Körper- und Lautsprache des Hundes
Hunde-Verständnis und Missverständnisse beim Motivieren, Bestätigen, Loben
Einer der grössten - überheblichen - menschlichen Irrtümer ist die Behauptung, Tiere könnten
nicht sprechen. Wir meinen mit „Sprache" nur Sätze mit menschlichen Lauten. Tatsache ist: Tiere
besitzen vielfältige Sprachen. Nur verstehen die meisten Menschen sie nicht, oder selten, oder
falsch. Wenn Menschen lächeln und dabei ihre Zähne zeigen, kann das ehrlich sein oder
geheuchelt. Wenn Hunde ihre Zähne zeigen, ist das weder geheuchelt noch zum Lachen. Sie drohen.
Doch beide können von ihren unterschiedlichen Gesten und Mimiken, ihrer verschiedenen Körper-
und Lautsprache lernen.
Selbst die Verkümmerung ursprünglicher Rudelkommunikation von Wölfen zu unseren Haushunden lässt
noch erkennen, wie sich Hunde untereinander laut- und körpersprachlich verständigen.
In abgelegenen Gehöften ist dies noch erhalten geblieben, wenn sich ein Hofhund meldet, schlagen
die anderen in der näheren (hörbaren) Umgebung in die Hunde-Nachrichtenmeldung ein.
Der Ring an Anwesenheit erklärt die zwangsweise getrennte Rudel-Unterhaltung. Manche Hunde
quatschen auch dabei zu viel. Wegen Unterbeschäftigung in Einzelhaft.
Zuerst sollten wir begreifen, dass der gesunde Hund besser hört als wir. Also ist kein Geschrei
nötig. Schreien verrät nicht nur Hunden Unsicherheit und Aggressivität. Die deutsche Sprache ist
eine hervorragende Dienstsprache, weil sie zischt und hart klingt. Aber Sitz und Platz, Los und Fass
klingen zu ähnlich.
Die englische Sprache unterscheidet für den Hund deutlicher: „Down" für „Platz", „Sit" für
„Sitz".
Der Unterschied zwischen den beiden Tätigkeiten „niederlegen" und „sitzen" ist für den Hund
klar, zumal „down" angenehmer, beruhigender klingt. Um bei der deutschen Sprache mit vielen
Zischlauten zu bleiben, sollten wir demnach das „Sitz!" vom „Plaaaatz" deutlicher trennen.
Sprechen Sie „Platz" also gedehnter, tiefer aus. Ein „Pass auf!" können Sie dann schärfer,
anregender sprechen. Dazu dient das schärfer gesprochene „Passss".
Alle diese Gebots-Hörzeichen können verständlich ohne Geschrei ausgesprochen werden.
Wie wollen Sie mal stärker betonen, wenn Sie schon aus vollem Halse schreien? Jedes denkende
Lebewesen stumpft ab, wenn Gebote und Verbote immer in der schrillsten Tonart befohlen werden.
Wie doch bei uns Menschen auch. Wenn Sie moderat, ruhig sprechen, können Sie schon mal, wenn der
Hund versucht, das Hörzeichen zu ignorieren, deutlicher betonen. Um dann wieder mit ruhigem Ton
weiterzusprechen. Lernen Sie, die Gebots-Hörzeichen von den Verbots-Hörzeichen auch
unterschiedlich zu betonen, und der Hund hört immer häufiger (darauf), weil er ebenfalls das
angenehme Gebot vom unangenehmen Verbot unterscheiden kann.
Monoton gesprochene Hörzeichen - ob Verbot oder Gebot - sind nicht zu unterscheiden.
Wenn man aus lauter Unsicherheit zwischen die klaren Hörzeichen einen menschlichen Satz einbaut,
verquatscht man die Deutlichkeit. Folge: Der Hund weiss nicht mehr, was gemeint ist. Wenn Ihr
Hund sich vier, fünf Jahre an Sie gewöhnt hat, dann weiss er, was Sie meinten. Vielleicht. Aber
bis zu diesem Verständnis war es ein adrenalinreiches Leben. Ihr Hund folgte vielleicht nur aus blindem Gehorsam, Einfühlungsvermögen, Druck oder Angst.
