Wir Höhn wieder von ihr
Kaum, dass sie ihren in der Unfachlichkeit unübertrefflichen Aktionismus in Sachen "Kampfhunde" ausgesessen hat, steht sie wieder auf (Kameras). Kaum, dass sie von einer Tierärztin - die für Höhn (und viele andere) ein gutbezahltes Gutachten schrieb - der Lüge bezichtigt wurde, ignoriert sie diese bewusst justiziable Anschuldigung, sonst hätte sie doch ihre Juristenmeute auf die Gutachterin gehetzt wie auf noch maulkorblose Hunde, die das Höhn`sche Willkürmass überschreiten. Sie wissen ja: Aktenzeichen 40/20. Jene tierschändlichste wie fachlich lächerlichste Verordnung aller Länder. (Nur die Umsetzung war in Hessen brutaler.)
Kaum dass die Land- eine Seuchenwirtschaft wurde, weil im Stallgeruch seit Jahrzehnten und seit Erfindung der EU-Subvention das Profitdenken grassiert, da streckt die Populistin wieder ihren Grünen-Kopf heraus.
Kaum tut Höhn was, was nur Höhn tut, da kriegt sie von der Partei-"Freundin" Künast eine aufs Maul. Vor Künasts Ernennung war auch Höhn - bei den Medien - als Nachfolgerin des Lobby-verseuchten früheren Bauernminister im Gespräch. Kompetenzneid gegen ehrliche harte Arbeit - gegen Brüssel. Künast sucht tatkräftig den Hebel, Lebendtiertransporte abzuschaffen. Künast zürnte nun aber angesichts einer drohenden Maul- und Klauen-Seuche, das zuständige NRW-Ministerium habe eine Sperrzone für die M-K-Seuche nur unzureichend organisiert. Künast warnte auch, Panik zu verbreiten. Wer war da wohl gemeint? Dafür schob Höhn die Schuld auf den BGS, den Bundesgrenzschutz. Prompt erntete sie eine deutliche Zurückweisung des BGS-Bosses, Innenminister Schily: "Die soll erst mal ihre Hausaufgaben machen."
Sie trifft immer ein Fettnäpfchen, das sich ihr in den Weg stellt.
Wer war die Erste im Land, als es ganz bestimmten Hunden in einer sich auch im Nachhinein als dilettantisch vorbereiteten Eilverordnung an den Kragen ging, mit Billigung von Tierquälerei durch Trennung, mit huldvoller Schonung jener Diensthunde, nach der klammheimlichen wie devoten Rücknahme eines VDH-Schutzhunde-Ausbildungs-Verbots - nach Intervention des Verbands?
Wer hat sich die anderen pauschal (also schon verwaltungsjuristisch nicht haltbar) zu gefährlichen Hunden deklarierten Rasse-Vertreter von furchterregend ahnungslosen Ministeriums-Sachverständigen erst aus Büchern vorlesen lassen? 40 Rassen auf der Höhn`schen Liste. Kynologisch, juristisch wie nun auch EU-politisch ein Eigentor.
Wer hat sich dafür fachlich zerlegen lassen, dies aber stur wie eine bornierte Despotin (keine Tiervergleiche, bitte!) ignoriert? Verordnungen brauchen keine Begründungen. Beschlossen und verhündet.
Und nun schon wieder diese Wichtigtuerei, wo ihr nun schon eine Parteikollegin die Leviten lesen muss. Der eigene Ministerpräsident lässt sie gewähren. Wie lange noch lässt er sie gegen die Stallwand fahren?
Bevor sie noch mehr Schaden an Lebewesen anrichtet, ein Vorschlag zur Vergütung: Nach Brüssel lobt man normalerweise Politiker ab, die einen Mist nach dem anderen bauen. Das Dumme hat aber System, siehe Atommüll: Auch dieser selbstgemachte Mist kommt wieder zurück, wo er gedieh. Populistisch können wir auch sein: Wie wär`s mit einer Gefahr- Politiker-Verordnung?
hundezeitung.de hat sich nach dem Kommissions-Erkenntnisstand der angekündigten bundesweiten Rassehundeliste beim Bundesministerium des Inneren erkundigt. Per Mail. Sofort kam eine Anwort: dass die Mail an die zuständigen Stelle weitergeleitet würde. Na, dann leitet mal schön.
Passen Sie auf mit ihren Hunden beim Überqueren der Landesgrenzen, in wessen Mist sie landen!
Ihr Rainer Brinks
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