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  1. höhere Lernleistungen? Beitrag #1
    Paul Paul ist offline
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    höhere Lernleistungen?

    Hallo zusammen,

    Gitta hat einen wichtigen Punkt in die Diskussion bei Leckerchen gebracht.

    Es geht darum, dass die Verhaltensbiologie eben nicht nur ein anderes Wort fuer Behaviorismus ist. Stichworte waeren da: klassische Ethologie, Lorenz, Tinbergen und dann weiter bis heute. Soziales Lernen, hoehere Lernleistungen lassen sich da bestens eroertern.
    Nun helfen mir da Lorenz und Tinbergen bei Hunden nicht weiter. Ersterer hat zwar ein wunderschönes Buch geschrieben "So kam der Mensch auf den Hund". Leider enthält es unhaltbare Aussagen. Sein eigener Schüler Zimen hat ihn widerlegt.
    Tinbergen hat an Vögeln geforscht. Damit kann man auch wenig anfangen.
    Für mich war Trumler der Einstieg. Ich fand seine Bücher unheimlich spannend, aber der Nutzen in der Praxis war dort, wo es klemmte, sehr begrenzt. Das lag sicher an mir.

    So, nun zur Frage.
    Welche höheren Lernleistungen kann man gezielt nutzen, um Hunde mit ihrer heutigen Umwelt in Einklang zu bringen? (Ich vermeide die Wort erziehen oder ausbilden.)

    Dass es höhere Lernleistungen gibt, ist gesichert.
    Mola schrieb in #58 bei "Leckerchen":
    Bitte freilich nicht zu vergessen, dass Hunde in erster Linie durch Nachahmung und Gewöhnung lernen-
    Nun ist Gewöhnung keine höhere Lernleistung, Nachahmung dagegen schon.
    Lernen durch Beobachtung geht noch einen Schritt weiter.
    Und die Krönung ist natürlich Lernen durch Einsicht.

    Was habt ihr noch von den Ethologen gelernt?
    Hilft das "nur" unserem Verständnis der Hundewelt oder können wir es auch bewusst zum gegenseitigen Vorteil nutzen?
    Es geht ja nicht um Hunde- oder Wolfsrudel sondern um die zwischenartliche Beziehungswelt von Mensch und Hund. Die wurde bis vor wenigen Jahren in der Forschung kaum wahr genommen.

    Wie nutzt in dieser Welt der Hund seine Fähigkeiten?

    Ich fände eine Bestandsaufnahme sehr spannend.
    Was meint ihr?


    viele Grüße von
    Paul

  2. höhere Lernleistungen? Beitrag #2
    Kurt Horner Kurt Horner ist offline
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    Paul,
    stell dich erst einmal vor.
    Hast du überhaupt einen Hund und was muss oder soll denn der Arme lernen?
    Du zitierst Namen und hast z.B.das Buch vom Lorenz überhaupt nicht verstanden.
    Man kannst allein aus der Schilderung vom Mückenlarven sammeln und liegen auf der Sandbank in der Donau lernen,wie das Zusammenleben Hund-Mensch sein soll.
    Allein durch die Schilderung vom gemeinsamen Schwimmen im Strom sollte sich dir das wahre Gemeinsame öffnen.
    Das er die Goldschakale als Ur-nicht Oberhund-betrachtet hat,erzeugt in seinem humanistischen Hundeverständniss keinen Abbruch.
    Ist völlig unwichtig.
    Herzlichen Gruß,
    Kurt

  3. höhere Lernleistungen? Beitrag #3
    Paul Paul ist offline
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    Hi Kurt,

    schönes Posting, aber Thema verfehlt.