Mit zunehmender Gewöhnung an Ihre sprachlichen und körperlichen Eigenarten findet der Hund
heraus, was sie ihm bedeuten. Er lernt, mit zunehmendem Alter feinere Unterschiede
herauszuhören.
Der ganze tierische Sprechunterricht ist natürlich dann für die Katz, wenn andere Miterzieher
völlig durcheinander befehlen. Der Hund wird dann notgedrungen tun, was er für sich heraushört.
Und das wird immer das sein, was für ihn angenehm ist. Natürlich läuft ein Hund lieber ohne
Leine, sogar ohne Halsband, aber zu seinem Schutz und zum Schutz anderer geht es oft nicht ohne
diese Hilfsmittel. Schlimmste Folge: Er rennt in ein Auto oder er springt ein Kind an. Das
kostet nicht nur, es erzeugt Hass. Der Hund ist nicht schuld, denn er lernte es nicht besser.
Man sieht und hört die eklatantesten Fehler immer wieder: Der Hund wird bestraft, wenn er
herkommt. Auch wenn er nicht auf geschrieenen Befehl nicht folgt: Der Hund verknüpft nur das
unmittelbare Tun. Warum sollte er auf diesen furchterregenden Ton hereinfallen und dann, wenn er
es doch tun, auch noch bestraft werden? Da wäre er ganz schön bescheuert. Und diesen Fehler
macht er nur einmal.
Loben muss man können. Wo und wie loben? Das Wichtigste: Das Lob muss ernst gemeint sein,
also nur nach erbrachter (und nicht nur angedeuteter) Leistung - und kein Selbstlob! Manche
tragen prallgefüllte Leckerle-Tüten mit sich und verteilen rundum und alle Minuten. Das ist nur
Eigensucht: „Guckt nur, alle Hunde kommen zu mir!" Die Hunde nehmen es, klar, aber nicht als
Lob.
Zwei Hunde-Ausbilderinnen musste ich gar den Unterschied zwischen Beruhigung und Lob
klarmachen. Zur „Tat": Sie wollen doch auch nicht ständig durch leichte Schläge auf den
Hinterkopf geärgert werden? Also loben (kraulen, streicheln) Sie ihn dort, wo er es ebenfalls
als Lob empfindet: am Nacken, an der Kruppe (Schwanzansatz), am Bauch, weniger am Hals. Hinter
den Ohren kraulen mag nicht jeder Hund. Es sind empfindsame Stellen.
Augenpartien, Ohrlappen, Genitalien und Ruten sind als Lobeszonen tabu. Und zwar besonders für
Kinder und Fremde. Das sind die sensibelsten Zonen bei einem Hund.
Das heisst nicht, dass Sie den Hund auch noch loben sollen, wenn er das Gebot nicht beachtete
und irgend wann einmal doch herkommt. Ignorieren Sie es und korrigieren Sie sich durch
verstärkte Anregung, damit er freudiger zu Ihnen kommt. Spielzeuge, Stöckchen, ein gespieltes
Rückwärtsrennen von Ihnen hilft. Sie müssen ihn überzeugen, dass Sie interessanter sind als der
Hund da drüben.
Die meisten Halter verwechseln das Loben beim richtigen Anlass zum richtigen Zeitpunkt mit
Verknuddeln. Dies versteht der Hund als Spielaufforderung und nicht als Lob. Richtig: Wenn er -
nach Ihren verständlichen Zeichen - was korrekt ausgeführt hat, und nicht nur angetäuscht, dann
mit der freien Hand kurz an der Flanke oder am Hals drüberfahren, eventuell mit einem lobenden
Wort. Basta. Wer ihm vermeintlich freundlich einen Klaps gibt, munter ihn zum Spiel auf oder löst
seine korrekte Ausführung vorzeitig auf. Ähnliche Missverständnisse kennen Sie ja: der joviale
Schulterschlag unter Menschen. Kann das Gegenteil von Lob bedeuten.
Ihr Hund wird spontaner und freudiger zu Ihnen kommen, wenn er Angenehmes erwarten kann und
keinen Anschiss zur falschen Zeit. Wer zu spät reagiert, den bestraft der konsequente Hund.
