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Hundekunde

    ARTENKUNDE

Serie: Biologische Artenkunde.
Welche Hundeart was und wie ist.

Teil 3: Die Gruppen im Detail

8. Gruppe: Kleine Jägerhunde

Rückblickend auf die 11. Folge dieser Serie muss der Autor - nach einem Hinweis einer dem Hundezeitungs- Forum bestens bekannten Otterhound-Freundin - zugeben, dass er bei der Behauptung, der Otterhound sei im Aufwind, wohl zu viel Wind machte. Denn ein Aufwind meinte hier eine höhere Popularität, das war aber bei näheren Recherchen eher ein Wunschdenken. Der Otterhound ist nach wie vor höchst selten.

Von den höherläufigen grossen Jägerhunden nun zu denen, die vor allem auf die Jagd in Erdhöhlen und enge Bauten gezüchtet wurden.

Kleine Terrier:

Dies sind - neben den hier auch aufgeführten Teckeln - die populärsten kleinen Jägerhunde. Terrier, wie der Name schon bedeutet, arbeiten meist "unter Tage". Daher müssen sie so klein wie nötig und so kräftig wie möglich sein. Sie sind sehr lernbegierig, von unübertrefflich hohem Temperament, wieselflink und hart im Nehmen und Geben.

Diese "Kleinen" waren, wie die meisten grossen ursprünglich, immer auch Jägerhunde. Sie waren schon deshalb beliebt bei Bauern und Jägern, weil sie günstig im Unterhalt waren, anspruchslos in der Pflege, aber Haus und Hof freihielten von ungeliebten Nagern oder Füchsen.

Die teilweise rührenden Geschichten um die frühere Verwendung als Rattenkiller trifft freilich heute nur noch auf wenige der kleinen Terrier zu. Yorkshire und andere sind heute dazu nur noch in Ausnahmen dazu tauglich, weil sie immer mehr nur als "Schosshunde" gehalten werden. Doch jagen können sie allemal noch. Wenn auch nur Spielzeug oder, schon eher natürlich, Mäuse.

In Erdbauten (um Dachse und Füchse etc. aufzuscheuchen) stöbern, schliefen, suchen, stellen, sprengen kleine Jäger-Terrier, um mal einige Eigenschaften auf dem Jägerjargon zu verwenden. Sie können auch schweissen, also Blutspuren aufnehmen und verfolgen.

In den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts waren die Rauhaar-Foxterrier der Modehund geworden. Dadurch wurden sie so "scharf", dass sie sich noch als Welpen gegenseitig an die Kehle gingen. Die seltene Variante des Glatthaar-Foxterrier wird auch heute nur für den Jagdgebrauch gezüchtet.

Wesentlich populärer wurde der aus diesen britischen Schlägen, wozu vornehmlich der "Mini-Airedale" (Welsh-Terrier) gehört, gezogene sehr dunkelbraune bis schwarz-markierte Deutsche Jagd-Terrier.

Diesen "Grundtypen" gemeinsam ist die Grösse: 33 bis 40 Zentimeter am Widerrist. Vom Typ ist der Jagdterrier wie der rauhaarige Foxterrier, es gibt ihn in Glatthaar und Rauhaar. Der "Rasse-Standard" will es so sehen: "Strenge Leistungszucht achtet auf Nase, Laut, Schärfe und Wasserfreude, vorzüglich unter wie über der Erde."


Glatthaarterrier

Jagdterrier

Aus den kleinen britischen Terriern, ausser dem Welsh, wurden später die noch kleineren, meist noch "giftigeren" als die Fox, Jack-Russell- und Parson- Varietäten gezüchtet. Die JRT (Jack-Russell-Terrier) sollen in den USA auch als Waschbären-Aufscheucher dienen.

Hier können nicht alle kleinen Terrier erwähnt werden, weil dies eben keine fragwürdige Rassenbeschreibung sein soll. Nur wenige Typen sind noch aktive Jägerhunde, andere nicht mehr, sie werden unter den Kleinhunden in der nächsten Folge erwähnt.


