Fachjargon
Reizvolle Erklärungen. Das grosse Aufräumen mit Vorurteilen
Teil 3:
Formen der Furcht und der Angst
Triebe
Kastration
Intelligenz
Formen der Furcht und der Angst
Angst ist eine erlernte Erfahrung, nie eine angeborene. Furcht als Vorsicht (Voraussehen) ist dagegen vermutlich eine angeborene Eigenschaft, wichtig für das Überleben. Furcht, also Stressreaktion auf irgendein Ereignis, das gefährlich erscheint, löst eine Reihe von physischen und psychischen
Prozessen aus, die ein gemeinsames Ziel haben: bestmögliche Reaktion zum Überleben. Furcht führt jedoch immer zu Flucht (aktive Form der Verweigerung), mehr oder weniger deutliches
Meideverhalten, oder Passivität (stille Form der Verweigerung). Das so genannte Angstbeissen ist dagegen ein vorsorglicher (präventiver) Schutz von unsicheren Hunden. Wie jedes junge höhere
Lebewesen lernt auch ein Welpe durch Abschauen (learning by seeking) und Nachahmung und
Erfahrung im Umgang mit älteren Tieren ein angepasstes Flucht- und Beharrungsverhalten (Passivität), weil er kaum Möglichkeiten hat, sich zu wehren. Durch Rangordnungskämpfe und Kämpfe mit Beutefang-Charakter trainieren junge Hunde - am besten im Kontakt mit anderen
gleichaltrigen Artgenossen - für das Überleben als Erwachsener. Isoliert man ein junges Lebewesen von den Erfahrungen der Furcht und Angst, wird es nicht überlebensfähig. Ist ein Hundehalter/eine Hundehalterin ängstlich, wird sich diese Angst auch auf den Hund übertragen.
Triebe
... sind zuerst Antriebe. Ein Trieb ist eine Handlungsbereitschaft. Ein Trieb ist eine mehr oder weniger talentiert treibende Kraft: Bei Pflanzen nennt man einen Trieb, wenn etwas keimt. Antrieb nennen Humanpsychologen die Eigenschaft, sich antreiben, sich motivieren zu können. Trieb kommt von treiben. Wenn jedoch Hundefanatiker von allen möglichen „Trieben" ihres Lieblings sprechen, denken sie eher an Triebhaftigkeit. Viele Schutzhundler schwärmen von Trieben, daher meine Sorge um ein falsches Verständnis des Wortes beim Hund. Was treibt diese Leute um? Wunschdenken, das sie von sich selbst auf ihr Objekt übertragen (wissen wollen). Klappt auch nicht immer, glücklicherweise.
Schutztrieb ist das wie auch immer geförderte Talent des Schützens, vor was und wem auch immer. Ein Schutzhund soll beschützen, wen und was auch immer. Im Grunde eine eher defensive Kraft. Wenn dieser Schutztrieb so verstanden und gelehrt wird, ist das sozialverträglich.
Rassehunde-Vereinsverweser benutzen noch immer den im Nationalsozialismus geprägten Begriff „wesensfest". Als ob die Bildung eines Charakters ein festes Konstruktionsmerkmal wäre.
Denk-Hinweis: „Wesen" kommt von „sein".
Sozial trainierte Rüden agieren gegenüber ähnlich geprägten Hündinnen mit relativer (arterhaltender) Beisshemmung. Ähnlich verhalten sich normale erwachsene Tiere gegenüber Welpen, die präventive Unterwerfung demonstrieren. Doch es gibt keinen „automatischen" Welpenschutz. Es gibt nur bei nicht-isolierten, also sozialisierten Hunden ein tolerantes Verhalten von erwachsenen Tieren
gegenüber einem hundeverständlich welpenhaften Verhalten. Dieses tolerierte Verhalten gegenüber Welpen ist jedoch keine Narrenfreiheit.
Ein biologischer Schutztrieb ist jeder Mutterhündin angeboren. Die wirklich natürliche Mutprobe (etwa bei einer „Nachtübung" mit eingebauten Überraschungen) ist oft eine Blamage für die Halter und
demaskiert das Missverhältnis zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Selbstsicherheit haben
menschliche Stammtischhundler ihren „Kriegskameraden" nicht angedeihen lassen, nur Angeberei. Jene des (meist männlichen) Halters.
