Dies, das werden Sie gleich merken, ist kein übliches Editorial, ein Leitartikel wie sonst. Es mag zu rührselig klingen und auch so sein. Vor allem die "Uneigennützigkeit" bei Heimtieren ist fraglich, das wissen wir besser; es ist Cleverness, biologischer Eigennutz, sich an den zuverlässigen Versorger zu halten, der ihn schliesslich gerufen und geholt hat. Der wiederum versorgt auch nicht uneigennützig, sondern um Wohlgefallen und -verhalten zu erregen. Ob er nur bei Menschen sein möchte, ist auch zweifelhaft, weil er nun isoliert wird und als Rudeltier manchmal gar keine andere Wahl hat, weil man ihn aus einem Rudel der Artgenossen herausnimmt. Der Begriff der Treue ist eher menschlich als tierlich zu werten. Wenn er die leere Hand "küsst", dann bettelt er um Futter.
Dennoch: die Geschichte wirkt. Und sie ist in den grössten Teilen einfach wahr. Vor allem von der Gesellschaft Ausgestossene werden hier zustimmen.
Ich habe sie auf der Rückseite eines Informationspakets des Fördervereins Tierhilfe Aurora e. V. gelesen. Der Förderverein kümmert sich auch um verlassene Hunde in Rumänien.
Die Geschichte, vor über 40 Jahren in der "Neuen Zeitung" Klagenfurt veröffentlicht:
Vielleicht denken Sie mal an diese Geschichte, wenn Sie an einem Tierheim vorbei kommen oder einen vernachlässigten Hund wo auch immer entdecken, hoffen, dass von der Gesellschaft momentan Verachtete ihren Hund auch dann versorgen, wenn sie wieder in die Ego-Gesellschaft zurückkehren (können).
Passen Sie gut auf Ihre Hunde auf
IhrRainer Brinks
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