    Zitat Zitat von Kurt Horner Beitrag anzeigen
    Paul,
    stell dich erst einmal vor.
    Hast du überhaupt einen Hund und was muss oder soll denn der Arme lernen?
    Liest du einfach unter [URL="http://www.hundezeitung.de/threads/13530-Paul-stellt-sich-vor"]

    viele Grüße von Paul

  4. höhere Lernleistungen? Beitrag #4
    Mola Mola ist offline
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    Hallo Paul,

    sog. „höhere Lernleistungen“ – womöglich fein sortiert zur schnellstmöglichen Inhalation? PÜHH fettes Pfingstmenü wie…

    ….kognitives Lernen: Beim Hund nicht allein augenscheinlich zu beobachten sondern wissenschaftlich belegt - aktuell etwa unter Verweis auf Miklosi und sein Team. Na, und dass es zum Denken eigentlich kein Ich braucht, kennen andere Weltbilder als das kartesianische seit tausenden von Jahren…

    Lesend bei Adam und Eva dieser Hundewiese anfangen darf jeder noch so neue Nutzer - gratis und ohne großen Aufwand: Bedienung der Suchfunktion „Lerntheorie“ spuckt aus, was frühere Mitglieder vor 10 Jahren rund ums Pfingstthema zu plaudern hatten. Ferner sind die Inhalte der Hundezeitung, welche Du laut eigenen Angaben von Anbeginn kennst auch noch im Netz, also weiter…

    …zum vermeintlich ach-so-widerlegten Lorenz: Wer, wenn nicht Lorenz, trommelte als erster über die stammesgeschichtlich begründeten gemeinsamen Interessenslagen und Emotionen von Hund und Mensch? Wer, wenn nicht Lorenz wies - bloß zum vielleicht weniger allbekannten Beispiel - Korrelationen zwischen Neugierverhalten und Lernleistungen nach? (Die ursprünglich beteiligten Ratten werden daran nix ändern - heißt nämlich in neudeutscher Praxis u. a.: Kann man Hunde coachen? Na, klar – und wie! Ja, wie? Muss man erst an sich selber arbeiten!) Falls ferner überhaupt nötig: Nein, kein Mensch hätte mich stärker mit seiner Begeisterung für Trumlers Entdeckungen anstecken können als Lorenz! Kurzum, noch bevor ich lesen lernte oder nur den Namen kannte war Lorenz mein fester Verbündeter in Sachen:

    Leben ist Lernen und Kinder und Hunde gehören zusammen!

    *HALELUJA* Das Feuer neugieriger Mädchen mündete bei mir wohin? Es mündete in einer laufend an Kinder und Hunde anzupassenden Lebensgestaltung. Workin’ Mom an’ Gran up in die Vollen inklusive gemeinsamer Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel… Was taten/tun die Hunde? Sie ordn(et)en sich ohne gröbere Probleme ins Gefü(t)ge ein.

    Heutige wissenschaftliche Erkenntnisse? Bezogen auf die zentrale Bedeutung der sozialen Beziehung Hund-Mensch postulierte Univ. Prof. Kotrschal, Leiter der Forschungsstelle Grünau und eines weltweit führenden Wolf-Science-Centers, „Wissenschafter des Jahres 2010“ usw.… Kotrschal postulierte letzthin bei einem internationalen Symposium – ich zitiere aus einem öffentlich zugänglichen Bericht, er wirds verzeihen:

    „Hunde ohne Menschenbezug sind nicht definiert. Hunde sind in ihrer Evolutions-und Domestikationsgeschichte so an das Zusammenleben mit Menschen angepasst, dass es nicht sinnvoll ist Hunde ohne Bezug zu ihren Menschen zu untersuchen“

    Tja, deshalb lese ich wahrscheinlich so gerne Geschichten und Anekdoten über Menschen und ihre Hunde! Welche hast Du? Sie ließen mich vielleicht etwas genauer ahnen, welche Fähigkeiten Dein Hund nutzen darf.

    Gruß
    Mola
    Geändert von Mola (11.06.2011 um 21:59 Uhr) Grund: gekürzt

  5. höhere Lernleistungen? Beitrag #5
    Mola Mola ist offline
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    Hallo, Kurt, kennst Du die Geschichte wie der kleine Konrad und der Popper Karli in der Au Indianer gespielt haben - und was viel später daraus wurde? Möcht am Ende auch dem Paul gefallen!

    Gruß
    Mola

  6. höhere Lernleistungen? Beitrag #6
    Paul Paul ist offline
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    Hi Mola,

    Zitat Zitat von Mola Beitrag anzeigen
    sog. „höhere Lernleistungen“ – womöglich fein sortiert zur schnellstmöglichen Inhalation? PÜHH fettes Pfingstmenü wie…
    Wir haben doch Zeit?