Ich habe diese Angeberei zur kynologischen Kontrolle und menschlichen Korrektur völlig getrennt.
In den „Kooperativen Tests" werden Hunde mal bei Bedrohung allein gelassen, mal unterstützt sie der Halter. Die Unterschiede sind so gravierend wie entscheidend. Was der Halter versäumte (schon im Welpenalter für Selbstsicherheit im Spiel zu sorgen und den jungen Hund nicht ständig
unterzubuttern), das verrät der ehrliche Hund. Und der wird dann noch in falscher Schuldzuweisung als Versager abgestempelt. Wer da versagt hat, ist für viele erfahrene Ausbilder eindeutig. Mancher Schutz- und Kampftrieb ist viel mehr den Züchtern und Liebhabern einer Rasse zu eigen als den Hunden selbst.
Jagd- beziehungsweise Beutetrieb ist allen Hunden mehr oder weniger eigen. Alle Hunde sind mehr oder weniger Beutegreifer, wenn sie noch ein Gebiss haben dürfen, das Beute greifen kann. Hunde waren immer auf Gemeinschaft angewiesen, um als Jäger erfolgreich zu sein. Viele Zuchten leisteten hier hervorragende Arbeit, um Jagdtrieb, den wir heute in unserer Gesellschaft nicht mehr
gebrauchen können, auszusondern. Ausgenommen jene Spezialisten, die genau diese Eigenschaft nutzen, wie Jäger. Hirten zur Urzeiten funktionierten den Verfolgungstrieb, das Treiben und
Einkreisen von hinten, nur um: zum „Hüten". Manchmal geht das noch daneben, und die Hütehunde treiben ihre Schützlinge den Abhang hinunter. Fällt unter „dumm gelaufen".
Es gibt nur wenige Hundetypen, denen wenig Jagdtrieb anhaftet: Herdenschutz- (Ausnahme: Kangal) oder Hof- und Wachhunde (Molosser), die von alters her auf ihr zugewiesenes Territorium (Herde oder Gehöft) geprägt wurden. Oder Spitze, früher bei Bauern beliebt, weil sie eben nicht jagten. Nicht zu verwechseln freilich mit den nordischen Spitzen wie dem Vestgötaspets.
Pro Jahr werden in Deutschland rund 1 500 Hunde von Autos überfahren, und nicht selten, weil die Hunde ihrem Jagdtrieb frönen durften. Frühzeitige Gewöhnung an das Nichtjagdbare ist Prävention gegen Schäden.
Hetz-, Schlitten- und Jägerhunde-Besitzer (nicht: Jagdhunde, denn fast jeder Hund jagt, hier sind aber Hunde für Jäger gemeint), dazu zählen alle Terrier, Spaniels, Setter, Teckel, Bracken und Retriever, müssen sich bei der Anschaffung überlegen, wie weit sie diesen unzeitgemässen Trieb ablenken und abtrainieren können und vor allem wollen. Hetzhunde und andere Bewegungsnotoriker müssen sich auslaufen, austoben können. Dafür muss der Besitzer sozialkonform sorgen - oder eine andere Wahl treffen. Da helfen keine optischen Bevorzugungen oder Ausreden. Da hilft nur echte Tierfreundschaft, und die kann in Verzicht münden. Es gibt schliesslich - unter Rassehunden - nahezu 400
Möglichkeiten. Bei Mischlingen ist die Herkunft von beiden Elternteilen zu erfragen. Ist dies nicht möglich, muss man früh erkennen können, wo der „Hase" hinläuft.
Was allen normal aufgezogenen und geprägten Hunden von klein auf anhaftet, ist der Sozialtrieb.
