1. Teil: Einführung in den Bewegungsapparat
Die Anatomie zu kennen, ist auch für Nichtveterinäre wichtig: für die
Beurteilung eines Hundes. Im Prinzip ist kein Unterschied festzustellen zwischen
einem kleinen und einem grossen Hund.
Bewegungsteile wie Skelett, Knochen, Gelenke, Muskulatur, innere Organe zur
Verdauung, Atmung, Fortpflanzung, Kreislauf, Herz und die Sinnesorgane sind
Bausteine des Hundes, eines im Sozialverband (Rudel) in normaler Form sehr
lauftüchtigen Beutegreifers, der vornehmlich Fleischfresser (Carnivore) ist.
In den kommenden Folgen stellen wir eine Kleine Anatomie des Hundes vor.
Das Skelett ist das tragende Gerüstsystem und prägt das Erscheinungsbild
(Phänotyp) eines Hundes. Das Skelett ist im Prinzip nicht veränderbar, aber
durch Ernährung, Bewegung und Pflege zu beeinflussen.
Skelett / Übersicht
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Das Skelett besteht aus
Knochen und Knorpeln, aus einer Schädelhöhle, Brustkorb und Gelenkkapseln. Die
Glieder wirken dabei als Hebel und Verbindung durch Gelenke. Die sind wiederum
mit Sehnen, Bändern und Muskeln verbunden.
Mit diesem System kann sich das Skelett technisch bewegen. Es ist der passive
Teil, die Muskulatur jedoch der aktivierende.
Knochen sind zwar elastische, aber harte Teile aus verkalktem Bindegewebe. Ihre
jeweiligen Ausmasse werden - nach den verschiedenen Stufen der Evolution - durch
die Spezifizierung der Aufgaben definiert.
Die Gelenke werden durch mehr oder weniger stabile Bänder zusammengehalten.
Der Schädel, eines der individuellsten Teile, besteht aus abgeplatteten Knochen,
die durch Nähte gefügt werden. Nach der Geburt, in der Wachstumsphase,
verknöchern sie. Der Unterkiefer ist durch Gelenke mit dem Oberkiefer verbunden.
Der Rumpf besteht aus der Wirbelsäule, die je nach Hunde-Aufgabengebiet mehr
oder weniger beweglich ist.
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| Bewegungsanalyse im Renngalopp.Die hochbelasteten Abschnitte der Wirbelsäule im Galopp sind rot dargestellt. | |
Entscheidend für die technische Lauffähigkeit ist
die Biegung der Wirbelsäule. An sie schliessen alle Skelettteile aus einzelnen
Wirbeln und Knorbelscheiben, mit Ausnahme der Halswirbel.
Im Wirbelkanal befinden sich unter anderem Rückenmark, Nerven und Blutgefässe.
Detaillierte Fortsetzungen folgen.
© Hundezeitung 05 - 2003
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