Cairnterrier

Border-Terrier

Zu den Haus- und Hof-Aufgaben des Rattenvertilgens sind heute nur noch Cairn- und Border- ("Border" hier als "Grenzland" gebräuchlich) Terrier herangezogen. Diese kleinen rauen Burschen sehen sich nicht nur weitgehend ähnlich, sie sind es auch in ihrer Art, weil früheren oder noch gegenwärtigen Aufgabe.

Der Sealyham, als Spezialist zur Otter- und Dachsjagd kreiert, stammt wie sein Zuchtgründer aus Wales. Basis des Sealyham war der aus Flandern stammende weisse, rauhhaarige Basset, dem kleine Terrier wie der Cheshire eingekeuzt wurden.

Der immer beliebter werdende Cairn stammt aus dem Westen des schottischen Hochlands und Inselgruppe der Hebriden, auch von Skye. Der früherer Name lautete "kurzhaariger Skye Terrier". Der langhaarige behielt seinen Namen.

Aus dieser rauen Gegend stammen auch der schwarze Scotch und der hier "dank" Futterwerbung zum Verkaufs-Renner gewordene West Highland White Terrier (Westi). Der jedoch ist nichts anderes als ein weisser Cairn.

Dem englischen Grenzland-Distrikt des Border Terrier wiederum entsprangen auch Lakeland, Dandie Dinmond und Bedlington - der geschoren wie ein Lamm aussieht, aber weissderterrier keines ist.

Das Vorurteil: kleine Terrier seien gleichzeitig auch grosse Kläffer, ist leider oft anzutreffen, auch gepflegt von den Besitzern, die meinen, ein kleines Tier muss nichts lernen (die Halter gehen vermutlich von sich aus, auch wenn sie gross sind). Es gibt aber jene feinen Beispiele, die einen überlegen lassen, dass bei manchen Umgebungs- und Wohn-Situationen ein kleiner Hund hundegerechter angebracht wäre als ein grosser. Oder noch besser: zwei kleine für einen grossen - bei der nächsten Hundewahl.

Die nun leider eben oft auch beobachtete Formel auf vier kleinen Läufen "Klein, aber unerzogen, daher giftig" liegt viel an den bequemen Besitzern, und zum Teil an jenen Züchtern, die wahre Selbstmörder mit niederer Reizschwelle selektieren. Diese Terrierristen sind berüchtigt dafür, dass sie gern die Hinterlaufsehnen bei grossen, hochreizschwelligen Hunden durchbeissen. Ich will hier keine spezielle "Rasse" und deren noch kleineren Schlag nennen.


Sealyhamterrier

Foxterrier

Westhighlandterrier

Es geht auch anders, und das ist der Beweis, dass nicht die Hunde an ihrem Giftzwerg-Kläffer-Image schuld sind.

Beispiel: Ich kannte einen Cairn und seine Besitzerin, die ihren Kleinen täglich mitnahm auf ihren Auslieferungstouren. Ich sah ihn erst gar nicht auf dem, nana!, Beifahrersitz. Guckte durchs Fenster. Jeder andere Hund hätte gegeifert. Nun stand die Besitzerin neben mir, klar. Aber der Lütte hat mich nicht mal angeschaut. Nur seine kleine Rute zuckte, das war alles an äusserer Wahrnehmung und ein Signal: Oller, ich seh übergross, dass du auf ein Ausrasten wartest. Nee, mit mir nicht!
Der Kerl war weder taub noch alt, nur einfach souverän erzogen. Und Stil hatte er auch noch.

Man kann diese Gruppe auch - allgemein - so beschreiben: Kleine Terrier sind Hunde, die nur höchstens zehn Kilo wiegen, aber so angeben und arbeiten, als wären sie 60-Kilo-Monster.