Es sind und bleiben Gesellschafts-, Rudel- oder Herdentiere, wie man dies von Vögeln, Pferden und anderen Herden Tieren kennt. Katzen sind gesellschaftsfähige Einzelgänger. Sie dulden andere, aus Ersatz-Sozialpflege und Bequemlichkeitsgründen auch ihren Menschen. Ein Hund wird, selbst für kurze Zeit isoliert aufgezogen, immer seinesgleichen suchen. Diese bei Wölfen, Hyänen, Wildhunden hervorragend funktionierende Ordnung hält die Gemeinschaft stark. Hat die Ordnung Lücken, ist die Sozialfähigkeit gefährdet. Der Sozialtrieb von Hunden ist eines der schönsten Geschenke an
Menschen.
Der Spieltrieb leitet sich aus dieser ordentlichen Gesellschaft ab. Das Spiel ist ernst gemeint und
keine blosse Unterhaltung. Durch gemeinsames Spiel bildet sich Gruppenzugehörigkeit. Mit allen Spielvarianten lernen Jungtiere sich und ihresgleichen zu versorgen und zu schützen. Isolierte
Gesellschaftslebewesen verkümmern. Aus dem Spiel untereinander lernen Welpen, sich
unterzuordnen oder sich zu wehren, sich anzuschleichen, Schwächen auszunützen oder Stärken.
Und zwar wechselweise. Sie lernen auch, dass man mit seinen Feinden leben muss, weil man nicht jederhund zum Freunde haben kann. Sie lernen im Spiel, dass man gehorchen muss, sonst beisst die Giftschlange. Die Hundemutter schreit nicht, prügelt nicht, sondern korrigiert mit Überschnauze-Packen oder drückt den Körper runter (physische Unterordnung). Wer als Hundehalter den Spieltrieb (mit viel Unsinn) in motivierendes Lernen formt, der hat seinen Hund für sich gewonnen. Bei
selbstbewussten Hunden: Druck erzeugt Verweigerung. „Geprügelte" Hunde folgen aus Angst.
Folgen hat im Deutschen zwei Bedeutungen: eine folgt (nach), die andere gehorcht.
Wenn nun auch von Verteidigungs- oder Schutztrieb die Rede ist, hat dies beim Hund den Grund in der Aufgabe, die nur im Rudel entsteht. Dort gilt es, das Rudel als Clan zu verteidigen. Und nur ein gesundes Rudel kann überleben. Daher wird es geschützt, nach aussen hin. Gegen Übergriffe des Territoriums (Reviers) oder gegen einzelne Mitglieder. Diese Rudelgenossen müssen aber im Rang hochstehen. Es kommt kaum vor, dass ein „Underdog" verteidigt wird. Das heisst für unsere
Verhältnisse: Unser Hund wird uns nur verteidigen, wenn sein Rang unter uns steht, er also eindeutig uns respektiert.
Der Antrieb zum Kämpfen hingegen kann aus Selbstschutz erfolgen, um zu überleben, oder
missbraucht werden, damit der Hund hauptsächlich kämpft, bis zur Blindwütigkeit, die leider vererbt werden kann, wenn die Auswahl der Zuchtpaarungen nach diesen bevorzugten Trieben selektiert wird. Das leidige Kampfhunde-Thema findet in dieser asozialen menschlichen Triebhaftigkeit ihr
Ventil. Kein Hund ist von sich aus derart fehlgesteuert. In der freien Wildbahn wären solche gegen alles aggressive Hunde nicht überlebensfähig; sie würden sich gegenseitig ausrotten. Foxterrier-Züchter selektierten zur Modezeit dieser Rasse (vor 60 Jahren) derart auf „Schärfe", dass bereits Welpen sich gegenseitig umbrachten.
Der Kampftrieb, von Schutzhundlern und kriminellen Hundekampfhunde-Abrichtern beliebt, ist von diesen Leuten ohnehin eigennützig verstanden und interpretiert. Meist isoliert, mit Angst, Druck und Gewalt dressiert, kämpfen sie oft nur um ihr Überleben. Solche Hunde würden in freien
Überlebenskämpfen in freier Wildbahn jämmerlich zugrunde gehen, weil sie in ihrer Jugend nicht die ritualisierten Spielraufübungen trainieren durften. Und diese strengen Rituale können nur in
artgleicher Gesellschaft geübt werden.
