafe: die Dame mit dem Affen beschrieb das als sie von ihrem Schwein erzaehlte. Das hat den erlernten Stuhltrick fuer eigene Zwecke umfunktioniert.

    Gruss
    Gitta

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