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  1. Beißt zu und lässt nicht los Beitrag #1
    Irene Irene ist offline
    Neuer Benutzer
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    Beißt zu und lässt nicht los

    Hallo,
    ich habe einen 20 Monate jungen Terrier-Rüden, nicht kastriert.
    Er hat die BH-Prüfung bestanden und ich führe ihn aktiv in Agility.
    Ein großes Problem habe ich mit dem Kerl.
    Er hat sich jetzt schon zum 4.Mal in einen anderen Hund verbissen. Keinem Hund ist eine Wunde entstanden. Er hat "einfach" zugeschnappt und ich bekomme den Fang nicht mehr auf. Egal wieviele Schmerzen ich ihm zufüge, er macht das Maul nicht auf. Bisher hat es funktioniert, indem ich ihm Wasser übergekippt habe.

    Die Hunde, die er sich ausgesucht hat (Mops bis BorderCollie) hatten alle eine Gemeinsamkeit: Sie hatten eine "soziale Macke". Mein Hund erkennt sehr schnell, ob ein anderer Hund "sauber" ist oder nicht.
    Wie bringe ich davon ab, dass er sich einbildet, er müsse die Welt vor solchen Hunden retten?.
    Ich passe wirklich auf meinen Hund auf, er bekommt nur kontrollierten Freilauf, darf nicht zu Hunden, die ich nicht kenne.

    Meint ihr, mit einer Kastration würde ich das Problem in den Griff bekommen?
    Wer könnte mir helfen?

    Gruß
    Irene

  2. Beißt zu und lässt nicht los Beitrag #2
    Gast3375
    Gast
    Um Himmells willen...

    Du fügst Deinem Hund Schmerzen zu? Du willst ihn kastrieren?

    Überlege mal, was machst Du, wenn Dir jemand Schmerzen zufügt? Angenommen, Dein Partner schlägt Dich, gehst Du auf Konfrontation, oder lässt Dir alles gefallen?

    Und einfach dann schnell etwas wegschneiden/zerstümmeln, hilft?
    Die Gedanken kommen vom Kopf - vom Hund und Halter.

    Ich würde eher an der Hundeschule ansetzen, wie haben die gearbeitet und an Dein Verhalten.

    Wie bringe ich davon ab, dass er sich einbildet, er müsse die Welt vor solchen Hunden retten?.
    Die Antwort hast Du Dir doch schon selber gegeben:

    hatten alle eine Gemeinsamkeit: Sie hatten eine "soziale Macke". Mein Hund erkennt sehr schnell, ob ein anderer Hund "sauber" ist oder nicht.
    Ich passe wirklich auf meinen Hund auf, er bekommt nur kontrollierten Freilauf, darf nicht zu Hunden, die ich nicht kenne.
    Was für eine soziale Macke hatten die denn?

    Etwas Rassekunde könnte auch nicht schaden, welchen von den Terriern hast Du denn?

    LG netsrik

  3. Beißt zu und lässt nicht los Beitrag #3
    Gast3333
    Gast
    Öhm entschuldige bitte, die soziale Macke hat doch wohl eher dein Hund,sowie ich das lese was du geschrieben hast.
    Mein Hund erkennt auch sehr schnell ob ein anderer Hund den Knigge kennt oder net. Aber das würde höchstens in einem Verweis enden.

    Ich würde mich erstmal fragen was du falsch machst. Achja und Schmerzen zufügen fördert natürlich ein gutes Zusammenleben mit Verständnis. Wäre auch gut zu wissen wo du die soziale Macke bei den anderen Hunden erkannt hast??

    Beschreib doch einfach mal einen konkreten Fall mit der gesamten Beobachtung, und eben auch warum genau dieser Hund mit dem deiner aneinandergeraten ist eine Macke hat.
    Wäre hilfreich.

    Gruss Tino

  4. Beißt zu und lässt nicht los Beitrag #4
    Irene Irene ist offline
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    19.04.2011
    Beiträge
    7
    Hallo,

    ja, ich füge meinem Hund in dem Fall, wenn er sich in einen anderen Hund verbissen hat, Schmerzen zu. Was soll ich tun, wenn er partout das Maul nicht aufmacht und von dem Hund ablässt? Clickern?, Gut zureden? Versuchen ihn mit einem Spieli abzulenken?
    Wasserflasche hatte ich nur bei einem Fall zufällig in Reichweite. Der Wasserguss hat ihn lange genug erschreckt, dass ich die Hunde trennen konnte.
    Wer also einen schmerzfreien Tipp hat um meinen Hund von anderen zu lösen, her damit.
    Mit ist absolut klar, dass es in jedem Fall Besser ist, das es gar nicht zu so einer Aktion kommt.
    Mein Hund ist ein Mix aus mindestens Jagd- und Russellterrier.
    Ich war mit ihm von Anfang an in der Welpengruppe, bei den Junghunden, BH-Vorbereitung, Fährten, Longieren, Agility, ......

