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Erste HilfeTeil 3: Transport / Biss-Verletzungen Beim Transport zum Tierarzt oder in die Klinik ist immer zu beachten: Ein verletzter Hund hat Schmerzen, er kann daher beissen, er weiss sich auch aus Angst keinen anderen "Rat". Ein leicht lädierter Hund kann eventuell noch zum Auto laufen oder humpeln. Eine kleine Art kann man in eine Decke wickeln und sicher in den Armen tragen, einen schweren kann nur ein starker Mensch oder müssen schon zwei Menschen tragen. Dabei sollen keine ruckartigen Bewegungen erfolgen, bei Wirbelsäulen-Verletzungen kann dies tödlich sein. Dazu legt man eine reissfeste Decke unter den Rücken des Hundes und zieht ihn daran vorsichtig mit zwei Personen hoch. Dabei führen die Personen ihre Arme unter den Hund und heben ihn hoch. Der Hund soll auf dem Rücksitz des Autos oder auf der ebenen Ladefläche des Kombis oder Vans - mit dem Rücken zur Rückenlehne gelegt werden. Eine zweite Decke soll ihn warmhalten. Bei eventuellen Rückenverletzungen ist eine stabile Unterlage (Brett oder Karton), bei kleineren Hunden eine feste Decke einzuziehen. Gurte oder Bänder sollen den Hund beim Fahren stabilisieren und sind beim Herausholen beim Tierarzt oder zur Klinik auf dem Brett schon zur Sicherung des Hundes angebracht. Verletzungen durch Verkehrsunfälle Ein verunfallter Hund steht unter Schock! Auch bei leichten Verletzungen (Prellungen) kann er daher verstört sein und flüchten wollen. Der Halter muss versuchen, ihn zu sich zu locken - ja nie schreien aus Angst oder ihm nachlaufen!, sondern von ihm lockend weglaufen - dann anleinen. Bei schweren Verletzen ist mit einer Abwehrreaktion des Hundes zu rechnen: er beisst eventuell. Also ummäntelt man eine Hand oder Arm mit einer Jacke oder Decke. Dann sind Schleimhäute zu kontrollieren (siehe auch zweite Folge: Schock) oder äussere Blutungen. Und ab zum Tierarzt! Der Hund ist auf dem Transport weich zu polstern, denn er kann Knochenbrücke, Verrenkungen oder Prellungen haben. Wenn man ein Knochenteil in der Haut entdeckt, dazu mit starker Blutung, dann muss die Stelle mit steriler Gazestreifen (den hat man im Erste-Hilfe-Kasten - den speziell für Hunde gibt es im Tierhandel) bedeckt und mit einem lockeren Verband stabilisiert werden. Laien sollten nicht schienen, denn durch eine falsche Schienung erhöhen sich vielleicht die Schmerzen des Hundes oder sie verdreht den Bruch noch. Verletzungen des Brustkorbs sind schwierig. Spitze Gegenstände können die Brustwand verletzt haben. Mit einer Mullkompresse kann man so lange auf die Wunde drücken, bis das zischende Geräusch aufhört. Dann legt man einen Druckverband mit einer möglichst breiten elastischen Binde um die Brust an. Zwischen den Vorderbeinen und spiralförmig angelegt. Biss-Verletzungen Nie schreien, denn das ist für den stärkeren Hund eine weitere Anfeuerung. Wer Erfahrung hat, möge den Hund nicht am Kragen - in der Nähe des Gebisses beider Hunde! - sondern an der Rute fest packen, manchmal tut es auch ein Eimer kaltes Wasser, aber dann haben beide Besitzer ihre Hunde noch nicht im Griff. Es geht wieder von vorn los, wenn ein Halter nicht aufpasst. Die Trennung muss gleichzeitig sicher erfolgen! Auch der eigene Hund kann in seiner existenziellen Lage wild um sich beissen, er erkennt dann seinen eigenen Besitzer nicht schnell genug. Nach dem Ernstkampf werden die Kämpfer untersucht. Es können natürlich Keime in losgelöste Unterhaut eingedrungen sein und durchaus zu einer schweren Infektion führen. Die Wunden kann man mit einer Jodlösung (Achtung, das tut dem Hund weh!) oder - besser - mit dreiprozentigem Wasserstoff-Superoxyd reinigen. Bei langhaarigen Hunden oder Hunden mit dicker Unterwolle sind Verletzungen schwer festzustellen. Manche Hunde (Herdenschutzhunde und Molosser) haben auch eine lose Halswamme, die schützt vor Bissverletzungen im gefährlichen Bereich des Kehlkopfes. Zahn-Verletzungen können auch durch Schlösser an den Halsbändern hervorgerufen werden. Das bedingt den sofortigen Besuch beim Tierarzt. Fortsetzung: Erstickungen, Krämpfe, Insektenstiche, Vergiftungen
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