Management by Motivation. Soll auch im Berufsleben wirken. Das Verständnis für den Hund fängt
damit an, dass man ihn überhaupt kennt. Verstehen heisst vergleichen.
Der Urahn Wolf braucht, das wissen wir dank Verhaltensforschung und Wildbiologie, ausgeprägte
Regeln, weil er ein sehr soziales Rudeltier ist, ja sein muss, um so gescheit zu überleben, wie
er es uns gelehrt hat. Er konnte sich anpassen, weil in seinem Rudel eiserne Regeln gepflegt
werden.
Diese Ordnung ist biologisch. Wir haben damit Schwierigkeiten, weil wir uns von natürlicher
Ordnung entfremdet haben. Wir müssen die Natur wieder neu lernen, wollen wir Tiere verstehen.
Selbst der Stadtneurotiker, der dekadenteste Superrassehund beherrscht - wenn er es von Klein
auf lernen durfte - die Regeln der Hundesprache. Im Vergleich zum Wolf sind sie freilich, wegen
dem Umgang mit Menschen, geändert. Ich will nicht sagen, reduziert. Sie haben sich nur dem
Menschen angepasst, so weit es dem Rudeltier Hund möglich war. Diese Signale müssen wir wieder
neu entdecken. So fällt uns das tierliche Verständnis wesentlich leichter, schlussendlich das
Miteinander logischer. Das heisst: nicht vermenschlichend eigennützig, sondern verständnisvoll
das Andere im anderen Lebewesen sehen, hören, riechen können. Dies bedeutet im übertragenen
Sinne nichts anderes, als Toleranz gegenüber anderen Lebewesen zu üben. An den Körper- und
Lautsignalen unterscheiden sich auch die Geschlechter und das Alter. Auch körperbauliche Typen
differieren.
Das spielauffordernde Knurren eines Herdenschutzhundes klingt viel dumpfer und tiefer, für
kleinere Tiere bedrohlicher als das eines Winzlings. Der Resonanzboden des Brustkorbs macht die
Töne: Bass gegen Flöte. Die bauartbedingten Bewegungen eines Bernhardiners sind ungleich
schwerfälliger als die eines italienischen Windspiels oder kleinen Terriers. Herdenschutzhunde
wirken nur schwerfällig. Sie erstaunen dann unwissentliche Beobachter durch vergleichsweise
grosse Behändigkeit. Die Spielaufforderung eines extrem niederläufigen Dackels ist wesentlich
schlechter ausgeprägt als die eines hochläufigen Hetzhundes. Der Dackel hat nur wenige
Zentimeter, um mit dem Vorderbau Bodenkontakt aufzunehmen als ein Hund, der 80 Kilo oder/und 80
Zentimeter Schulterhöhe misst. Hunde in ihrer angezüchteten oder naturbelassenen Vielfalt
verhalten sich art- und aufgabengemäss. Die beiden Extreme Jagdteckel und Irish Wolfhound machen es deutlich. Die Beispiele Schlittenhund oder stehohrige Schäferhunde zeigen viel deutlicher Mimiken und
Gesten als ein um die Signale Haare, Rute oder Ohren gebrachter Hund. Bei einem Lefzenmonster
(meist Molosser) oder mit Überfell verdeckten Fang ein drohendes Fletschen zu erkennen, ist fast
unmöglich, wenn da nicht der Ton dazukäme. Das Kupieren von Ruten und Ohren, ein mimik- und
sichtbehinderndes Überfell, Sichtbehinderungen oder unbiologische Kopfformen,
Nasenraum-Rückbildungen, und ähnliche züchterische Exzesse behindern nicht nur den Hund in
seiner Kommunikationsfähigkeit, sondern auch den Menschen, der einen fremden Hund beurteilen
will und muss. Selbst ein ausgebildeter Hund gibt deutlichere Signale von sich als ein dumm
gehaltener. „Ausbildung" ist auch wörtlich zu verstehen.
