Moin Eika,
habt ihr schon Fisch getestet ? Es gibt einige Futtersorten die auf Fisch als Proteinquelle aufbauen und kein anderes Fleisch beinhalten.
Gruss
Jan
Trotz und wegen des Durcheinanders hier muß ich ein neues Thema anfangen:
Bei Betty hat sich eine Eiweißallergie herausgestellt. Manifestiert hat es sich nach dem " Genuß" von 6 ganzen Hühnereiern, tritt aber jetzt nur nach dem Essen von Rindfleisch - gekocht oder roh, Lamm, bzw. Wildfleisch roh oder gekocht - auf.
Die Symptome sind starker blutiger Durchfall, sie hatte Augen - und Ohrenentzündungen und Schnupfen was lt. TA alles zu der Diagnose passt.
Wir sind jetzt bei einer "Auschlussdiät" dh. sie bekommt nur Kohlenhydrate und ausgesuchte Gemüse - oder Obstsorten, was sie auch alles gut verträgt. Lt. Infos www und TA darf sie kein Geflügelfleisch fressen, hat sie auch noch nicht bekommen.
Ich bin jetzt ehrlich gesagt etwas ratlos, da die Infos in Büchern und www doch sehr widersprüchlich sind.
Es kommt anscheinend auf die Quelle der Proteine an, aber was kann ich ihr dann geben? Ich habe noch von Pferdefleisch gehört, habe aber bisher noch keine Quelle dafür auftun können und auch etwas Angst es einfach zu probieren weil sie bisher auf alle gegebenen Fleischsorten sehr extrem reagiert hat. Und auch auf das unbekannte Hirschfleisch hat sie reagiert.
Vegetarische Ernährung? Für Hunde doch eher untypisch/ nicht artgerecht, hat jemand Erfahrung damit?
Mein TA sagte, man könne zur genaueren Bestimmung der Allergene einen Bluttest machen, hat da irgendjemand Erfahrung?
Ich würde mich über viele Infos freuen, da ich hier nicht mehr so richtig weiterweiß.
Auch gute Büchervorschläge nehme ich gerne an .
Euch allen vielen Dank,
Eika
Moin Eika,
habt ihr schon Fisch getestet ? Es gibt einige Futtersorten die auf Fisch als Proteinquelle aufbauen und kein anderes Fleisch beinhalten.
Gruss
Jan
In unserem Verein ernährt ein Mitglied seinen Hund ohne Fleisch und Fisch. Das Kerlchen sieht vital und gesund aus. Die Halter bestellen im Netz.
Mir als Fleischversorger fällt jetzt nur Quark, Joghurt, Hütten- und anderer Käse zu dem Thema ein.
Letztens hatte ich mich im Kühlregal vergriffen und Sojamilch gekauft. Mein Fall war es nicht, die Kira hat es begeistert geschlabbert.
Viel Erfolg und liebe Grüße
Aminosäuren=Proteine=Eiweiß muss nicht unbedingt Fleisch sein, sie befinden sich auch z.B. in Getreide, oder, so wie Fleischkeks bereits sagte, in Soja. So würde ich mir persönlich momentan (noch) keinen Kopf machen, vor allem nicht, ob untypisch oder nicht artgerecht. Zumindest ich bin der Überzeugung, dass ein Hund eine eventuelle „Mangelernährung“ eine gewisse Zeit besser weg steckt, als ein ständiges Überangebot an Nährstoffen.Vegetarische Ernährung? Für Hunde doch eher untypisch/ nicht artgerecht
Wichtig ist meines Erachtens jetzt, dass Du vor allem mit Bedacht handelst, nicht alles durcheinander wirbelst, langsam aufbaust: Das, was sie verträgt, gib ihr, dann kommt ein weiterer Baustein dazu, verträgt sie es nicht, weg damit usw.
Bekommt Du es nirgendwo vor Ort zu kaufen, das Netz ist voll davon (TK). Mit Pferdefleisch beginnt man meist, da die Wahrscheinlichkeit, dass ein Hund dies schon gefressen hat relativ gering ist. Hühner-/Geflügelfleischeiweiß kann/muss nicht allergieauslösend sein, da würde ich jedoch ganz langsam machen, da die Allergie vermutlich gerade durch Hühnereier ausgelöst wurde.Ich habe noch von Pferdefleisch gehört, habe aber bisher noch keine Quelle dafür auftun können
Und hier noch ein Link zu den Diagnosemöglichkeiten
Früher bekamen die Hunde fast nie Fleisch.
Sie wurden mit Brot und Milch gefüttert.
Nur zu jagtzeiten bekamen sie Blut Schalchtabfälle und Innereien . danach wurden sie wieder zu bauern bebracht die sie mit gerstenbrei oder hafer, Brot und Milch durchfütterten
Immer hin ist das die Basis unserer heutigen Zuchthunde.
Meine Elteren haben Reis mit Lungenhaschè gekocht. das wurde portionsweise täglich mit heiß gebrühten Haferflocken vermischt.
So roch das nach Fleisch ,kostete in den nachkriegsjahren aber wenig und die Hunde waren kerngesund und nicht dick sondern genau richtig.
