• Serie Hundeschulen Teil2

    Hundeschulen

    Bericht 2 von Nicole Oeffinger Ich habe zuvor schon mit zwei "bekannten" Hundeschulen und unserem Hundeplatz tele. gehabt. Angebot der einen (Kimba war da grade etwas über acht Wochen alt): ein zweiwöchiger Kursus. Beginn morgens um 8.00 Mittags, Essen im Restaurant (damit Hund das lernt), Ende Abends ca. 18.00 Uhr. Preis einige Tausend Mark. Garantie das der Hund dann dauerhaft "funktioniert". Wahlweise auch Abgabe des Hundes und Abholung nach Ende der Ausbildung.

    Dann das Tele mit meinem jetzigen Ausbilder: "1. Ich bilde nicht den Hund aus sondern SIE !! 2. Will ich den Hund erst kennenlernen bevor ich ihnen Tips gebe. Gerne eine Schnupperstunde besuchen, ob auch alles zusagt und ich Sie nehme."

    Tja: Termin abgemacht Schnupperkurs angesehen, begeistert gewesen Heute noch dabei!!! (Demnächst mit Fährtenausbildung - extra für Kimba eingerichteter Kurs)

    Mein Ausbilder und der Ablauf: Er ist ehemaliger Polizeihundeausbilder. Frührentner. Hundebegeistert. Steht mit den Ausbildungsmethoden der Polizei eher auf Kriegsfuss. Sein Motto: Er zeigt dem Besitzer wie man dem Hund über Motivation Gehorsam beibringen kann. Wie intensiv man das dann macht, bleibt einem selber überlassen.

    Er geht immer sehr "psychologisch" an die Sache. Er erklärt immer sehr genau, was welche Wirkung auf den Hund hat. Körperliche Einwirkung: hält er nix von. Bei Ihm läuft es über Sozialisierung und Motivation. Bei Fuss wird zum Beispiel mit Ball geübt (Wenn der Hund Bälle mag).

    Er sieht sich jeden Hund genau an. Vor allem aus der Art, wie die Hunde miteinander umgehen und spielen, zieht er seine Schlüsse, wie man am besten auf den eigenen Hund eingehen kann. Fehler machen seiner Meinung nach eh nicht die Hunde, sondern deren Halter.

    All das bringt er so gut rüber, dass es mir zum Beispiel schon in Fleisch und Blut übergegangen ist zu überlegen: was mache ICH falsch, wenn Kimba mal wieder bockig ist. Meistens ist es auch wirklich mein Fehler (oft fehlende Konsequenz - es reicht mal einmal fünfe grade sein zu lassen

    Die Übungen werden immer nur kurz gemacht und es wird darauf geachtet, dass die Hunde viel spielen können. Als Abwechslung machen wir zwischendurch auch mal Suchspiele und ähnliches mit den Hunden. Gearbeitet wird da, wo auch mit den Hunden Gassi gegangen wird. Wenn möglich jede Woche woanders. Auf Wunsch geht er auch in die Stadt, übt Bahnfahren, Busfahren , Geschäfte, Bummeln, usw.

    Für Kimba und (bisher) zwei andere Hunde wird jetzt eine weitere Gruppe eingerichtet. Kimba braucht Beschäftigung, und ich kann leider nicht - wie ich vorhatte - in die Rettungshundestaffel mit ihr, da sie HD hat. Nun machen wir eine Fährtenausbildung (sie liebt Suchen), und ich habe die Möglichkeit, zwischen dieser Gruppe und der Grundausbildungs-Gruppe zu wechseln. Je nach Bedarf.

    Ach so: die Hunde der Gruppe besteht aus ca. fünf "festen" Hunden und wechselnden Hunden. Er ist bemüht, die Gruppe nicht zu gross werden zu lassen. Hat aber immer auch eine Assistentin dabei. Bei "Familienhunden" hat er nichts dagegen, dass die Familienmitglieder dabei sind - im Gegenteil.

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