Einfache Gedanken zur Sterbebegleitung beim Hund
Wie läuft das noch mal ab mit den ganz natürlichen Vorgängen? Ja, genau! Hund wird gezeugt, Hund wird geboren, Hund lebt, Hund stirbt und dann ist er tot.
Noch was? Nun es heißt, Tiere wären sich ihrer eigenen Sterblichkeit nicht bewusst. Dies unterscheide sie von den Menschen.
Und: wann beginnt das Sterben? Sobald ein Hund nicht mehr aus eigener Kraft fressen und saufen kann? Mit schweren, krankheitsbedingten Leiden? Einer grauen Schnauze? Dem Ausfall der Milchzähne? Oder vielleicht bereits beim Austritt aus dem Mutterleib?
Hm. Aus letzterer Sicht hätte ich - nicht nur - mit meinem Hund permanent ein stetig vor sich hin sterbendes Wesen um mich rum. Was tue ich? Na klar, ich mache uns einen möglichst angenehmen Tag! Gestern, heute, morgen und ganz besonders JETZT.
Was tue ich freilich, wenn das Sterben dem Ende zugeht? Also nicht, dass ich gerne daran dächte - aber was braucht denn der Hund? Braucht der Hund meine Sorgen, meinen Kummer, meine flatternden Nerven? Nein, wohl kaum!
Ich wünsche sehr, wir kriegen das gemeinsam hin: ruhige, freundliche Zuwendung ohne Stress, Panik und vermeidbare Ängste…
Dies zu üben wird mir auch heute nicht schaden.
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Anmerkung der Redaktion: Wer mehr wissen will über einen Schlüssel zum tieferen Verständnis von Leben und Tod, dem sei "Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben" von Sogyal Rinpoche empfohlen. Es ist in deutscher Ausgabe bei O. W. Barth erschienen, für westliche Denkschulung geschrieben und übersetzt, und 500 Seiten stark.


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