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  1. Leckerchen Beitrag #1
    Gast3333
    Gast

    Leckerchen

    Hm wieso sind heutzutage fast die meisten Hundehalter, so darauf versessen Ihren Hund nur durch Nahrungsabhängigkeit zu konditionieren??? An jeder Ecke lese ich nur noch Leckerchen hier leckerchen da, Funxt hervorragend.

    Toll. Keiner scheint mehr in der Lage seinem Hund die Sachen zu vermitteln, die bei einem gemeinsamen Miteinander einfach wichtig sind, ohne Leckerchen einzusetzen.

    Das ist für mich doch glatt eine Frage der Faulheit und Bequemlichkeit.

    Das frage ich jetzt ganz bewusst provozierend in die Menge, weil es mich echt nervt. Ich gehöre zu denen die ihren Hund niemals über Futter dazu bewegt haben, das zu tun was ich gerne möchte.

    Und es hat auch immer hervorragend funktioniert. Erschwerend kommt hinzu das ich einen Untouchable habe.

    PS: Bei dieser Futterabhängikeit die dort bewusst provoziert und ausgenutzt wird, verliert der Hund doch sehr viel von seinem natürlichem Verhalten!!

    Noch eins, mein Hund hat 24 Std am Tag Nahrung zur Verfügung, wann er will sooft er will. Ist der Napf leer wird er vollgemacht.
    Geändert von Gast3333 (30.05.2011 um 22:24 Uhr)

  2. Leckerchen Beitrag #2
    Caroline Caroline ist gerade online
    Erfahrener Benutzer Avatar von Caroline
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    Ich mache es so, wie mir es gerade passt, zum Hund. Kommt auch viel auf den Hund an, kommt darauf an, was ich ihm beibringen will, wie freudig er da mitmacht, wie gut er auf Lob oder Leckerchen reagiert. Ich bin kein Verfechter einer bestimmten "Methode", ich suche mir aus, was passt.
    Hatte einen Hund, dem waren Leckerchen so egal, damit haette ich ihn zu garnichts "ueberreden" koennen.
    Und natuerlich muss ich mich daran erinnern, die Leckerchen mitzunehmen/zu haben/einzusetzen, das vergesse ich manchmal auch.

    Gruesse,
    Caroline

  3. Leckerchen Beitrag #3
    Mola Mola ist offline
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    Hallo Tino,

    Konditionierung via Leckerchen ist eben im Vergleich zu Tierschutzrelevantem eine wesentlich gelindere Methode...

    ...und völlig ohne aktive Konditionierung seitens des Hundehalters wird es beim besten Willen nicht gehen! Ich hatte das Glück mit einem Hund aufwachsen zu dürfen und "arbeite" bis heute ausschließlich mit Stimme und Körpereinsatz. Ob mir das bei jedem Hund gelänge, weiß ich allerdings nicht!

    Gruß
    Mola

    P.S.: "Freies" Füttern über 24 Stunden 7 Tage die Woche ist laut tierärztlicher Meinung nicht zu empfehlen. Es sei gesundheitlich besser, den Stoffwechsel regelmäßig runterfahren lassen und die (Trocken-)Futterschüssel zumindest über Nacht wegzustellen... Besonders die Harnwege würden es danken, erst recht beim Rüden!
    Geändert von Mola (31.05.2011 um 11:39 Uhr)

  4. Leckerchen Beitrag #4
    Jago Jago ist offline
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    Wichtig ist doch, was den Hund motiviert - mir geht das ganze "reine Theorie"-Gemurkse ziemlich auf den Geist.
    Leckerlie sind bei einem Hund super, beim anderen ist die größte Belohnung was ganz anderes....
    Ich hab selten einen kompletten Futterladen dabei, aber fast immer ein gefülltes Dummy, es fliegt besser, wenn es voll ist, es trägt sich für den Hund besser, wenn es voll ist und es wird mit Liebe und Hingabe gesucht, wenn ich es wo verstecke.
    Mein besuchshund pfeift mir da was, für sie ist die größte Belohnung ausgiebig schmusen oder ihren ball suchen zu dürfen....
    Was ich auch nicht so gerne mag, sind die "ich komm ganz ohne Leckerlie aus"-Leute, die haben oft so einen sehr erhabenen Ton an sich - Anwesende selbstverständlich völlig ausgeschlossen.
    Im nächsten Ort wirkt eine Hundetrainer, nach dem Rudelprinzip - was immer das heißt, aber jedenfalls komplett ohne ohne bestechungen, Bakschisch usw...Man bucht erst viele Einzelstunden, an den Gruppenstunden darf man teilnehmen, wenn man sich das verdient hat. Bei uns im Ort werden dort derzeit 3 Hunde trainiert, einer davon war der, der Barrie und mich böse angegangen ist...., die beiden anderen sind etwas freundicher, aber wirklich hören tut keiner. Ich seh die HH immer mal von weitem Nackenschütteln...
    Ilona

