• Digitale Hundefotografie 6. und letzter Teil: Die Situation erkennen - Bilder sehen

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    (Digitale) Hunde-Fotografie

    von Steffi Rehkate

    Oft kommt es darauf an, das nicht Alltägliche zu erkennen. Also beim Spaziergang die Augen offen zu halten nach besonderen Bildern.

    Als diese Bild entstand, hatte ich leider gerade keinen Hund. Aber es zeigt gut, was für eine Situation ich gesehen habe, bevor das folgende Bild entstand.

    Tiefstehende Wintersonne im Wald. Connah habe ich auf einen Baumstumpf gesetzt und sie mit "Bleib" dort behalten. Ich selber habe mich so bewegt, dass Connah die Sonne genau verdeckt hat. Sie hat die Gegend betrachtet, ich mehrere Fotos gemacht - eines wird schon passen. Aussortieren kann man bei digitalen Bildern so schnell.

    Oleanas Ohren flattern bei der Talfahrt mit der Gondel. Von hinten ist das Bild nicht herausragend.

    Also Kamera gut am Handgelenk befestigt und raus mit dem Arm.

    Drei tapfere Grillwächter.

    Selbe Situation, anderer Blickwinkel. Hier wird herausgehoben, worum es wirklich geht: Um die Wurst!!! Abgesehen vom fehlenden Licht (Abenddämmerung) stören eigentlich nur die Pfoten des vierten Grillwächters im Hintergrund.

    Bewegungsbilder. Bewegungen kann man provozieren, wenn man seinen Hund etwas kennt. Oleana und Connah muss ich nur eine "Beute" geben und schon startet die Jagd.

    Bewegungsbilder mit einer kleinen Kamera: Beide Hunde sind mehr oder weniger scharf getroffen.

    Mit der Spiegelreflex-Kamera kann man den Bereich genau definieren, der scharf sein soll. Hier der Hintergrund,...

    ... hier der Vordergrund.

    Bei diesem Bild haben die zwei gewartet und kamen auf mein Kommando angeflitzt.

    Fremde Hunde kann man toben lassen und dann zum Beispiel mit der Stimme, Spielzeug oder knisternden Tüten locken.

    Bilder provozieren. Kann man von diesem ungelenken, grobmotorischen Hau-Drauf-Jungspund elegante Bilder machen?

    Man kann! Bei Connah muss etwas her, das sie stolz wie Oscar durch die Gegend tragen kann. Und schon verwandelt sie sich. Bei jedem Hund gibt es solche Auslöser. Man muss nur genau beobachten.

    Mit Kong im Maul kann auch Connah stolzieren.

    Bei Oleana habe ich den Ball ins Spiel gebracht, sie "machen" lassen und einfach mit der Kamera beobachtet. Dabei entstehen unter anderem...

    ... wunderschöne provozierte "Schnappschüsse".

    Die Natur unterstreichen. Man kann zwar provozieren, aber keine Bilder erzwingen. Jeder Hund ist anders, hat persönliche Vorlieben. Bei meinen beiden bedeutet das: Oleana liebt Bewegung, Connah liebt Wasser.

    Gelingt es einem, die natürlichen Anlagen zu sehen und sie im Bild durch Perspektive, Licht etc. zu unterstreichen, so entstehen die schönsten Fotos.

    Laufstudie von Oleana

    Connah beim Bad im See.

    Viel Spass beim Fotografieren!

    © bei der Autorin 08/2006