    Der erste Hund, den er sich geschnappt hat, war ein Mopsrüde der an die Hundefreundin von meinem Hund wollte. Ein Mops kann bekanntermaßen nicht richtig mit anderen Hunden kommunizieren (Kopfform, Augen, Nase, Ohren). Mylo hat ihn an der Backe geschnappt, nicht geschüttelt, nur nicht wieder los gelassen. Der Mops hatte außer einem riesen Schreck keine Verletzungen.

    Der nächste Hund war ein Beagle-Rüde aus dem Agility-Anfängerkurs. Ich habe mit meinem Hund den Gassenslalom gezeigt. Die anderen Hunde standen drum rum. Mein Hund puscht sich im Sport sehr auf. Ich habe anschließend mit ihm gespielt. Der Beagle kam und hat seinen Kopf auf die Schulter von meinem Hund gelegt. Daraufhin hat mein Hund zugepackt.

    Die nächsten Male ist es auch nach dem Agility-Training passiert. Ich passe auf, dass keine Hunde in unserer direkten Nähe sind und er sich nicht in einen anderen Hund verkuckt. Ich kann aber nicht für alle Trainingsteilnehmer mitdenken.
    Eine Teilnehmerin parkt ihren Border direkt hinter dem Zielsprung. Als mein Hund drüber springt, blafft ihn der Border an. Mein Hund kommt zu mir. Ich mache die Schlußsequenz noch mal und mein Hund startet zu dem Border durch und beißt sich fest.

    Von all diesen Hunden weiß ich von den Trainern bzw. von den Besitzern, dass sie diverse Probleme haben (mangelnde Sozialisierung, kommen aus schlechter Haltung,...)
    Mit Hunden, die eine klare Sprache sprechen, kommt mein Hund zurecht. Er ordnet sich dann auch sofort unter. Er spielt auch viel mit anderen Hunden.

    Ich hatte bisher nur Rüden, alle nicht kastriert.
    Von einer Kastration sind wir auch bei diesem Hund noch weit entfernt. Ich sehe es bestimmt nicht als Allheilmittel für schlechte Erziehung. Wenn bei ihm allerdings seine "Männlichkeit" solche Auswirkungen hat, dann werden wir das mit einer chemischen Kastra austesten.

    Ich kann bei meinem Sport im Training und bei Turnieren nicht für alle anderen Teilnehmer mitdenken. Ich möchte auch mal gedankenlos mit meinem Hund am Rand stehen.

    Irene

  5. Beißt zu und lässt nicht los Beitrag #5
    Gast3333
    Gast
    Hallo Irene,
    danke das liest sich schon wesentlich besser. Und ich muss dir ganz ehrlich gestehen, das ich aufgrund des Vortrages und der komplexen Probleme,ich viel lieber neben deinem Hund stehen würde um solche Situationen vor Ort beurteilen zu können.
    Es sind für mich einfach viel zu viele Faktoren offen um jetzt die komplette, geliebte, Internetferndiagnose stellen zu können.
    Bei der Beagelnummer z.B ist es schon klar das der Beagle sagen wollte kuckkuck ich bin derjenige der den Ton angibt. Daraufhin hätte aber von deinem Hund zumindest erst eine Warunung erfolgen müssen, bevor er losbeisst. Dein Hund lässt da auch mal die ein oder andere Zwischenstufe der Kommunikation aus, unabhängig davon ob die anderen Hunde denn nun eine "Macke" haben oder nicht.

    Aber das ist wie gesagt sehr sehr schwer hier zu beurteilen. Das möchte ich auch nicht tun. Ein Rat von mir wäre, einen kompetenten Fachmann der auf solche Situationen spezialisiert ist und der nicht zu der gilde der "Ach ich bin der gute Hundetrainer" gehört zu Rate zu ziehen.

    Ich könnte da jetzt noch das ein oder andere zu schreiben, aber wie gesagt ich würde es in dem Fall lieber selber sehen um es einschätzen zu können.
    Vielleicht hat ja der ein oder andere da noch viele gute Ideen.

    Gruss Tino

  6. Beißt zu und lässt nicht los Beitrag #6
    Rana Rana ist offline
    Redakteur
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    Mein Hund ist ein Mix aus mindestens Jagd- und Russellterrier.
    Jagdterrier gehören meiner Erfahrung nach nicht zu den Hunden, die als Familienhunde geieignet sind, bei Jack-Russel muss man das wohl von Fall zu Fall entscheiden und eine Mischung ist recht häufig ein Konzentrat aus beiden.