Es gibt kein eindeutigeres Beispiel zur optischen wie psychischen Beurteilung als ein möglichst
wolfsähnlicher Typus. Die Schlittenhunde Husky oder Alaskan Malamute sind ebenso mustergültig
wie die stehohrigen Schäferhunde aller Schläge. Selbst schlappohrige Herdenschutzhund,
Schäfer- (Hirten-) oder Hofhunde zeigen ein deutliches Gehabe. Auch sie haben alle Signale dran,
die Menschen und Hunde zur Beurteilung brauchen. Dabei ist der stockhaarige (mittlere Haarlänge)
Hund - eben mit einem wolfsähnlichen Kleid - noch zu bevorzugen, denn nur an ihm vermögen sich
Nackenhaare noch zu sträuben. Vergleichen heisst auch hier verstehen beziehungsweise
unterscheiden: Ein Sumoringer ist wesentlich bewegungspassiver als ein Fliegengewichts-Karateka,
ein Zwei-Meter-Riese steifer als ein Pygmäe, ein drahtiger Extremsportler agiler als ein
asthmatischer Stubenhocker. Ein Kleinkind ist unbeholfener als ein gestandenes Mannsbild oder
eine umsichtige Mutter. Biologisch, oder?
Hunde sind freilich ungleich frühreifer als Menschen, wie alle unkomplizierten höheren
Lebewesen. Zur Gesamtbeurteilung gehört auch das Einschätzen des Alters. Früher ging man etwas
schlicht
davon aus, dass ein Hundejahr etwa sieben Menschenjahren entspricht. Zur Zeit kursiert die
Relation: erstes Hundejahr gleich 14 Menschenjahre. Stimmt auch nicht mehr. Die Formel ist zu
einfach.
Das wissen wir heute wesentlich genauer. Aus den genannten physischen und psychischen Arten
ergeben sich grosse Unterschiede.
Grosse Hunde sind Langsamentwickler. Kleine sind früher „reif". Ein Kleinterrier zum Beispiel
ist, pauschal geurteilt, mit zehn Monaten schon erwachsen, ein riesiger Herdenschutzhund dagegen
erst ab zwei Jahren. Dabei dürfen auch die artgemässen Temperamente nicht unterschlagen werden,
siehe die Extreme Kleinterrier oder Riesen. Es gibt auch innerhalb dieser Grössenordnungen
Unterschiede. Ruten- und ohrenkupierte, gebäudedegenerierte Qualzuchten, hör- oder sehbehinderte
Hunde sind unnatürlich in ihrer Kommunikationsvielfalt eingeschränkt. Kommen wir also, zum
besseren Verständnis, wieder auf den hundsgemeinen Hund.
Die Körpersprache des Hundes ist immer noch sehr vielschichtig. Am schlechtesten zu erkennen ist
sie bei Hunden, deren Signalgeber zurückgebildet wurden, wie zum Beispiel beim Bobtail, der sein
Gesicht unter dem überlangen Fell nicht zu erkennen gibt, dessen Rute kupiert ist. Die besten
Signalgeber sind Hunde mit deutlichen Körpermerkmalen wie beispielsweise Schäferhunde oder
Schlittenhunde. Ihre Stehohren - eben dem Wolf ähnlich - und ein Fell samt Rute, die
Veränderungen deutlich erkennen lassen, beweisen, dass die wölfischen Signale ihren Sinn haben.
Woran erkennt man am deutlichsten einen dominanten (beherrschenden) Hund - meist Rüden?
Am erregten Dominanz-Scharren mit den Hinterläufen nach dem Markieren (Urinieren) seines
vermeintlichen Reviers, zusätzlich gesträubten Nackenhaaren. Den ängstlichen an eingeklemmter
Rute, unterwerfender Körperhaltung und zurückgelegten Ohren.
Was meinen Sie: Wie viele grundsätzliche Signale kann ein Hund allein mit seinen Körperteilen
aussenden? (Schade, dass ich hier kein leeres Blatt zum Abdecken einlegen kann.) Ich komme auf
13 unterscheidbare Körpersignale mit 71 Kriterien. Natürlich sind Kopf, Rute, Ohren, Fang die
wichtigsten Zeichen. Aber dazu zählen noch viele Feinheiten (Unterabteilungen), die Sie mit
Übung erkennen können. Psychologen nennen das Blickschulung. Daran erkennt man nicht nur
psychische, sondern auch gesundheitliche Befindlichkeiten, zu der auch die entsprechende Pflege
gehört.
