• Öffentlichkeitsarbeit

    „Wir sind, was volkt" sagte der Kabarettist Martin Buchholz, dachte dabei aber sicher nicht an die steuerzahlenden Hundehalter. Wir bauen den Spruch um und arbeiten daran, dass nur gute Beispiele die aufgeschreckte Öffentlichkeit beruhigen und eines Besseren belehren. Wer jetzt noch seinen Hund, ob gross oder klein, zum Bürgerschreck frei auflaufen lässt, der muss als Hundefeind isoliert werden. Denn der arbeitet kontraproduktiv, gegen alle Vernunft. Der ist unbelehrbar, und wahrscheinlich durfte sein Hund auch nichts lernen. Von wem auch? Wir sind eine stille Macht, die Steuern zahlen, und das wissen auch die Bürgermeister, die die Macht in den Kommunen haben. Die arbeiten mit den Bürgern und nicht gegen sie. Sie, diese kommunalen Vorsteher, müssen von den Hundehaltern den Rücken freigehalten bekommen, ihre eventuelle Unvoreingenommenheit durch positives Verhalten gestärkt werden, damit sie keine Argumente gegen eine Verschärfung der Situation in die Hand bekommen. Durch ein vorbildliches Verhalten der Hundehalter kann ein Bürgermeister dann sagen: Seht her, bei uns gibt es keine Probleme mit Hundehaltern. Das ist die beste Waffe gegen ferngelenkte oder hilflose Verordner fern der Kommunen. Denn die Kommunen entscheiden mehr, als manche in den jeweiligen Landeshauptstadt glauben wollen.

    Zu überzeugen sind auch Ordnungsbeamte und Polizisten, die wir durch sozialverträgliches Verhalten zu guten Öffentlichkeitsarbeitern in Sachen Hund stärken können. Wir sind in der Minderheit. Und Minderheiten sind nur stark, wenn sie zusammenhalten. Gemeinsam zusammenarbeiten machte die Beutegreifer in Rudeln den Einzelgängern überlegen. Nehmen wir uns ein Beispiel an jenen hochintelligenten und anpassungsfähigen Rudeltieren, denen wir unsere Hunde verdanken. Wir müssen nun öffentliche Arbeit für alle Hunde verrichten. Das fängt vor der Haustüre an. Wir haben unseren Hunden schliesslich viel zu verdanken. Jetzt zahlen wir ein bisschen zurück. Die Kinder, die unvoreingenommen Hunde lieben - sie werden uns helfen und ermutigen. Ich modifiziere den Abschiedsgruss eines TV-Pfarrers ab sofort in:
    Passen Sie gut auf Ihren Hund auf!
    Kommentare 2 Kommentare
    1. Avatar von Caro
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      weil es unerlässlich ist, unsere Hunde gut zu erziehen um damit zu zeigen, dass wir für die Beissvorfälle und das rücksichtslose Verhalten verantwortungsloser Hundehalter nichts können und wir unsere Hunde vorbildlich und verantwortungsbewusst erziehen.

      Ich kann niemanden zwingen, mich und meine Hunde zu mögen, aber ich kann mich bemühen, die Akzeptanz in der Öffentlichkeit bzgl. großer Hunde zu verbessern. Das erreiche ich aber nicht, durch übergriffe, Verharmlosung, Pöbeleien, Geschrei und Gewaltandrohung, sondern nur dadurch, dass ich meine Hunde bestens erziehe und mich zusammen mit meinen Hunden in der Öffentlichkeit verantwortungsbewusst präsentiere. Dazu gehört dann auch ein höflicher Umgangston.

      Deshalb, auch wenn es manchmal schwer fällt, wir sollten bei der Erziehung immer einen tick besser sein als die anderen Hundehalter, weil unsere Hunde in vielen Ländern noch auf der Liste stehen. Vieles könnte verhindert werden wenn Hundehalter endlich mal zur Einsicht kommen, dass sie in der Verpflichtung stehen, ihren Hund immer unter Kontrolle zu haben.

      Caro mit ihrem Bullmastiff Hermann..
    1. Avatar von Siva
      Absolut eurer Meinung

      Der Zusammenhalt ist meiner Meinung nach sehr wichtig, auch die Bemühung, den eigenen Hund so Handzuhaben, dass er weder für sich noch für Andere eine "Gefahr" (wenn auch nur vermeintliche) darstellt.

      Der Aufklärungsarbeit sollte hier, denke ich, ein nicht minder wichtiger Platz zuteil werden...Viele Menschen wissen wenig bis gar nichts über Hunde (v.a. große Hunde) und reagiert nach dem Motto: "Was der Bauer nicht kennt - isst er nicht". Besser gleich - oftmals schon fast karikativ hysterisch - überreagieren als sich mal was anhören und die eigene (meist durch absolut reißerische und populistische Artikel geschürte und bestärkte) Meinung in Frage zu stellen.

      Nicht hinzu zu zählen sind bitte Menschen die wirklich Angst vor Hunden haben, dies ist ein Problem und muss nach Gutdünken des Einzelnen im Bedarfsfall entsprechend behandelt werden.

      In diesem Sinne, mit hundeliebenden Grüßen,....