Der Autor und seine Hunde
Brinks, Jahrgang 1945, studierte Psychologie, Zoologie und vergleichende Verhaltensforschung in Hamburg, Calgary und Fairbanks und hielt sich zu Feldstudien vornehmlich an Bären und Wölfen in Alaska, British Columbia, Alberta und in den Abruzzen auf, ehe er promovierte.
Er sammelte Erfahrungen mit vielen Hundetypen in etlichen Hundeschulen, als Schüler und Lehrer. Er ist Autor der Bücher "Schlittenhunde" (Kosmos Verlag), "Verständnis für Hunde" (Blümchen Verlag) sowie "Hunde-Halter-Ausbildung" und des umfassendenden "Herdenschutzhunde-Buch". Die beiden letztgenannten Bücher werden in Kürze erscheinen.
Aufgewachsen ist er mit einem Foxterrier. Seine eigenen Hunde: zuerst Niederlauf-, Hüte-, grosser Hetzhund. Später holte er aus einem Tierheim einen Rüden-Welpen, Mix aus Leonberger und American Staffordshire Terrier. Der Rüde half vor Jahren einem Freund aus seiner Hundephobie. Dann war Brinks reif für Herdenschutzhunde: zuerst eine Akbas-, später eine Maremmano-Welpen-Hündin, dann ein Komondor-Rüde und eine Tornjak-Hündin. Die letzten drei waren Notfälle.
Die Hunde und er lebten zuletzt im südöstlichen Ungarn auf der Nyájörzö Kutya Tanya (Herdenschutzhundehof). Ziel: Hirten und Herdenschutzhunde und Wissenschaftler zusammenbringen. Dieser Traum platzte: Nach gut vier Tonnen Akazienholzhacken im Winter 2005/2006 wurde er rapide schwächer, eine Versorgung von Hunden und sich war schliesslich im Sommer 2006 nicht mehr möglich - Nottransport nach Deutschland. Die Hunde kamen ins Tierheim Ludwigsburg, von wo die beiden Pfleglinge an ihn vermittelt worden waren. Brinks kam zu umfangreichen Untersuchungen in zwei süddeutsche Kliniken. Diese diagnostizierten ALS - unheil- und unaufhaltbar. Nach der Diagnose zog er in die Nähe des Tierheims und besuchte die beiden Hunde, so oft er noch konnte.
Rainer Brinks starb im September 2007.
Eine der Lieblingsweisheiten von Lao tse aus dem Tao te king, dem Buch vom Sinn und Leben, schrieb Rainer Brinks hier auf der Hundewiese für jene, die betroffen waren, sind und sein werden:
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Wer andere kennt, ist klug.
Wer sich selber kennt, ist weise.
Wer andere besiegt, hat Kraft.
Wer sich selber besiegt, ist stark.
Wer sich durchsetzt, hat Willen.
Wer sich genügen lässt, ist reich.
Wer seinen Platz nicht verliert, hat Dauer.
Wer auch im Tode nicht untergeht, der lebt.
Brinks mit drei Besuchs-Landseer-Hündinnen und zwei eigenen Rüden. Foto: Jürgen Kapic |
Howdy - im Frühjahr 1994 auf der schwäbischen Alb geborene Rüdenmix aus Leonberger x Terrier Howdy, im Alter von drei Monaten aus einem Tierheim geholt. Er starb am 22. Oktober 2005. |
v.l.n.r.: Aria, Kutya, Howdy |
Dann kamen erst die Akbas-Hündin Sabah aus US-Arbeitszucht dazu, die schon mit 17 Monaten nach mehrfachem status epilepticus erlöst werden musste.
Ihre Nachfolgerin wurde im Juni 2000 die Maremmano-Abruzzese-Hündin Anima. Sie wurde mitsamt ihrer Mutter und vier Wurfbrüdern von einem Schäfer in Umbrien ausgesetzt. Die Tiere hatten Glück im Unglück, weil sie von der Auffangstation ins Tierheim Ludwigsburg zur - auch herdenschutzhunde-fachlich - versierten Leiterin Ursel Gericke gelangten. Bei Anima wurde nach starken epileptischen Anfällen bis ebenfalls status epilepticus der vermutliche Auslöser inform von mindestens einem von zwei inoperablen Tumoren im Schädel festgestellt. Sie wurde Ende Oktober 2004 erlöst.
frühere Hunde: oben links: Akbas-Hündin Sabah oben rechts: Maremmano-Hündin Anima rechts: Irish Wolfhound-Rüde Norton |
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