Teckel (Dackel, Dachshund):

Hier nehmen die auch bei allen Hundetypen sehr populären Dackel einen herausragenden Platz ein. Sie sind der zweitmeist-gezüchtete Hund (nach dem Deutschen Schäferhund). Der ursprüngliche - heute noch eingeschränkt gebräuchliche - "Verwendungszweck" war und ist es, Dachs und Fuchs im Erdbau zu stellen und herauszutreiben - also stärkere "Beute".

Dackel werden seit über 100 Jahren reingezüchtet, zuerst als kurzhaariger. Später folgten der Langhaar und der Rauhaar, wie "üblich" durch Einkreuzen anderer Typen mit dem gewünschten Haarkleid.


Rauhhaariger...

Langhaariger...

Glatthaariger...

...Dackel

Wie heisst er nun korrekt: Teckel, Dachshund oder Dackel? Korrekt sind alle drei Bezeichnungen. Der spätmittelhochdeutsche Name "Dahshunt" (von Dachs abgeleitet) wurde im frühen 18. Jahrhundert zu "Dächsel", in der zweiten Hälfte jenes Jahrhunderts im Norddeutschen zu "Teckel" und später, gegen Ende des 19. Jahrhunderts - als Kurz- und Koseform - zu "Dackel". So schreibt es die Etymologie (Wissenschaft vom Ursprung der Wörter) der deutschen Sprache.

Jägerschaft wie Züchter bevorzugen "Teckel", vielleicht aus dem Grund, weil ein Dackel im Volksmund nichts ehrenrühriges ist, wenn man einen Menschen so bezeichnet. Dies aber auch nur in Deutschland. Denn der Dackel hat einen viel besseren Ruf als dieses noch verzeihlich gebrauchte Schimpfwort. Die Verbindung Dackel gleich klein, aber bissig und dickköpfig, ist anscheinend unausrottbar.

Im bayerischen Sprachraum gibt es nur offiziell "Dackel". Den - vornehmlich rauhaarigen - nennen sie dort "Zamperl".

Gergweis, ein berühmt-berüchtigtes Dackel-Dorf in Bayern war es aber auch, das die Gesundheit des Zamperls durch geradezu massenweise Vermehrung in Gefahr brachte.

"Rassetypische" Gesundheitsmängel belasten ihn - ausser den Krankheiten durch Inzucht, Verpaarung mit extremen Merkmalen wie Verzwergung - "nur" die übertriebene Proportion (kurze Läufe, langer Rücken). Die ist nun mal im Vergleich zu "normalen" Proportionen eines ausdauernden Jägers wie dem Wolf als Ahn durch züchterische Spezialisierung am Rande der Verkümmerung gelandet - und nicht selten leider als Qualzucht, wenn man um die Vermehrer als Täter dieser Kreaturen weiss. Verzwergung muss nicht automatisch Qualzucht sein, aber die Lauftüchtigkeit muss noch erhalten bleiben. Dackellähme ist ein Synonym für Bandscheiben-Schäden durch dieses Unvermögen oder diese Behinderung beim Laufen, vor allem beim Bewegen auf steilem Untergrund oder Treppen. Das Ablauf-Vermögen ist nicht mehr gewährleistet. Das Verhältnis der Länge der Läufe und des Rückens ist so extrem verändert, eben geschädigt worden, dass die Wirbelsäule mit allen zum normalen Ablaufen oder Springen erforderlichen Teile nicht funktionsfähig ist.

Dass diese Lähme auch bei anderen, ähnlich oder anders extrem gezüchteten Hunden vorkommt, ist auch bekannt. Nur, beim Dackel ist sie populär.

Seriöse Züchter passen auf, dass diese Extreme nicht zu Lasten seiner Tüchtigkeit in niederen Erdgängen und seinem Allgemeinbefinden geht.

Die Grössenvarianten: Der "Standarddackel" hat einen Brustumfang von über 35 Zentimeter und ein Gewicht von vier bis zu neun Kilogramm. "Zwergdackel" haben einen Brustumfang von 30 bis 35 Zentimeter und ein Gewicht zwischen drei und vier Kilo, "Kaninchendackel" sind die kleinsten: etwa drei Kilo.