Solche sozialisierten Hunde, speziell Rüden, werden in den überwiegenden Fällen immer in einem meist unblutigen kurzen Gekabbel (Schulterringen mit Zähnefletschen, dominante Körperhaltungen etc.) ausgetragen. Klug, wie die meisten männlichen Rivalen hier sind, hier gibt oft der niederrangige und jüngere nach. Wenn es dann unter potenziell gleichrangigen Hunden zu einem Ernstkampf kommt, siegt nicht logischerweise der physisch stärkere oder optisch grössere. Meist aber jener, der präventiv aggressiv und entschieden (dominant) vorgeht, dabei schneller reagiert und routinierter auf die empfindlichen Stellen des Gegners ansetzt und diese dann im Griff hält. Die Kampftechnik ist sehr verschieden, je nach Selbstsicherheit, Temperament, Reaktionsschnelligkeit, Fitness, Erfahrung und körperlichen Eigenschaften. Hunde, die nicht derart sozial miteinander spielen dürfen, werden zu sozialen Krüppeln (erzogen) und halten die Kampfrituale nicht mehr ein. Weil sie diese nicht kennen. Unter anderen Welpen und Junghunden lernen Hunde spielerisch das Kämpfen. Dies aber nur, um gemeinsam zu überleben.
Das sexuell gesteuerte Aufreiten ist keine rüdenhafte Dominanz. Meine verstorbene Akbash-Hündin, dominant innerhalb ihres Wurfs und aus der ohnehin dominanten Rassengruppe der
Herdenschutzhunde, übte seit dem dritten Lebensmonat bei meinem kastrierten Rüden das Aufreiten. Der sehr dominante Rüde verlor die Lust dazu, einige Wochen nach seiner Kastration, probierte dies nur einmal noch bei der Welpen-Hündin. Es war ein letzter Versuch. Dann tat er erst wieder -
halbherzig und unbeholfen, als Sabah läufig wurde. Und sie bei ihm. Das Aufreiten bleibt somit nur ein Signal der Dominanz, keine sexuelle Zuordnung.
Kastration
Um bei Rüden auch hypersexuelle Dominanz-Aggression einzudämmen, das Streunen zu
unterbinden, gar Erkrankungen an den Genitalien zu kurieren, bei Hündinnen unerwünschte
Vermehrung zu verhindern, ist die Kastration ein probates Mittel. Auch wenn ich Bedenken habe bei jedem Eingriff, der nicht nötig ist. Mitunter entladen sich sexuelle Triebe überreizter Rüden an „Ersatzpartnern" wie Kissen, Stuhl- oder Menschenbeinen. Bei Wiederholungen ist eine Kastration zu empfehlen. Bei Hündinnen genügt es meist, die Ovarien zu entfernen, der Uterus kann ohne Risiko belassen werden. Die Ausschaltung der Sexualfunktionen kann durch Nebenwirkungen beeinträchtigt werden: Harnträufeln und Neigung zu erhöhtem Hungergefühl (bei besserer Verwertung!). Dem
etwaigen Zunehmen ist mit strikter Futterrationierung zu begegnen, alles andere ist falsches Mitleid. Schäfer kastrieren ihre Hüte- oder Herdenschutzhunde-Rüden, die nicht zur Fortpflanzung gedacht sind, damit sie sich auf ihre Arbeit konzentrieren und nicht von läufigen Hündinnen oder gar
Wölfinnen ablenken lassen.
Rüden bauen gegenüber Konkurrenten ihre innerartliche Dominanz-Aggressivität nach der Kastration wie auch ihre Fortpflanzungs-Aggression mehr oder weniger ab.
Kastration ist sehr different, bei einem Rüden, der ohnehin kein Triebtäter war, deutlich reduzierend, beim anderen, der sexuell triebstark war, tritt kaum eine Milderung ein. Es kommt vor allem auf das Alter des Rüden an, wie er sich verändert. Je jünger, desto stärker. Das Sexual-Geruchsempfinden bleibt in dieser Abstufung. Es verschwinden mehr oder weniger intensiv nach Dauer der Operation, weil das Gedächtnis für diese Informationsauslöser nachlässt.