    ….kognitives Lernen: Beim Hund nicht allein augenscheinlich zu beobachten sondern wissenschaftlich belegt - aktuell etwa unter Verweis auf Miklosi und sein Team.
    Das ist ein ganz spannendes Thema. Bisher gab es ja meist nur anekdotische Berichte. Und ich sehe als ein Manko an, dass es noch keine Methodik gibt, diese Berichte standardisiert zu sammeln und auszuwerten. Weil diese Anekdoten zeigen,wann der Hund kognitiv besonders aktiv ist. Im Labor werden natürlich die einzelnen Bausteine untersucht. Und da ist es schon erstaunlich genug, was Hunde können. Wenn Hunde Worte nach dem Ausschlussprinzip zuordnen können (BC Rico, in Leipzig untersucht), dann darf und sollte(?) man Sprache durchaus im Umgang mit ihnen benutzen. Also nix speechless Hundetraining?
    Mich interessiert dabei besonders, wie Hunde auf den emotionalen Inhalt von Sprache reagieren. Natürlich hat hier wohl jeder eine Menge persönlicher Erfahrungen.

    Bedienung der Suchfunktion „Lerntheorie“ spuckt aus, was frühere Mitglieder vor 10 Jahren rund ums Pfingstthema zu plaudern hatten. Ferner sind die Inhalte der Hundezeitung, welche Du laut eigenen Angaben von Anbeginn kennst auch noch im Netz, also weiter…
    Naja, ich hoffe, die jetzigen Mitglieder haben das auch alles gelesen.

    …zum vermeintlich ach-so-widerlegten Lorenz:.
    Mola, was soll denn das heißen, Lorenz widerlegt?
    Man kann eine Aussage von ihm, eine These, eine Hypothese widerlegen aber doch nicht den Wissenschaftler als solchen! Und ich habe erwähnt, dass Aussagen (Evolution, Kommentkampf) in diesem Buch widerlegt wurden. Was ist daran so schlimm? Das hat doch Lorenz selber mit einem Lächeln quittiert!

    Wer, wenn nicht Lorenz, trommelte als erster über die stammesgeschichtlich begründeten gemeinsamen Interessenslagen und Emotionen von Hund und Mensch?
    Ja, Lorenz hat eine Menge angeschoben.

    Wer, wenn nicht Lorenz wies - bloß zum vielleicht weniger allbekannten Beispiel - Korrelationen zwischen Neugierverhalten und Lernleistungen nach?
    Das würde ich als einen der Punkte in die Liste aufnehmen. Es ist, wie ich es sehe, ein besonders wichtiger Aspekt, der im Bereich Zusammenleben mit einem Hund oft sträflich missachtet wird. Neugierverhalten wird schon beim Welpen unterbunden, der ja schön brav an der Leine gehen lernen soll. Im Bereich Kind und Lernen wird ja Spitzer nicht müde, darauf hin zu weisen..

    Nein, kein Mensch hätte mich stärker mit seiner Begeisterung für Trumlers Entdeckungen anstecken können als Lorenz! Und um der Wahrheit Ehre zu gereichen: Trumler war Student bei Lorenz gewesen, gell! Kurzum, noch bevor ich lesen lernte oder nur den Namen kannte war Lorenz mein fester Verbündeter in Sachen:

    Leben ist Lernen und Kinder und Hunde gehören zusammen!
    Mola,

    welcher Wahrheit gerät es zur Ehre, dass Trumler Student von Lorenz war? Das weiß jeder, der ein Buch von Trumler gelesen hat. Auch wenn du wahrscheinlich persönliche schöne und intensive Erinnerungen an Lorenz hast, musst du nicht verteidigen, wo das nicht nötig ist.

    Prof. Kotrschal, … Leiter der Forschungsstelle Grünau ...

    „Hunde ohne Menschenbezug sind nicht definiert. Hunde sind in ihrer evolutions-und Domestikationsgeschichte so an das Zusammenleben mit Menschen angepasst, dass es nicht sinnvoll ist Hunde ohne Bezug zu ihren Menschen zu untersuchen“
    Ja, ja ja!
    Ich habe vor Jahren als Fachlaie einmal öffentlich bemerkt, wenn man Hunde besser verstehen will, solle man doch Hunde in ihrer natürlicher Umwelt, der Gemeinschaft mit dem Menschen, untersuchen und nicht immer nur Wölfe. Da ist ein populärer deutscher Wolfsforscher sehr böse auf mich geworden.

