• Unsere Zukunft als Hundehalter

    Foto: Unbekannt

    Unsere Zukunft als Hundehalter hängt von der Fähigkeit ab, unsere Hunde zu sicheren, sozialverträglichen Begleitern auszubilden. Dazu brauchen wir kynologisches Grundwissen, Geduld, Ausdauer, Konsequenz und vor allem Respekt und Achtung vor einem Lebewesen, das uns immer noch viele Rätsel aufgibt.










    Dieser Respekt ist nicht vereinbar mit Ausbildungsmethoden und Hilfsmitteln, die mehr oder weniger Gewalt und Zwang ausüben, den Hund immer noch als dominanten Wolf im Hundefell betrachten oder schlicht als Mittel zum Zweck.

    Respekt vor dem Hund ist aber auch nicht vereinbar damit, jedem neuen Hundeflüsterer, jedem neuen Hundezuhörer oder Hundepsychologen wie einem Rattenfänger nachzulaufen. Die Abkehr von überalterten Methoden hat leider auch eine Flut an sogenannten Experten verursacht, die alle eines gemeinsam haben: Jeder hat eine brandneue, einzigartige Methode entwickelt. Eine Methode, die schnellste, mühelose Erfolge garantiert. Garniert sind diese Methoden mit teilweise abenteuerlichen Begriffen und noch abenteuerlicheren Erklärungen als wissenschaftliche Erkenntnis maskiert.

    Respekt vor dem Hund heißt vor allem bei Fehlern, bei Problemen zuerst bei sich selber zu suchen und dort Abhilfe zu schaffen. Hunde sind nur die Spiegel, in denen wir unsere Einstellungen, Erwartungen und Handlungen sehen. Gefällt uns das Bild nicht, ist nicht der Spiegel Schuld. Vermutlich haben wir Realität und Disney Filme verwechselt, haben vollkommen unrealistische Erwartungen an den Hund gestellt.

    Segen und Fluch des Internets ist die unüberschaubare Informationsfülle. Fakten und Unsinn sind auf den ersten Blick oft nicht zu unterscheiden.

    Genau hier wollen wir auch in Zukunft die Anlaufstelle für fundierte Beiträge rund um den Hund sein.

    Wer mit Überzeugung an alten Zöpfen festhalten will, der möge bitte weiterklicken. Wer seinen Hund als Menschlein auf 4 Beinen sehen muss oder als Krücke fürs Image, der möge auch hier aussteigen.

    Alle anderen möchten wir einladen, sich hier umzusehen. Ganz besonders jene, die bisher felsenfeste Überzeugungen hatten und jetzt die ersten Zweifel bemerken. Hier wird es weder die Kasernenhofmentalität geben, noch den rosaroten Irrsinn einer „Erziehung“ nur mit Bussi und Singstimme.

    Soweit möglich greifen wir auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu. Wo die noch fehlen, müssen wir gesunden Menschenverstand walten lassen.

    Hunde kann man nicht erlesen - nicht in Büchern, nicht im Internet - man muss sie erfahren im täglichen Umgang. Aber ohne eine solide theoretische Grundlage geht es nicht.

    Die Hundezeitung soll als Wegweiser dienen. Bekanntlich führen viele Wege nach Rom, und solange diese Wege humanen und respektvollen Umgang voraussetzen, ist das in Ordnung.

    Hunde sind Individuen, wie ihre Halter auch. Der gewählte Weg muss für beide passen.


    Gruss aus Texas


    Gitta Vaughn

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