Zwergdackel

Ein Blick auf die speziellen Körperorgane des Teckels ist hier doch interessant. Auszüge aus den "Rassekennzeichen", nur zu den Eigenheiten betreffende Zitate. Sinn und Unsinn etc. werden hierbei nicht kommentiert, etwa wie der, dass "niedrige, kurzläufige, langgestreckte Gestalt" logischerweise nicht kompakt sein kann. Wenn dies hier nachstehend veröffentlicht wird als Beispiel, mag man auch Warnungen herauslesen wie die vor der Krüppelhaftigkeit der Läufe:

    "Trotz der im Verhältnis zum langen Körper kurzen Gliedmasse weder krüppelhaft, plump oder in der Bewegungsfähigkeit eingeschränkt, noch wieselartig schmächtig wirkend, mit geschlechtstypischer Gesamterscheinung. Bei einem Bodenabstand von etwa einem Drittel der Widerristhöhe soll die Körperlänge in einem harmonischen Verhältnis zur Widerristhöhe stehen, etwa 1 zu 1,7 bis 1,8.

    Verhalten / Charakter (Wesen): Im Wesen freundlich, weder ängstlich noch aggressiv, mit ausgeglichenem Temperament. Passionierter, ausdauernder, feinnasiger und flinker Jagdhund.

    Vorderhand: Anstrengender Tätigkeit unter der Erde entsprechend muskulös, gedrungen, tief, lang, und breit. Im einzelnen:
    a) Schulterblatt. Lang und schräg gestellt, fest auf dem voll entwickelten Brustkorb aufliegend, hart und plastisch bemuskelt.
    b) Oberarm. Von gleicher Länge wie das Schulterblatt, im rechten Winkel mit diesem stehend, starkknochig und straff bemuskelt, an den Rippen anliegend, aber frei beweglich.
    c) Unterarm. Kurz, möglichst wenig nach innen gebogen, nach vorn und nach aussen hart und plastisch bemuskelt. Etwa so lang, dass der Bodenabstand des Hundes etwa ein Drittel seiner Widerristhöhe beträgt.
    d) Vordermittelfussgelenke stehen einander etwas näher als die Schultergelenke.
    e) Mittelfussknochen, welche die Fessel bilden, sollen von der Seite gesehen weder steil stehen noch durchgedrückt sein.

    Rumpf: a) Rücken. Der Rücken soll einen hohen und langen Widerrist haben, im Verlauf der weiteren Brustwirbel gerade verlaufen und in der Lendenpartie eine leichte Wölbung zeigen.
    b) Brust. Brustbein derb und so stark vorspringend, dass sich an beiden Seiten Gruben zeigen. Der Brustkorb ist, von vorn gesehen, oval, von oben und von der Seite gesehen grossräumig, breiter Lagerung von Herz und Lunge volle Entwicklung gewährend. Weit nach hinten aufgerippt und allmählich in die Bauchlinie überführend. Bei richtiger Länge und Winkelung von Schultern und Oberarm verdeckt in Seitenansicht der Vorderlauf den tiefsten Punkt der Brustlinie.
    c) Bauch. Leicht aufgezogen.

    Hinterhand: a) Kruppe. Lang, breit, rund, voll bemuskelt.
    b) Beckenknochen nicht zu kurz, genügend kräftig entwickelt, mässig schräg gestellt.
    c) Oberschenkel derb, von guter Länge, in rechtem Winkel in die Beckenpfanne eingelenkt.
    d) Keulen voll ausgerundet.
    e) Kniegelenk breit und kräftig.
    f) Unterschenkel im Verhältnis zu anderen Hunden kurz, im rechten Winkel zum Oberschenkel stehend, stramm bemuskelt.
    g) Fusswurzelknochen breit angelegt, mit stark vorspringendem Fersenbein (Hacken).
    h) Mittelfuss lang, gegen den Unterschenkel beweglich, leicht nach vorn ausgebogen.
    i) Die Hinterhand soll von hinten gesehen vollständige gerade sein.