Die territoriale Aggressivität (Wachsamkeit, Schutztrieb) bleibt jedoch erhalten. Psychische
Störungen wie Angstbeissen - durch schlechte Sozialisierungprozesse während der dritten bis
zwölften Lebenswoche - auch, weil das Verhalten nicht nur von Hormonsteuerungen abhängt. Auch die Fellbeschaffenheit kann sich ändern. (Mein Rüde bekam längeres Deckhaar an unnötigen Stellen, er blieb Rüden gegenüber dominant, vorher war er Fressmäkler, danach frass er alles gierig. Ich muss höllisch auf reduzierte Rationen und seine Figur aufpassen.) Bei älteren Kastraten kann
Harnträufeln auftreten. Der Heilprozess nach der Operation dauert etwa drei Wochen, die Umstellung des Verhaltens zwischen zwei Wochen und einem halben Jahr.
Ich warne ausdrücklich davor, Kastration als ein Allheilmittel für falsche Haltung oder
Verhaltenskorrektur, also wie einen Reparaturkit zu betrachten. Noch schlimmer ist freilich eine
vorzeitige Kastration - die vor der Pubertät. Hier wird, meist aus humansexualfeindlichen Motiven, zweifelsfrei tierschändlich gehandelt: eine Entwicklung zur Erwachsenenreife verhindert. Manche Amerikaner tun dies, um Hunde und Katzen sich nicht aus dem „Tierbabyalter" weiterentwickeln zu lassen (Mammophile). Manche glauben andererseits gar der unbewiesenen Mär, dass ein kastrierter Rüde schärfer oder vor allem grösser wird.
Es wird oft zu schnell kastriert - oder aus völlig desinformierten, menschlichen Sexualmotiven
abgeraten. Wenn aber, soll man wenigstens keine Erziehungsfehler als Hinderungsgrund
vorschützen. Es kann auch schon eine Sterilisation (Durchtrennen des Samenstrangs oder der
Eileiter) genügen. Eine Kastration bei Hündinnen verringert andererseits Erkrankungen im
Gebärmutterbereich und bei Rüden einen Hodentumor.
Es bleibt - auch nach Beratung von Tierärzten - stets im Ermessen des Halters oder der Halterin.
Es bleibt eine Manipulation. Die Gesundheit und die Gefahr der unkontrollierten Vermehrung sollte den Ausschlag geben. Wenn kastrieren, dann nur nach der ersten Hitze oder nach der vollendeten Geschlechtsreife des Rüden. Wenn nicht tiermedizinische Gründe eine andere Entscheidung anraten.
Intelligenz
Intelligenz setzt sich zusammen aus genetischer Veranlagung, psychologischer Wahrnehmung und Lernfähigkeit. Sie ist die Fähigkeit, individuelles Verhalten aufgrund von Erfahrungen anzupassen. Die andere Definition von Intelligenz kann der biologischen zugezählt werden: Sie ist eine genetisch fixierte Disposition (Anlage). Nicht mehr, nicht weniger. Selbst das grösste Intelligenz-Potential bleibt ungenutzt, wenn es nicht gefördert wird. Die meisten Tests gründen auf menschlichen Massstäben und sind niemals auf die ganze Gattung des einzeln getesteten Lebewesens zu übertragen, was
leider oft aus populistischen Gründen getan wird. Vor allem mit dem unlogischen Anspruch von Züchtern auf ihre „intelligente" Rasse. Denn dies ist jedes Lebewesen, fragt sich nur, wie. Und als ob nur diese Rasse „intelligent" sei, und nur Rassehunde. Diese Behauptung wäre dumm. Ausserdem ist der Begriff „intelligent" noch kein Massstab. Denn intelligent ist streng genommen jedes Lebewesen. Die Frage ist: Wie sehr oder wie hoch? Im Übrigen erbringt das Lebewesen schon einen Beweis der „Intelligenz", wenn es lernen will. Das gilt auch für Hundehalter.
Den Spruch vom dummen Hund halte ich für eine typisch menschliche Schuldzuweisung.
Hier finden Sie die bisher vorliegenden Beiträge zum Stichwort "Fachjargon":
Teil 2
Teil 1
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