  5. Leckerchen Beitrag #5
    Oscar112 Oscar112 ist offline
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    Für mich kommt es auch darauf an was ich dem Hund beibringen will: Beziehung oder Bindung wird m.E. nach besser wenn es ohne Leckerli geht - den Welpen mal ausgenommen.

    Erziehung mache ich auch ohne Leckerli - aber auch nur weil für meine die größere Belohnung über Stimme oder Streicheln geht. Aber das sollte man doch vom Hund abhängig machen, es geht schlließlich um die Belohnung nach gut gemachter Arbeit.

    Was mich auch nervt sind diese "Fütterautomaten", wo der Hund etwas nur für Futter oder Ball tut und nix für seinen Menschen.

    lg von Eika

    PS. 24h-Stunden-Fütterung halte ich auch für bedenklich. Ein bisschen Appetenz ist doch auch ganz nett und sich auf etwas zu freuen doch auch ( " Was wird wohl heute im Napf sein?") - mal abgesehen von der ärztlichen Meinung.

  6. Leckerchen Beitrag #6
    Rana Rana ist offline
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    Was ich auch nicht so gerne mag, sind die "ich komm ganz ohne Leckerlie aus"-Leute, die haben oft so einen sehr erhabenen Ton an sich - Anwesende selbstverständlich völlig ausgeschlossen.
    Ich gehöre zu der Fraktion der "ganz ohne Leckerlie auskommenden". Rein aus praktischen Gründen: Ich will einfach nicht immer Leckerchen griffbereit haben müssen, wenn ich mit den Hunden was üben will. Ausserdem habe ich bei meinen Vierbeiner den Eindruck, sie machen viel lieber was um zu gefallen als für ein Leckerchen welcher Art auch immer.

    Mir ist es aber egal, ob andere Hundehalter sich zu zweibeinigen Futterautomaten für ihre Hunde machen oder nicht. Es gibt so viele Unterschiede in der Art, wie Hundebesitzer mit ihren Hunden umgehen oder sie erziehen.

    Was mich allerdings stört ist die Tatsache, dass auf Spaziergängen oft HuHa, die der Leckerchen-Gilde angehören ungefragt und erst recht unaufgefordert in die Tasche greifen und meine Hunde füttern. Das ist für mich bzw. meine Hunde problematisch: Rocky braucht man nur ein einiges der meistbenutzten Leckerchen zu geben und seine Getreide-Allergie erblüht auf's allerfeinste und bei Rana ist der Lernprozess ein ganz schneller, dass andere Leute im Wald, die ihr entgegen kommen, wohl alle was Leckeres in der Tasche haben und man nur auf diese zugehen muss, um was zu kriegen. Das bedeutet dann, ich muss Rana mehr als normalerweise nötig zurück rufen und bei Fuss gehen lassen, wozu ein zwangloser Spaziergang eigentlich nicht gedacht ist.

    Ute

  7. Leckerchen Beitrag #7
    Scruffy Scruffy ist offline
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    Dogmen dienen nur den menschlichen Vertretern, nie dem Hund. Die Art der Ausbildung (Starkzwang natuerlich ausgenommen) muss fuer Hund und Halter passen und entsprechend flexibel angepasst werden. Es ist ein Unterschied, ob ich in der Kueche uebe, oder im Wald. Hund und Halter in eine Methoden-Schablone pressen zu wollen halte ich fuer kontraproduktiv.

    Der Vergleich mit denen, die eine Methode bzw. Hilfsmittel falsch anwenden muss ohnehin hinken. Es gibt genug Halter, die nie Futter zu verwenden, aber nur mit Kettenwuerger oder Stachelhalsband unterwegs sind und regelmaessig durch ordentliche Leinenrucke den Hund an manierliches Gehen erinnern muessen. Demnach koennte man auch vehement gegen die Leine sein, weil sie meist missbraucht wird.