    Sondermerkmale verschiedener Arten des Teckels:
    Der Teckel wird in drei verschiedenen Haararten gezüchtet, und zwar als kurzhaariger, rauhhaariger und langhaariger. Alle drei Arten müssen den vorher angeführten Merkmalen in gleicher Weise entsprechen. Es gilt für jede der drei Arten im besonderen:

    A. Kurzhaariger Teckel
    Behaarung: Kurz, dicht und glänzend, glatt anliegend, nirgends unbehaarte Stellen zeigend. Besondere Fehler der Behaarung sind: zu feines, dünnes Haar, Lederenden an den Behängen, haarlose Stellen oder allzu grobes, allzu reiches Haar im allgemeinen.
    a) einfarbige Teckel: Rot, rotgelb, gelb, alles mit oder ohne schwarze Stichelung. Indes ist reine Farbe vorzuziehen und rot wertvoller als rotgelb und gelb zu betrachten. Auch stark schwarz gestichelte Hunde gehören hierher und nicht unter die andersfarbigen. Nase und Nägel sind schwarz. Rot ist auch zulässig, aber nicht erwünscht.
    b) zweifarbige Teckel: Tiefschwarz oder braun oder grau oder weiss, je mit rostbraunen oder gelben Abzeichen (Brand) über den Augen, an den Seiten des Fanges und der Unterlippe, am inneren Behangrand, an Vorderbrust, den Innen- und Hinterseiten der Läufe, an den Pfoten, um das Waidloch und von da ab bis etwa ein Drittel bis ein Halb der Unterseite der Rute. Nase und Nägel bei schwarzen Hunden schwarz, bei braunen Hunden braun oder schwarz, bei grauen oder weissen Hunden Nase und Nägel grau, auch wohl fleischfarben, doch ist letzteres nicht erwünscht, bei weissen schwarz bevorzugt. Bei einfarbigen und nicht direkt weissen Teckeln ist weiss nicht erwünscht , aber im einzelnen kleine Flecken nicht gerade disqualifizierend.
    c) Gefleckte (getigerte, gestromte) Teckel: Die Haarfarbe des Tigerteckels ist ein heller, bräunlicher, grauer bis sogar weisser Grund mit dunklen, unregelmässigen Flecken (grosse Platten sind nicht erwünscht) von dunkelgrauer, brauner, rotgelber oder schwarzer Farbe. Erwünscht ist, dass weder die helle noch die dunkle Farbe vorherrscht. Die des Gestromten ist rot oder gelb mit dunklerer Stromung. Nase und Nägel wie bei Ein- und Zweifarbigen.
    d) Andersfarbige Teckel: Alle vorher nicht erwähnten Farben.
    Fehler: Schwarze Farbe ohne Brand, ebenso weisse ohne jeden Brand ist unzulässig. Zu stark verbreiteter Brand ist unerwünscht.

    B. Rauhhaariger Teckel
    Behaarung: Mit Ausnahme von Fang, Augenbrauen und Behang am ganzen Körper vollkommen ausgeglichene, mit Unterwolle durchsetzte, anliegende, dichte, drahtige Jacke. Am Fang bildet sich ein Bart. Die Augenbrauen sind buschig. Am Behang ist die Behaarung kürzer als am Körper, fast glatt, immerhin der übrigen Behaarung angepasst. Rute derb, aber möglichst anliegend behaart, verjüngt auslaufend, ohne Büschel.
    Die Gesamterscheinung muss so wirken, dass der rauhhaarige Teckel, aus der Ferne gesehen, einem kurzhaarigen gleicht.

