Verrat an F.-P.
Ein Jahr nach dem "Kampf"-Hunde-GAU.
Die Fachtierärztin für Verhaltenskunde am Institut für Haustierkunde der Uni Kiel, Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen, gilt als Deutschlands bekannteste Hunde-Expertin.
In dieser Eigenschaft bat man sie immer häufiger, Gutachten zu erstellen. Auftraggeber waren in den letzten Jahren mehr und mehr auch die für Hundehaltung sich zuständig fühlenden Ministerien der Länder. Da hat sich Frau Feddersen-Petersen sicherlich in erstaunlicher Gutgläubigkeit in die Höhle derer begeben, von denen sie glaubte, sie wollten nur regulieren und die kriminelle Spreu vom überwiegenden Weizen der Hundehalter/züchter trennen.
Sie dachte sich - zusammen mit anderen, oft Polizeihundeausbildern - so genannte Wesenstests aus, um einen Standard für die Beurteilung zu finden, nach denen sich so genannte Sachverständige richten sollten. Sie unterschätzte freilich, dass diese Terminatoren ihre Gutachten nach Gutdünken auslegten und durchsetzen. Sie wurde betrogen.
Nun, ein Jahr nach dem Horror, entfackelt durch die Tat eines stadtbekannt Kriminellen, schält sich heraus: es ging den landesweiten Ordnungshütern zum überwiegenden Teil gar nicht um das Trennen der wenigen kriminellen Hundehalter und ihren asozial gemachten Hunden von den normalen, den sozialen Haltern, damit Hunden. Es ging um die Bestands-Dezimierung. Ein solches Papier soll im zuständigen NRW-Ministerium vorliegen, wie mir ein Rechtsanwalt steckte.
Sachverständige aus den Reihen einer auffällig verschonten Diensthunderasse sollten für die Durchsetzung sorgen, dies vollstreckten sie zügig, mit Methoden, die eindeutig auf das Dezimieren angewendet wurden. Ein Übernacht-Handeln und Töten hub an wie in einem totalitären Staat. Hinter den nun üblich gewordenen praxisfremden Auslegungen steckt Methode. Ganz zu schweigen von den tierschutzwidrigen Bedrohungen wie zum Beispiel im Aufzug an die Wand drücken oder gar auf den Rücken werfen oder anderen Aussonderungs-Methoden. Eingeschüchterte Besitzer wurden mitsamt Hund fertiggemacht. Warum dürfen denn immer noch fast keine Tierärzte oder andere unabhängige wirkliche Fachverständige die Wesenstests abhalten? Damit der Bestand der Listen-Hunde reibungslos reduziert wird.
Was hat das mit Frau Feddersen-Petersen zu tun? Leider viel, zu ihrem Nachteil. Denn nun kam heraus, dass ihre Gutachten nur Vorwand waren zum klammheimlichen Bestand-Dezimieren.
Die Verleumdete bezichtigte die zuständige NRW-Ministerin Höhn der Lüge. Von dort keine Gegenklage. Sehr verräterisch. Höhn ignorierte. Feddersen-Petersen hat ihre Gutgläubigkeit nun bitter bereut. Nun rettet sie auf ihre Weise, was andere bewusst verbrechen.
Gerade weil sie nun angefeindet und beargwöhnt wird, und einen Ruf als Wissenschaftlerin zu verteidigen hat, gibt sie einigen Hunde eine Chance mit ihren eigenen verständigen und fairen Tests, die andere vermutlich nicht mal verstanden haben (wollen). Die Hunde werden weit ausgiebiger geprüft als beim "Quotenregler" vorher.
Nicht nur Feddersen-Petersen fragt sich aber, warum Polizei-Sachverständige eine Rotte ihrer Diensthunde als Aggressionstest-Material zu den Tests mitnehmen? Wobei überwiegend die Diensthunde, die sich natürlich kennen, anfangen anzuschlagen. Reagiert dann ein Testsubjekt auf die Aggressoren, kynologisch völlig verständlich, dann ist der Kandidat durchgefallen. Die Quote muss runter.
Hunde, die von Menschen zu nicht mehr sozialisierbaren Werkzeugen missbraucht wurden, wird auch kein noch so fairer Test retten (dürfen). Zum Schutz aller Beteiligten. Aber erst, nachdem Halter und Hund eine zweite Chance bekommen haben, durch einen anderen Wesenstester, der Fachkenntnis hat. Sonst wären wir wieder auf dem Niveau von Stierkämpfen.
Frau Feddersen-Petersen arbeitet - speziell seit dem letzten Sommer - fast ununterbrochen mit "Listen-Hunden". Schon deshalb hat sie Fachverstand für die Hunde nachgewiesen. Sie kämpft für Hunde. Also steht Frau Feddersen-Petersen bei der hundezeitung unter "Artenschutz". Weil sie verraten und ausgenützt wurde.
Ihr Rainer Brinks
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