Du wirst sicher aus den Infos Deinen Weg finden. Und Dein Hund wird trotzdem satt werden,denn die haben so gute nasen das die auch kleine mengen an Fleisch duft riechen. Auch ein Kleks sahne oder Butter aromatisiert das Futter. Vielleicht gibt sich alles wieder nach dem Allergieschock.
Da fällt mir ein Du kannst bestimmt auch aus Fleischkochen Brühe kochen. Da hast Du eine leckere Grundlage für Hunde Menues.
Vielleicht könntest Du auch mal Markusmühle probieren ! ? Ein kaltpressfutter , das aussieht wie Pferdeleckerli oder hasenfutter.
Gibts auch in kleinen packungen von 1,5 Kilo ca 6,- € .Zumindest als leckerli kann man es evtl testen.
Whow, das ist ja mal ne gute Diagnose....Vielleicht gibt sich alles wieder nach dem Allergieschock.
Kann man ja ruhig mal ausprobieren. Ok, wenn's schief geht, issser halt weg, der Hund.
Und dann empfehlen wir noch Fleischknochenbrühe und Futter aus tierischen Abfällen, falls der obige Test fehlschlägt. So kann man eine Ausschlussdiagnose freilich auch durchführen.
Jetzt geht ich mal den Eimer holen.
Eika, geht zum TA und lass Deinen Hund testen (macht nicht jeder TA, aber einige, muss man halt mal rumtelefonieren). Wenn Du weisst, auf was er allergisch reagiert, kannst Du die Fütterung risikofrei darauf abstimmen.
Das mit dem Allergietest ist so eine Sache. Wenn ich mal zusammenfassen darf, was mir ungefähr 6 Tierärzte (Uniklinik und Haustierärzte) erzählt haben:
Futtermittelallergien kann man praktisch nur mit einer Ausschlussdiät diagnostizieren (mind. 2 Monate ausschließlich eine Eiweißquelle, z.B. Pferd oder Strauß und ein Gemüse, z.B. Kartoffeln füttern. Wenn die Symptome mindestens 1 Monat nicht mehr auftraten, nächste Fleischsorte probieren,....). Dauert ewig und man muss SEHR konsequent sein. Ein Industrieleckerli oder ein Wienerle (wo ja alles mögliche drin ist), und Du kannst wieder von vorn anfangen.
Bluttests gibt es zwar, aber das ist nach einhelliger Tierarztmeinung nur Geldschneiderei, weil die Ergebnisse äußerst unzuverlässig sind. Bis vor wenigen Jahren wurde das noch komplett als Voodoo abgetan. Ist jedenfalls kein medizinischer Standard, so wurde mir jedenfalls gesagt.
Ob es Prick-Tests (Reizung über die Haut) für Nahrungsmittel gibt, weiß ich nicht, wäre mir aber neu. Davon hat nie ein TA gesprochen. Dazu kommt: Unserer Tierarzt (immerhin fast schon eine kleine Klinik mit mehreren angestellten Tierärzten und täglich, auch Wochenende und Feiertags geöffnet) macht solche Pricktests nur unter Narkose, weil Hunde regelrecht austicken können durch den Extremjuckreiz, der auftreten kann.
Sagen wir mal so - meine Lebensmittelallergien wurden vorweg allesamt per Bluttest ermittelt und im Nachhinein noch per Prick bestätigt.
Und zwar verlässlich, und ich möchte nicht riskieren, dass jemand bei mir ne Ausschlussdiät mit Muscheln oder Äpfeln beginnt, das könnte durchaus schon beim ersten Mal tödlich enden...
Es gab vor kurzem eine interessante Doku im Fernsehen wonach in Bluttests Allergien gegen die zuletzt genossenen Lebensmittel angezeigt wurden.
Patienten die daraufhin teilweise strange Diäten eingehalten haben wurden durch falsche Ernährung ernsthaft krank.
Rita
Ich habe jetzt noch mal das Eröffnungsposting gelesen. Bei blutigem Durchfall würde ich auch erstmal bei dem Futter bleiben, das jetzt offensichtlich vertragen wird.
Blut- und Pricktests kann man ja trotzdem machen, vielleicht ergeben die ein unverdächtiges Fleisch. Und möglicherweise wurden die in den letzten beiden Jahren weiterentwickelt.
Vielleicht vorerst Tofu als Eiweißquelle dazunehmen.
Wenn Rindfleisch auf der Verdächtigenliste steht, hätte ich bei Kuhmilchprodukten so meine Bedenken.
Pferdefleisch gibt es hier in der Metro, wenn man Glück hat, ab 6 €/Kilo in 4-6-Kilo-Stücken. Straußenfleisch fällt mir noch ein oder Fisch.
Aber neue Fleischsorten vorsichtig dosiert zufüttern.
Auch wenn Tierärzte mit Hinweis auf Mikroorganismen das gerne ablehnen, meine ich, dass Billy rohes Fleisch prinzipiell besser verdaut als gekochtes. Aber da ist auch viel Gewöhnung bei.
Apropos: Giardien oder was es sonst noch so an Bakterien und Amöben und Viren gibt, können definitiv ausgeschlossen werden?
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