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Erste HilfeTeil 4: Erstickungen, Krämpfe, Insektenstiche, Vergiftungen Erstickungen Besonders verspielte junge Hunde nehmen Geräte auf, die alles andere als gesund oder gar verdaulich sind - oft auch gefährlichen Kunststoff, weil sie allerlei untersuchen, ob es zum Spielen als "Beute" taugt. Behindert ein solcher Fremdkörper die Atemwege, merkt man dies an den Abwehrreaktionen des Hundes, wenn er sich mit den Pfoten direkt am oder gar in den Fang kratzt oder den Kopf am Boden reibt, um den Fremdkörper loszuwerden. Gelingt ihm dies nicht, wird er schneller und stossweise atmen, eine blau gefärbte Zunge zeigt uns, dass der Hund zu ersticken droht. Sofort aber ruhig den Fang öffnen, nicht nach oben und hinten drücken, und den Gegenstand mit den Fingern aus dem Rachen herausholen. Falls das nicht möglich ist, wenn der Gegenstand weiter nach hinten gerutscht ist oder gar in der Luftröhre steckt: Kleine Hunde können an den Hinterbeinen über dem Kniegelenk gepackt und hin- und hergeschwenkt werden. Oder eine andere Person klopft ihm auf den Rücken - wie bei Menschen, die zu ersticken drohen. Ist der Hund dafür zu gross und schwer, legt man ihn seitlich ab und drückt mit beiden Handballen kurz und kräftig - ähnlich wie beim Beatmen - hinter dem Rippenbogen auf den Bauch. Die Richtung des Drückens soll aber nach vorn gehen, damit durch das Pressen des Zwerchfells die Luft aus der Lunge und damit der Fremdkörper aus der Luftröhre gedrückt wird. Ist alles erfolglos - sofort zum Tierarzt! Krämpfe Für Krampfanfälle gibt es die unterschiedlichsten Ursachen wie etwa Epilepsie, Tumore oder Vergiftungen. Der Hund zuckt unkontrolliert (und nicht die gewöhnliche Muskelkontraktion, wenn er träumt), bricht zusammen, sackt seitlich weg, rudert mit den Läufen, um wieder auf die Beine zu kommen. Er kaut, dabei kann er sich die Zunge blutig beissen. Er speichelt, uriniert oder kotet aus Todesangst, wird vielleicht bewusstlos. Hier ist es wichtig, darauf aufzupassen, dass der Hund sich nicht selber verletzt. Man muss ihn während des Krampfes von Gegenständen wegziehen, die er beim Krampfen umstossen kann. Sofort den Tierarzt alarmieren. Dem Tierarzt kann man für eine vorläufige Diagnose helfen, indem man die Art und den Verlauf der Krämpfe genau beschreibt. Und der Hund muss von jedem Stress ferngehalten werden! Insektenstiche Stiche von Bienen, Wespen oder gar Hornissen können lebensgefährlich sein - gerade für unerfahrene Hunde. Vor allem, wenn der Stich im Kopfbereich, dort an Augen oder im Rachen abgesetzt wurde. Diese Stelle schwillt meist schnell an, dabei werden die Atemwege eingeengt. Stachel mit einer Pinzette entfernen. Wenn vorhanden, soll dem Hund eine Calcium-Trinkampulle mit einer Wasserkanüle in den Rachen eingespritzt werden. Die Stichstelle ist dann zu kühlen. Dann sofort zum Tierarzt. Vergiftungen Wenn er doch mal etwas frisst, was Gift für ihn ist, muss man ihn sofort dabei hindern, weiter zu fressen. Und zwar rabiat, wenn es sein muss. Als Notmassnahme sind die Atmung und der Blutkreislauf aufrecht zu erhalten (siehe auch Erste Hilfe in den vorherigen Kapiteln). Sofort den Tierarzt anrufen, der weitere Massnahmen einleitet. Zur Untersuchung, welches Gift das war, kann man eine Probe des Erbrochenen aufbewahren.
Im Internet mit allen ortsnahen Adressen: http://giftnotruf.de
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