Und die momentane Befindlichkeit. Geht es Ihnen nicht auch so: Vor Parties oder Prüfungen müssen
Sie immer auf die Toilette, oder Sie sollten es? Ihr Zustand: besch***en. Oder: Ein voller Bauch
studiert nicht gern. Warum sollte es da einem Hund anders ergehen? Gestresste und gehemmte
Lebewesen sehen so aus. verklemmt, bedrückt, alles andere als locker. Die körpersprachlich
deutlichsten Kriterien sind Rute, Lefzen, Gebäudehaltung, Ohrenstellung und Blickrichtung.
Weitere Differenzierungen sind artgemässe Grundhaltungen der Ruten. Spitze, Schlittenhunde oder
die meisten Herdenschutzhunde tragen sie in „Normalstellung" stark nach oben gerollt,
Schäferhunde tragen sie gerade bis leicht abwärts fallend, Hetzhunde dagegen oft stärker
abwärts. Das Kupieren der Rute ist eine körpersprachliche Behinderung. Die Hunde müssen
ersatzweise mit dem ganzen Hinterteil „wedeln"; ein Erkennen der Launen ist für Hunde und
Menschen schwieriger. Kurze Haare tun sich naturgemäss schwer beim Sträuben, überlange Lefzen
(zum Beispiel bei Doggenartigen) können nicht die Zähne entblössen. Dafür reicht nur die Haut
auf dem Nasenrücken, um gekräuselt zu werden. Das Wedeln mit der Rute ist nur ein Zeichen der
Erregung. Das heisst nicht, wie allgemein angenommen, dass er dabei grundsätzlich freundlich
gestimmt sein muss. Beim Beurteilen muss man also neben allgemeinen Befindlichkeiten diese
arttypischen Varianten einbeziehen, um von einer artgemässen Grundhaltung ausgehen zu können.
All diese Parameter bilden ein Gesamturteil. Und auch das ist nur ein vorläufiges.
Die folgenden Tabellen zeigen nur grundsätzliche Möglichkeiten bei psychisch und physisch
gesunden erwachsenen Hunden auf. Welpen und Junghunde üben dies mehr oder weniger
spielerisch. Jedes Lebewesen ist anders, auch innerhalb eines Wurfs, passt sich aber schnell seiner Umgebung an.
Hunde-Körpersprache und was sie uns sagt:
|
Rute
|
|
(relativ) hochgetragen: |
freudig, aufmerksam |
|
(relativ) abwärts: |
gelassen, sicher |
|
zwischen Hinterläufen eingeklemmt: |
unsicher, unterwürfig |
|
hochgetragen wedelnd, kreisend: |
erregt, erwartungsvoll |
|
hochgetragen, schräg, steif: |
imponierend, angespannt |
|
ansteigend, zuckend oder steif gerade: |
angriffsbereit |
|
Lefzen: |
geschlossen, Zähne nicht sichtbar:
|
gelassen, sicher |
nach hinten gezogen: |
unsicher, warnend |
vorn stark hochgezogen, Zähne sichtbar: |
defensiv drohend |
insgesamt hochgezogen, Gebiss sichtbar: |
offensiv drohend |
„grinsend" zurückgezogen: |
demütig, unterwürfig, heiter |
„offen" nach hinten hochgezogen: |
spielauffordernd |
Körperhaltung insgesamt: |
frei, locker: |
sicher, ausgeglichen |
gedrückt, abtauchend: |
unsicher, scheu, ängstlich |
scharrend, grösser werdend: |
imponierend, offensiv |
Fang über Genick: |
offensiv aggressiv-dominant, kampfbereit |
von hinten aufreitend: |
sexuell dominierend |
kauernd sprungbereit: |
angriffs-, auch rauf- und fangspielbereit |
wechselnde Haltungen: |
unsicher drohend, abwartend |
legt sich auf den Rücken, zeigt Weichteile: |
aktiv unterwürfig |
