(Digitale) Hunde-Fotografie
von Steffi Rehkate
Dieser kleine Ratgeber soll Tipps und Anregungen geben, um die schönsten Situationen mit Hund besser im Bild festhalten, oft gemachte Fehler erkennen und zukünftig vermeiden zu können. Neben Kamera und Hund braucht man eigentlich nur gute Laune und etwas Experimentierfreude.
Die Kamera.
Eine teure Kamera garantiert keine guten Bilder. Eine kleine „Hosentaschenkamera“ reicht anfangs allemal. Mit ihr ist es auch weniger schade, wenn man seine Grenzen überschreitet und die Kamera im Eifer des Gefechts „verschrottet“.
Lehrgeld und Schrammen: Das tragische Ende meiner ersten Digitalkamera. Rollerfahren und Fotografieren verträgt sich nicht...Je nach Interesse und Geldbeutel kann man später immer noch eine bessere Kamera kaufen. Für mich ist die Technik des richtigen Fotografierens wichtiger als eine Kamera mit viel Technik.
Der Hund.
Kommandos erleichtern die Zusammenarbeit. Neben Sitz, Platz und Komm wären das ein zuverlässiges Bleib sowie ein „Kommando“, um den Hund den Fotografen anschauen zu lassen. Ob der Hund das nun aktiv beherrscht oder auf Tricks reinfällt (Geräusche, Futter/Spielzeug neben der Linse, …) ist dabei egal.
Auch wenn der Hund sich weigern sollte, direkt in die Kamera zu schauen, können ausdrucksvolle Bilder entstehen.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Besser als mit diesem Foto könnte man Connah und Oleana nicht charakterisieren.Wichtig ist, den Hund bei Laune zu halten. Hat er keine Lust mehr, ist es Zeit aufzuhören. Arbeitet er nicht wie gewünscht mit, ist es besser zu unterbrechen, eine Runde zu toben und es erneut zu versuchen – oder aber komplett Feierabend zu machen. Zwang bringt nur schlechte Laune bei Mensch und Hund - die denkbar schlechteste Voraussetzung für gute Bilder.
Die zwei haben offensichtlich kein Interesse am Fototermin - jetzt ist Pause angesagt.Stress, Angst und/oder Unsicherheit (durch zu ehrgeizige Fotografen oder eine ungewohnte Situation) sieht man den Fotos an.
Großes Bild: Ein typischer „Hund ohne Ohren“ – Dukie ist unsicher, weil er die Situation nicht kennt. Kleines Bild: Der selbe Hund - diesmal mit Ohren - interessiert auf Entdeckungstour.Die Position.
Für ein gutes Bild sollte man zuerst einmal Positionen bestimmen. Wo befindet sich der Hund, wie ist die Position des Fotografen, wie sieht entsprechend der Hintergrund aus? Möchte ich den Hund frontal, schräg von vorn oder seitlich aufnehmen?
Je nachdem, ob ich mich samt Kamera bewege, kann ich unter Umständen einen schöneren Hintergrund ins Bild bekommen. Man kann auch versuchen, den Hund sanft zu drehen, um ihn von der Schokoladenseite ins Bild zu kriegen. Hübscher Strompfosten im Hintergrund gefällig? Eine leichte Drehung genügt, um den störenden Pfosten los zu sein.Auf den nächsten drei Bildern sieht man in etwa ein und die selbe Bewegung des Hundes. Meine Position zum Hund ist jeweils eine andere.
Dezember 2002: Oleanas und meine Anfänge im Schnee - genauer gesagt Kunstschnee der Eislaufbahn. Es ist dunkel, nicht die Schokoladenseite und auch kein schöner Hintergrund. Es kann nur besser werden! Oleana setzt zum Sprung an und ich habe sie von schräg vorne "erwischt". Oleana läuft frontal auf mich zu (Ansporn für einen weiteren Versuch: Der Hintergrund ist unruhig, lenkt vom Hund ab.).Wird fortgesetzt!
© bei der Autorin 4/2005


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