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Erste Hilfe

Teil 2: Herz-Kreislauf
Es geht nichts über eine professionelle Erstversorgung - die eines Tierarztes!

Aber um zumindest für den Notfall gedanklich präpariert zu sein, Adressen an der Hand zu haben, dafür ist dieser Ratgeber wohl geeignet.


Um das Herz-Kreislauf-System zu überprüfen, sollten erst die Schleimhäute überprüft und der Puls gefühlt werden.

Sind die Schleimhäute im Gaumen blass (nur noch ein Hauch von Rosa, fast weiss), der Puls nicht zu fühlen, kann man mit einer Herzmassage anfangen. Dazu wird der Hund auf die rechte Seite gelegt und der Brustkorb in der Herzgegend (hinter dem linken Ellenbogen- Gelenk) mit kurzen Abständen oftmals kräftig zusammengedrückt.
Herzmassage und künstliche Beatmung sollten dann abwechseln.

Dabei ist zu beobachten, ob sich der Brustkorb wieder selber hebt, die Atmung wieder einsetzt. Gelingt dies, muss man sofort zum Tierarzt.

Blutungen
Wenn Blut aus Arterien in Schwallen herausschiesst, kann man sie damit von den Blutungen aus Venen unterscheiden. Aus Venen fliesst das Blut gleichmässig ab. An den Läufen kann man dann einen Druckverband anlegen. Wenn dies nicht möglich ist, weil die Verletzung am Kopf oder am Rumpf blutet, dann kann eine zweite Person mit der Hand ohne Unterbrechung die Blutung abdrücken, bis der Tierarzt übernimmt.

Schock
Wenn auch keine äusseren Blutungen festzustellen sind, können schwere innere Blutungen einen Schock beim Hund auslösen. Schon deshalb sich hier wieder die Schleimhäute zu kontrollieren, ob sie extrem blass sind oder normal gut durchblutet.

Der Hund beginnt beim Schock zu zittern, hat Schwierigkeiten, sich aufzurichten. Die Atemfrequenz wird schneller und die Atemzüge flacher. Dann endet dieser Zustand meist in einer Ohnmacht.

Auf dem Weg zum Tierarzt in eine warme Decke hüllen und Atmung wie Puls kontrollieren.

Fortsetzung: Transport, Verkehrs- und Biss-Unfälle, Erstickungen, Krämpfe, Insektenstiche, Vergiftungen