macht sich klein: |
passiv unterwürfig, ängstlich |
aufdringlich Kontakt suchend: |
unterwürfig spielauffordernd |
pfötelnd, vorn abtauchend, offen: |
aktive Spielaufforderung |
Ohrenstellung: |
locker, stehend oder hängend, offen: |
sicher, entspannt |
|
nach vorn, offen: |
aufmerksam, erwartungsvoll |
|
nach hinten gerichtet, eng anliegend: |
offensiv drohend |
|
nach hinten und unten, abstehend: |
unterwürfig, mürrisch |
|
nach hinten und unten, eng anliegend: |
passiv unterwürfig |
|
rotierend, offen: |
aktiv auffordernd, höchst aufmerksam |
|
wechselnd einzelne Stellung: |
wechselnder Gemütszustand |
|
Blick: |
|
ruhig, stabil: | sicher, entspannt |
|
flackernd, scheinbar ohne Ziel: | unsicher, vorsichtig |
| ruhig, absichtlich abgewandt: | Gelassenheit demonstrierend |
| Gegenüber starr fixierend: | dominantes Drohen, herausfordernd |
| Blickkontakt vermeidend: | präventiv passive Unterwerfung |
| unsteter Blick auf Gegenüber: | aktive Unterwerfung, ängstlich |
| ins „Leere" schauend: | Langeweile vortäuschend, aber aufmerksam |
| offene Pupillen, heiterer Blick: | aktive Spielaufforderung |
|
Nackenhaare:
|
| normal anliegend:
| gelassen |
| gesträubt:
| imponierend, drohend, angriffsbereit |
|
Kopfhaltung:
|
| angehoben:
| sicher, aufmerksam |
| gesenkt, aber Blick nach oben:
| präventiv vorsichtig, unsicher |
| ganz hoch und waagerecht:
| imponierend, selbstsicher |
| leicht nach vorn, gestreckt:
| offensives Drohen |
| deutlich weggedreht vom Gegenüber:
| passive Unterwerfung |
| seitlich nach unten abgetaucht:
| aktive Unterwerfung |
| ganz tief, aber offen:
| Spielaufforderung |
|
Hals:
|
| gestreckt nach oben:
| sicher, imponierend |
| zur Seite nach unten:
| unterwürfig |
|
Läufe:
|
| Hinterläufe leicht angewinkelt:
| locker, standhaft |
| Hinterläufe leicht eingeknickt:
| unsicher, abwartend |
| Vorderläufe gestreckt und aufrecht: | imponierend, neugierig |
| Vorderläufe abtauchend:
| unterwürfig |
| Vorderläufe schnell auf den Boden:
| aktive Spielaufforderung |
|
Nasenrücken:
|
| glatt:
| entspannt |
| gekräuselt:
| drohend |
|
Gebiss:
|
| nicht zu sehen:
| entspannt |
| vorn gebleckt:
| defensives Drohen |
| Gebiss sichtbar (Lefzen weit oben): | offensives Drohen |
| im Backenbereich sichtbar:
| spielaufforderndes „Lachen" |
|
Spezielle Körperkontakte:
|
| Sucht Schnauzenkontakt:
| soziales Begrüssungsritual |
| anales, genitales Beriechen:
| Feststellen des Geschlechts |
| „Luftschlecken" mit der Zunge:
| bettelnde Kontaktsuche |
| paralleles Aneinanderstellen:
| gleichrangiges Imponieren |
| Reiben mit dem Hinterteil:
| sexuelle Stimulanz, Aufforderung |
| Kontaktliegen:
| Ruhe, soziales Wärmeempfinden |
| Pfotenstupsen oder -treten:
| Nachfolge des Milchtritts (bei Welpen), eine Aufforderung |
| Schnauzenstupsen:
| das gleiche, Nachfolge des Zitzenaufbereitens zur Milchabgabe (bei Welpen) |
| Der ganze Körper ist ge- und bedrückt, die Augen demütig:
| Enttäuschung und Trauer, oder der Hund ist organisch krank |
(wird fortgesetzt).
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