    Nur weil auf Futter oder Clicker verzichtet wird, heisst das noch lange nicht, dass ein Halter in der Lage ist punktgenau, klar und konsequent zu vermitteln, was der Hund tun oder lassen soll. Statt falschen Futtereinsatz mit vermeintlich korrekter futterloser Ausbildung zu vergleichen, sollte korrekter Futtereinsatz mit korrekter futterloser Ausbildung verglichen werden.

    Gruss
    Gitta

  8. Leckerchen Beitrag #8
    Fanny Fanny ist offline
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    Mit Leckerlis brauchte ich weder Fanny noch Timmy zu kommen.

    Manchmal beneide ich die Besitzer verfressener Hunde. Sie haben im Notfall immer die Option mit einem Leckerli zu punkten. Sie müssen sich auch nicht den Kopf zerbrechen ob Hund heute geruht etwas zu fressen, oder einen Fasttag einlegt und ich kann das Futter in die Tonne werfen.

    Hier funktionierte und funktioniert Motivation nur über meine Stimme und Körpersprache. Leckerlis wurden und werden schlichtweg ignoriert. Das verlangte mir anfangs ein Übermaß an Selbstbeherrschung ab und zwang mich völlig neue Wege zu gehen.

    Heute bin ich über die Leckerli losen Lektionen meine Erziehung betreffend froh. Ich habe gelernt das die ganz leisen Töne und Fingerzeige, oder das Hochziehen einer Augenbraue von Hund bestens verstanden wird. Und ich finde es schön das sich Timmy auf mich und nicht auf den Inhalt meiner Tasche konzentriert.

    Gruß
    Rita

  9. Leckerchen Beitrag #9
    Caroline Caroline ist gerade online
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    Und ich finde es schön das sich Timmy auf mich und nicht auf den Inhalt meiner Tasche konzentriert.
    Ist ja toll, wenn man einen Hund hat, der sich auf einen konzentriert, gibt aber auch Typen, denen das recht unwichtig ist. Und wenn die dann keine Leckerchen wollen, ist man schon herausgefordert, sich was einfallen zu lassen.

    Gruesse,
    Caroline

  10. Leckerchen Beitrag #10
    Scruffy Scruffy ist offline
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    Warum ist Futterbelohnung identisch mit Leckerchen? Statt den Hund zum Almosenempfaenger zu machen, dessen Napf ohne "Gegenleistung" gefuellt wird, kann man die taegliche Futterration als voruebergehendes Ausbildungshilfsmittel einsetzen. Das Argument, Leckerlies machten die Hunde nur fett, fiele weg. Wenn ein Hund sich ein, zwei Tage weigert fuer Futter zu arbeiten ist das fuer einen gesunden Hund kein Problem. Im Gegenteil, den meisten Hunden wird es gut tun ein oder zwei Fastentage einzulegen. Gerade bei grossen Hunden, reduziert sich die auf einen Sitz aufgenommene Futtermenge drastisch (Magendrehung).

    Das Argument, keine Hundemutter oder Alphawolf wuerde Leckerlie einsetzen ist schon richtig. Aber die fuettern auch keine erwachsenen Tiere indem sie das Futter zuverlaessig und regelmaessig vor die Schnauze liefern. Das tut voellig artfremd nur der Mensch. Seltsamerweise wird das nie kritisiert und scheint auch nicht als Grund fuer die typischen "Dominanz- und Cheffragen" zu taugen. Ein freilebender Hund muss einen grossen Teil seiner koerperlichen und geistigen Energie in die Futterbeschaffung investieren. Der Familienhund lebt eher im goldenen Kaefig. Futterbeschaffung faellt weg, Futter wird in wenigen Minuten inhaliert. Koerperliche und mentale Herausforderung werden auf das begrenzt, was der Mensch anbietet. Moderne Hundehaltung hat so gut wie nichts mit "natuerlich" zu tun.

    Wie waere es mit einem neuen Hundesport? Jeweils zwei Teams mit fertig ausgebildeten Hunden. Futterbeuteltraeger gegen Antifutterfraktion. Zu bewaeltigen waeren diverse Aufgaben aus dem realen Alltag. Hilfsmittel: keine. Kein Futter, keine hochgezogene Augenbraue, kein Lob. Das gibt Punktabzug wie in obedience Pruefungen.

    Gruss
    Gitta

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