• Hundekot 2. Folge: Zusammensetzung, Konsistenz, Farbe

    oder: Wie informativ es ist, was hinten herauskommt

    Sie ändert sich je nach Futterart und Verdaubarkeit des Futters. Der Gehalt an Rohasche kann zwischen einem Zehntel und fast der Hälfte schwanken. Sind viele Knochen gefressen worden, kann der Rohaschegehalt noch höher sein. Rohproteine machen normalerweise zwischen einem Viertel und der Hälfte der gesamten Kotmenge aus. Der Fettgehalt liegt dabei unter einem Zehntel, bei sehr gut verdaulichem Futter bei rund einem Fünftel.

    Es kommt auf die bakterielle Verwertung an, wenn sich zum Beispiel viel flüssige Fettsäuren (etwas Buttersäure) im Kot befinden. Nach heftiger Gärung von Kohlehydraten (zum Beispiel Nudeln) im Dickdarm kann es einen ph-Abfall geben.

    Die Verdaulichkeiten von Fetten vieler Arten schwankt nur zwischen 90 und 99 Prozent. Die von verschiedenen Stärken variiert stärker: Rohe Kartoffel etwa zwischen gar Null und 20 Prozent, die von gekochter Kartoffel aber 95 Prozent, Brot zwischen 75 und knapp 80 Prozent, die übrigen wie Weizen, Mais, Hafer, Reis Maniok – ob roh oder gekocht – schwanken nur zwischen 90 und 99 Prozent.

    So tritt auch beim Ausscheiden dieser Fette und Stärken kein Problem auf, bis auf die unverdaulichen.

    Konsistenz

    Die Häufigkeit des Absatzes ist abhängig von Gewohnheit, Wohlbefinden, Lebensform: Verlass auf die „innere Uhr“ durch Regelmässigkeit der Fütterung und Stressfreiheit. Die Dichte, Festigkeit, Beschaffenheit (Konsistenz) des Kots sollte eine feste Form haben. Nur Knochenfütterung verhärtet den Kotabsatz, es kann dann auch zu Obstipation (Verstopfung) kommen.

    Kot enthält je nach Futterart zwischen über 50 und 75 Prozent Wasser. Breiiger Kot weist auf eine einseitige oder falsche Ernährung hin. Der Hund kann aber auch unter Stress oder unter organischer Krankheit leiden.

    Farbe

    Auch sie signalisiert die Zusammensetzung des Futters. Normal, also bei dem üblichen Mix aus tierischem und pflanzlichem Eiweiss und stärkehaltigen Bestandteilen ist der Kot braun, manchmal heller, manchmal dunkler, vor allem durch umgewandelte Gallenfarbstoffe. Häufige bis ausschliessliche Knochenfütterung macht den Kot hell bis gar eierschalenweiss. Mit Muttermilch gesäugte Welpen und Hunde mit starker Milchtränkung wird der Kot gelblich. Milch verkürzt die Verweildauer im Darm.

    Gemüse und anderes Grünfutter macht den Kot oliv oder grünlich. Sehnen oder Knorpel oder Lunge hingegen sorgen für eine dunkle Farbe, teilweise gar schwarz. Aber sehr dunkle Farbe kann auch auf eine Blutung im Verdauungstrakt hinweisen. Ist der Kot rötlich (ausser es ist effektiv Blut im Kot), oder auch unnatürlich grün, so sind dem Futter Farbstoffe zugesetzt. Bei roter Farbe etwa synthetisches Karminrot.

    © Hundezeitung 02/2006