    Fehlerhaft ist bei der Behaarung weiches Haar überhaupt, ob kurz oder lang oder an irgendeiner Stelle des Körpers langes, nach allen Richtungen vom Körper abstehendes, gelockertes oder welliges Haar, ferner Fahnenrute. Haarfarbe: Alle Farben sind zulässig. Weisse Abzeichen an der Brust sind erlaubt, aber nicht erwünscht. Im Übrigen gilt das gleiche wie bei den Kurzhaarteckeln.

    C. Langhaarige Teckel
    Behaarung: Das weiche, schlichte, glänzende Haar verlängert sich unter dem Halse, der ganzen Unterseite des Körpers, namentlich aber am Behang und an der Hinterseite der Läufe zu einer hervorragenden Feder und erreicht seine grösste Länge an der Unterseite der Rute. Die Behaarung soll am unteren Rande des Behanges überfallen. Kurze Behaarung an dieser Stelle, sog. Lederende, ist nicht erwünscht. Zu reiche Behaarung der Pfoten (Flosse) ist unschön und zum Gebrauch untauglich.
    Haarfarbe, Nase und Nägel genau wie bei den kurzhaarigen Teckeln."

Ende der Konstruktionsbeschreibung, teilweise erheiternd formuliert.
Was noch zu bemerken wäre: Der Teckel zählte im Gegensatz zu vielen anderen Kleinhunden im normalen Sprachgebrauch nie zu den Schosshunden. Das hat er seinen ernsthaften Aufgaben als kleiner Jägerhund zu verdanken, und seiner Schnippigkeit, die er allerdings seinen (in diesem Fall bequemen) Besitzern verdankt, die glauben, ein Dackel braucht keine allgemein-verträgliche Grundausbildung, weil der sowieso als unerziehbar gilt. Bekannte Ausrede. Das aber unterscheidet viele Hausdackel von den jagdlich geführten, respektablen Teckeln.

Mag hier das Schimpfwort "Dackel" herrühren, das nur die "wurstigen" Besitzer meint?

Ja, es gibt noch andere kleine Jägerhunde, wie den Drever.
Der auch wie eine langgestreckte, also niederläufige Bracke aussehende Hund mit etwa 35 Zentimeter Schulterhöhe und 15 Kilo (der grösste Typ, der hier als "kleiner" vorgestellt wird) ist ausserhalb Schwedens fast nicht anzutreffen, aber in Schweden so populär wie ein Labrador.


Drever

Der Drever ist im Charakter wie die anderen Dachsbracken und Dachshunden. Verständlich, denn der Drever kam als westfälische Dracksbracke nach Dänemark und Schweden. In Dänemark wurden schweizerische Laufhunde eingekreuzt, daraus entstand dann eben die dänische Dachsbracke. Die kamen dann auch mit ihren Jägern nach Schweden. Die Schweizer Blutlinie wurde wieder rausgezüchtet, um die westfälische Dachsbracke wieder hervorzukehren. So entstand der Drever.

Manche Jäger kritisieren gar ihren Übereifer. Sie rühmen aber das erstklassige Witterungsvermögen und die Zuverlässigkeit als Spürer. Die kurzen Beine des falb-, schwarz/lohfarbenen mit weissen Abzeichen markierten Kurzhaarigen machen ihn langsamer als andere Laufhunde. Aber sein "Geläut" (Jägerjargon) tönt so laut, als wäre er ein ganz grosser Jägerhund.


Lesen Sie auch: Die Einführung
Lesen Sie auch: Hauptteil 1
Lesen Sie auch: Hauptteil 2
Lesen Sie auch: Hauptteil 3
Lesen Sie auch: Hauptteil 4
Lesen Sie auch: Hauptteil 5
Lesen Sie auch: Hauptteil 5
Lesen Sie auch: Hauptteil 6
Lesen Sie auch: Hauptteil 7
Lesen Sie auch: Hauptteil 8
Lesen Sie auch: Hauptteil 9
Lesen Sie auch: Hauptteil 10
Weitere Beschreibungen der einzelnen Gruppen im nächsten Update

 

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