Was ist...?
Dermatomyositis?
Eine autosomal dominante Hautkrankheit, das heisst: ein Elternteil muss befallen sein, um zu vererben. Träger des Krankheitsbildes gibt es nicht. Die Krankheit kommt normalerweise bei Bobtails und Collies vor, auch bei anderen Rassen. Unter anderem ist sie bei einem Akbash-Rüden in den USA diagnostiziert worden.
Hautveränderungen sind oft im Alter von sieben Wochen bis sechs Monaten ersichtlich: Haarverlust, Rötung, Schuppen und Krusten an Gesicht, Ohren, Pfoten und Rutenspitze. Manche Tiere bekommen Geschwüre an Fang, Ballen und Nägeln.
Symptome: Manche Hunde zeigen einen unnormalen Gang, weil die Muskulatur im Mitleidenschaft gezogen ist. Dazu haben sie Schwierigkeiten beim Kauen, Trinken und Schlucken.
Diagnose: von großer Wichtigkeit. Haut-, auch Muskelbiopsie und Elektromyogramm.
Therapie: Meist haben sich die Hautveränderungen bis zum Alter von einem Jahr ausentwickelt. Diese Hautveränderungen sind leichter zu behandeln als die Muskelerkrankung. Dabei sind etliche Fälle trotz Behandlung stark geschwächt.
Bei Hautveränderungen ist eine Behandlung mit Vitamin E, Fettsäuren und Prednisolon (Cortison-Wirkstoff, aber starke Nebenwirkungen) angeraten.
Befallene Tiere müssen aus der Zucht ausgeschlossen werden. Der oben angeführte Rüde ist allerdings erst aus der Zucht genommen worden, nachdem er einen Wurf zeugte.
Aus der Humanmedizin ist zu dieser Krankheit bekannt, dass in 50 Prozent der Fälle die Erkrankung in Kombination mit einem Krebsleiden auftritt. Sie kann dort auch tödlich verlaufen.
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