Einführung Teil 2
Anatomie stammt aus dem Griechischen und ist die Lehre vom Bau der Organismen,
von der Gestalt und Struktur des Körpers und seiner Organe. Die Anatomie befasst
sich mit den Strukturen des gesunden Körpers.
Die makroskopische Anatomie untersucht die Organe, die mikroskopische Anatomie
dagegen untersucht deren Feinstrukturen. Die topographische Anatomie beschäftigt
sich wiederum mit der Lage der Organe zueinander. Über die rein beschreibende
Anatomie hinaus versucht die vergleichende Anatomie Gemeinsamkeiten und
Unterschiede im Bau von Organismengruppen zu erkennen und so
Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den Lebewesen aufzudecken.
Lagebezeichnungen in der Anatomie
Die Lagebezeichnungen in der Anatomie aber auch in der Pathologie
(Krankheitslehre) werden in der Literatur zumeist im Lateinischen beschrieben.
Des Weiteren gibt es zu den Lagebezeichnungen auch Verbindungen zu
Krankheitsbildern wie zum Beispiel das Cauda-Equina-Syndrom (cauda = caudal =
schwanzwärts). So kann man oftmals schon erahnen, in welchen Körperregionen die
Krankheit vorkommt.
| Lagebezeichnungen |
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lateral | zur Seit hin, seitwärts, seitlich | |
medial | zur Mitte hin | |
dorsal | zum Rücken hin, an Gliedmaßenspitze hand- bzw. fußrückenwärts | |
ventral | zum Bauch hin | |
cranial | kopfwärts, nach vorne | |
caudal | schwanzwärts, nach hinten | |
oral | mundwärts | |
proximal | rumpfwärts, rumpfnah | |
distal | rumpfabgewandt, rumpffern | |
dexter | rechts | |
sinister | links |
Ebenen im Tierkörper
Jeder Körper - egal ob Mensch oder Tier - wird in verschiedene Ebenen
unterteilt.
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Medianebene: | vom Kopf zum Schwanz durch die Mitte des Hundes | |
Sagittalebene: | Pfeilachse - alle Ebenen, die parallel zur Medianebene stehen | |
Transversalebene: | Querachse - alle Ebenen, die im rechten Winkel zur Medianebene stehen | |
Horizontalebene: | alle waagerechten Ebenen |
Geläufige Abkürzungen in der Anatomie
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A. | Arterien (Arteria), Blutgefäße, die sauerstoffreiches Blut transportieren | |
V. | Venen (Vena), Blutgefäße, die sauerstoffarmes Blut transportieren | |
N. | Nerven (Nervus) | |
Ln. | Lymphknoten | |
Lig. | Band (Ligamentum) | |
M. | Muskel (z.B. M. biceps brachii, Oberarmbeuger/Schulterstrecker) | |
O. | Ursprung eines Muskels am Knochen (Origo) | |
I. | Ansatz eines Muskels am Knochen (Insertio) | |
Proc. | Fortsatz (Processus | |
superf. | oberflächlich (superficialis) | |
prof. | tief (profundus) |
Bewegungsrichtungen
Die Hauptbewegungsrichtungen der Gelenke sind die Beugung (Flexion), Streckung
(Extension), Abspreizung (Abduktion), Heranführung (Adduktion), Innenrotation
und Außenrotation. An einigen Beispielen werden diese beim Hund anschaulich
verdeutlicht.
| Beugung = Flexion (Flex.) |
Flexion des Hüftgelenkes
Flexion des Kopfes nach vorne und zur Seite (Seitbeugung = Lateralflexion)
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Streckung = Extension (Ex.) |
Extension des Hüftgelenkes
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Abspreizen = Abduktion (ABD) |
Hintergliedmaßen werden voneinander entfernt.
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Heranführen = Adduktion (ADD) |
Hintergliedmaßen nähern sich an.
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Innenrollung = Innenrotation (IR) | |
Außenrollung = Außenrotation (AR) |
Fortsetzung im nächsten up date: Gelenke und Gelenkformen
© Hundezeitung 06 - 2003
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