    Tja, deshalb lese ich wahrscheinlich so gerne Geschichten und Anekdoten über Menschen und ihre Hunde! Welche hast Du?
    Eine Menge. Wenn es passt, werde ich sicher die eine oder andere erzählen.

    Viele Grüße von
    Paul

  7. höhere Lernleistungen? Beitrag #7
    Paul Paul ist offline
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    Hi Mola,

    Zitat Zitat von Mola Beitrag anzeigen
    Hallo, Kurt, kennst Du die Geschichte wie der kleine Konrad und der Popper Karli in der Au Indianer gespielt haben - und was viel später daraus wurde?
    Wenn du mir jetzt sagen würdest, wer am häufigsten am Marterpfahl schmoren musste, dann würde das vielleicht ein ganz neues Licht auf die Wissenschaftsgeschichte werfen.

    Möcht am Ende auch dem Paul gefallen!
    Aber sicher.

    u.a. kam die "Evolutionäre Erkenntnistheorie" dabei heraus. Die hat mich beim ersten Zusammentreffen sofort gefesselt.

    viele Grüße von
    Paul

  8. höhere Lernleistungen? Beitrag #8
    Mola Mola ist offline
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    Klar, Popper schmorte - herziger Kerl, der!

    "Mich interessiert dabei besonders, wie Hunde auf den emotionalen Inhalt von Sprache reagieren."

    Sie achten m. E. besonders auf Sicherheit, Tonhöhe - und natürlich (Sprach-)Melodie! Spannend wirds bei menschlichen Obertongesängen - mögen viele Hund erstmal gar nicht gerne... Darüber hinaus bestimmt auch Erfahrungs - u. Nervensache des Hundes! Obgleich: Mit einem tiefen energischen "UST" wirst vermutlich fast jeden Straßenhund auf der Welt los - es sei denn, er leidet an Tollwut!

    Gruss
    Mola

    P.S.: War ja eh gerade am Rauslöschen von Trumlers Studentschaft aus meinem Posting während Du schriebst, Herr Professor! Dabei, ein paar Worte mehr oder weniger - was solls!? Wir sitzen ja hier nicht vor einem akademischen Gericht!
    Geändert von Mola (11.06.2011 um 23:05 Uhr)

  9. höhere Lernleistungen? Beitrag #9
    Paul Paul ist offline
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    Hallo Mola,

    Zitat Zitat von Mola Beitrag anzeigen

    Paul
    Mich interessiert dabei besonders, wie Hunde auf den emotionalen Inhalt von Sprache reagieren.
    Sie achten m. E. besonders auf Sicherheit, Tonhöhe - und natürlich (Sprach-)Melodie!
    Meinst du mit Sicherheit jetzt Bestimmtheit oder Selbstsicherheit (Situation beherrschend)?
    Bei der Tonhöhe scheinen die hohen Töne, wie sie Frauen leicht hervorbringen den Hunden vertrauenerweckender zu sein. Auch wenn sich einige HS über das Hochgepiepse aufregen. Manchmal wollte ich es können.

    Spannend wirds bei menschlichen Obertongesängen - mögen viele Hund erstmal gar nicht gerne...
    Die kenne ich leider nur aus Sendungen wie "Musik dieser Welt".

    Mit einem tiefen energischen "UST" wirst vermutlich fast jeden Straßenhund auf der Welt los - es sei denn, er leidet an Tollwut!
    Glaub ich dir sofort. Ich habe oft ein leises Brummen getestet, das zumindest bettelnde Hunde zum geordneten Rückzug veranlasst. Bei aggressiven bin ich mir da nicht so sicher. Da fehlt dann vielleicht die Sicherheit in der Stimme. Da kann man nicht lügen.