    Bei der Vermittlung von Jagdhunden, die ohnehin nicht immer jedermannstauglich sind, sind die Jagdterrier diejenigen, für die am schlechtesten ein passendes neues Zuhause gefunden werden kann. Sie sitzen oft jahrelang in Tierheimen und finden keine neuen Besitzer, da an diese schon erhebliche Anforderungen bezüglich der Haltung eines solchen Hundes gestellt werden müssen. Jagdterrier besitzen eine enorme angeborene Raubzeugschärfe und werden überwiegend für die Jagd auf Schwarzwild eingesetzt. Mit anderen Hunden verstehen sie sich meist nicht sondern sehen diese häufig als Beute an. Selbst wenn man einem solchen, sich einmal verbissenen Hund Schmerzen zufügt werden diese durch den "Rausch", in dem er sich befindet, locker überspielt.

    Nimmt man die genetischen Veranlagungen eines Jagdterriers und fügt die eines "heftigen" Jack-Russel dazu, selbst ohne die vielleicht sonst noch mitwirkenden Ahnen des Hundes zu berücksichtigen, so kann ich mir sehr gut vorstellen, welch brisante Mischung so ein Hund ist. Ich habe daher keinerlei Zweifel an der Beschreibung der Verhaltensweise des Hundes. Jedoch möchte ich klar ausdrücken, dass ein professioneller Hundetrainer, wenn er denn nicht spezielle Erfahrung mit solchen Jagdhunden hat, bei der Schulung von Hund und Halter schnell an seine Grenzen stoßen wird. Nur wenige Trainer haben sich auf "echte" Jagdhunde spezialisiert und vermutlich würden diese in einem solchen Fall einem Hundehalter sagen, dass er wohl einen Fehlgriff bei der Auswahl seines Vierbeiners getan hat.

    Es ist mit Sicherheit so, dass noch so viele gut gemeinte Ratschläge innerhalb eines Forums die Probleme, die dieser Hund anderen Hunden, seiner Halterin und den anderen Hundehaltern bereitet, nicht beseitigen können.

    Ute

  7. Beißt zu und lässt nicht los Beitrag #7
    Rana Rana ist offline
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    Noch ein Nachtrag wegen der Frage der Kastration:

    Kastration kann Jagdtrieb verstärken!!!

    Ich glaube nicht, dass in dem vorliegenden Fall eine Kastration die Lösung des Problems bringt. Dazu gibt es zu viele kastrierte Jagdterrier im Tierschutz, die gleiches oder ähnliches Verhalten zeigen.

    Ute

  8. Beißt zu und lässt nicht los Beitrag #8
    MASSA MASSA ist offline
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    DENKANSTOß und keine pers. Kritik:


    Ist das "jetzt SOOO" hier üblich ?

    Ein User sucht einen Problem-Lösung und schildert dieses, was manchen Usern nicht besonders leicht fällt, und dann.....


    DANN kommt als ersten Satz mal entgegen gehalten/hin gepfeffert:

    Um Himmells willen...
    Du fügst Deinem Hund Schmerzen zu? Du willst ihn kastrieren?

    Überlege mal, was machst Du, wenn Dir jemand Schmerzen zufügt? Angenommen,:

    Wenn das ein Gast liest,
    der dreht sich gleichmal um, und Tschüüüüüß !!!!


    Irgendwie sehr ruhig geworden hier ???

    Sollte man vielleicht ändern?




    LG


    MASSA +

    Hundeversteher
    Ewald Kurtz
    Geändert von MASSA (21.04.2011 um 20:17 Uhr)

  9. Beißt zu und lässt nicht los Beitrag #9
    MASSA MASSA ist offline
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    Ich kann bei meinem Sport im Training und bei Turnieren nicht für alle anderen Teilnehmer mitdenken. Ich möchte auch mal gedankenlos mit meinem Hund am Rand stehen.Irene

    Würde meinen das Du das eher vergessen kannst.

    Dein Hund hat ein er-erbtes Grundverhalten-Muster , und er ist eher ein rastloser Hunde-Typ.
    Nicht destotrotz, kann man so einem Bewegungs-Fetischisten von Hund auch eine STAND-RUHE zeigen und sagen und dann einfordern, .... .

    Ob es glückt, hängt ganz stark von Deinem persönlichen konsequenten täglichen Umgang ab.
    Hunde wie Deiner, prüfen schon auch mehrmals am Tag nach ob sein HH es auch NOCH soooo meint wie er es gerade noch "gesagt" hat !!!

    Wünsche Dir viel Spaß und Freude mit Deinem 4-Beiner,
    und hoffe das Ihr bald ein tolles "6-Beine-Team" werden könnt.



    LG

    MASSA +

    Hundeversteher*****Ewald Kurtz

  10. Beißt zu und lässt nicht los Beitrag #10
    Rana Rana ist offline
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    kann man so einem Bewegungs-Fetischisten von Hund auch eine STAND-RUHE zeigen und sagen und dann einfordern, .... .
    Bei einem Jagdterrierartigen sicherlich nicht!

    Ute
    Geändert von Rana (21.04.2011 um 21:22 Uhr)

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