Was ist ....
Serie Nieren- und Harnwege
Teil 2
Der Harnapparat besteht aus den beiden Harnbereitern, den Nieren, und den harnableitenden Organen, den beiden Harnleitern, bestehend aus Harnblase und Harnröhre.
Durch die Harnleiter gelangt der Harn in die Harnblase. Die Harnröhre schliesst am Harnblasenausgang an und mündet bei Hündinnen zwischen Scheide und Scheidenvorhof, beim Rüden ist sie länger und mündet in der Penisspitze.
Harnblasenenzündung (Zystitis)
Die Schleimhaut der Harnblase ist beschädigt oder teilweise so zerstört, dass Blutungen auftreten können. Ursachen sind bakterielle Entzündungen mit Colibakterien, Streptokokken oder Staphylokokken, Harnsteine, die die Blasenschleimhaut durch Reibung reizen Abflussstörungen durch Prostata-Vergrösserung oder Nervenlähmung - zum Beispiel beim Bandscheibenvorfall.
Harndrang ist die Folge, der Rüde hebt das Bein häufiger, die Hündin setzt sich häufiger hin als sonst. Bei beiden kommt aber fast nichts an Harn. Manchmal ist Harn mit Blutstropfen vermischt. Die Hunde sind dann oft nicht mehr "stubenrein". Der Tierarzt gibt entzündungs-auflösende Medikamente.
Harnsteine
Das sind Kristalle, die im Harn nicht gelöst sind. Sie können sich zu Gries oder Steinen zusammensetzen. Je nach Ort unterscheiden sich Nieren-, Harnblasen- oder Harnröhrensteine.
Bei Entzündung der Niere oder Harnblase können durch den veränderten pH-Wert des Harns Salzkristalle ausfallen. Stoffwechselstörungen und eine Überversorgung an bestimmten Nährstoffen im Futter können Steine bilden. Auch hier tritt dann häufiges Harnabsetzen und starkes Trinken sowie Blut im Harn auf. Es kann beim Rüden durch die Verengung des Harnleiters zu Rückstau führen.
Eine spezielle Diät kann Harnsteine auflösen, in heftigeren Fällen müssen die Harnsteine operativ entfernt und eine Neubildung ebenfalls durch entsprechende Diät verhindert werden.
Harnträufeln
Ursache ist der Verlust von kleinen Harnmengen des Welpen beim Spiel, auf Aufregung oder aus Angst. Das sind aber normale Ursachen.
Beim erwachsenen Hund kommt es dabei zu Verlust von Harntropfen, auf den Lagerplätzen festzustellen. Bei Rüden kann dies eine Prostata-Vergrösserung als Ursache sein, bei der Hündin ein Verlust weiblicher Hormone nach der Kastration. Auch Nervenschäden können ursächlich sein.
Auch in diesen Fällen richtet sich die Medikation des Tierarztes nach den Ursachen.


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