    Wie schätzt du es denn ein, für eine Kontaktaufnahme -> du bist gemeint, immer erst den Hundenamen zu sagen? Für mich ist das ein Analogschluss. Wir reagieren auf eine Aussage im Raum ja auch oft nicht. "Ach, ich war gemeint?" ist dann unsere Reaktion.

    viele Grüße von
    Paul

  10. höhere Lernleistungen? Beitrag #10
    Mola Mola ist offline
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    Hallo Paul,

    unter einer sicheren Stimme versteht sich ein klarer, musikalisch sauberer Ton. Er vermittelt herrschschaftlich betrachtet Beherrschung des eigenen Ausdrucksmittels. Und die Beherrschung eigener Ausrücksmittel gehört wohl zu den Bausteinen sog. "natürlicher Autorität"...

    Name - Analogschluss: Sehe ich so wie Du - und darin bin ich wirklich konsequent!

    „Wir haben doch Zeit?“

    Wenn Du mich fragst, Paul – kommt drauf an! So etwa bei der Frage, wie wir bei uns zu Hause ans Thema Leine und Neugierverhalten herangehen.

    Wir unterscheiden – eben auch an der Leine: Gehen wir mit dem Hund oder geht der Hund mit uns? Gehen wir mit dem Hund, nehmen wir uns Zeit seiner Neugierde so weit wie möglich freien Lauf zu lassen. Geht der Hund mit uns, ist für seine Neugierde ganz wenig bis gar keine Zeit.

    Für den lernenden Hund ergibt sich diese unsere Unterscheidung insbes. durch Einsatz unterschiedlicher Leinen(längen) u./od. Halsbänder. (Geschirre verwende ich pers. nur, wenn bzw. weil Hund auch mal ziehen soll/darf.) Für eine situationsbedingt notwendige Unterbrechung hundscher Explorationen lernt Hund die Anweisung „Mit mir!“ kennen – wie gerade anfangs immer unterstrichen mit einem deutlichen Hundzeichen! (Im Übrigen lernen unsere Hunde auch Anweisungen wie „Geh mit A!“, „Geh mit B!“, „Geh mit C!“ usw. – aufgebaut mit fröhlichen Versteckspielen..)

    Stimmt! Die Frage, wer geht denn nun gerade wirklich mit wem, kann in einen Seiltanz ausarten. Das letztlich von allen erwünschte Miteinander funktioniert bei ausreichend klarer, konsequenter Übermittlung sowie ein ganz klein wenig Geduld freilich wunderbar – und oft schneller als man denkt!

    Stimmt auch, dass wir unseren Hunden gewöhnlich keine „professionellen Leistungen“ abverlangen. Im schlimmsten Fall breche ich mir eben wegen hundscher Verweigerung eines Richtungszeichens das Genick…. Mein Pech, nicht wahr? Also warum erzähle ich das?

    Nun, wir wissen doch – kurz uns platt gesagt: Je mehr Möglichkeiten der Hund bekommt sein Neugierverhalten auszuleben, umso lernbereiter, „klüger“, anpassungsfähiger und (selbst-)sicher wird er sein und werden.

    Nehmen wir mal der Einfachheit halber an, in der Stimme des Hundehalters schwingen starke Emotion wie Trauer oder Wut mit – wie wird Hund darauf reagieren? Da meine ich zu beobachten, ein gesunder sicherer Hund wird in erster Linie beschwichtigen (wollen) - . ohne Zeichen von Aggression, ohne Zeichen sonderlicher Unterwerfung…

    Nehmen wir weiter an, wir sprechen von einem Rettungshund dessen Rettungshundeführer bei einem extrem fordernden Einsatz von Wut und Trauer übermannt wird. Menschlich verständlich, nichtsdestoweniger verbunden mit einer Dämpfung der Sinnesleistungen, Einengung der Handlungsspielräume… Ja, dieser Zustand kann für alle gefährlich werden! Allerspätestens dann ist es keine bloße wissenschaftliche Frage mehr, wie der Hund auf die Emotionen seines Halters reagiert! Und reagiert der Hund mit adäquater Beschwichtigung, ist er 1. selbst keine Gefahr für seine Umwelt und eröffnet 2. seinem Halter Sinne und Handlungsfähigkeit.

    Gruß
    Mola
    Geändert von Mola (12.06.2011 um 14:35 Uhr)

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