• Serie: Biologische Artenkunde: 5. Gruppe: Nordische Hunde (B. die anderen)

    Diese anderen sind: Die skandinavischen (die schwedischen wie die niederläufige Dachsbracke Drever, Jämthund, Stövare, Norbottenspets, die norwegischen Elch- und Lundehund, Finnenspitz und Karelischer Bärenhund) und russischen Jägerhunde (die drei Schläge des Laika), die japanischen Typen und Chow Chow wie Eurasier. Natürlich gibt es noch viel mehr Varietäten, oft aber aus anderen Ländern wegen ihrer speziellen Eigenschaften adaptiert (wie etwa den Lauf- und Schweisshund mit dem schlichten Namen "Finnish Hound", der vermutlich aus dem englischen Foxhound gezogen wurde).

    Elchhund:

    Foto: Unbekannt

    Was nach diesem Vorspann Bea Urban über die "Elkies" schreibt, kann sehr wohl auch auf viele der anderen nordischen Jäger- und "multifunktionalen" Hunde übertragen werden, mit den üblichen individuellen Noten. Denn dass sie eigenwillig sind - und nicht nur jagen -, das muss man wissen. Bea erklärt auch den Unterschied, wie die Hunde jagen.

    "Elchhunde in ihrer modernen Form sind seit ca. 6 000 Jahren bekannt. Der ursprüngliche Einsatzzweck war Hof- und Wachhund, Ziehhund von Travois und Schlittenlasten, Hüten/Treiben von Herden und Elch- und Bärenjagd. Elchhunde in Norwegen müssen auch heute noch dreimal erfolgreich in der Elchjagd eingesetzt gewesen sein, bevor sie zur Zucht zugelassen werden. Bei der Elchjagd gibt es zwei Varianten, der Ablauf ist derselbe: Der Hund soll im Wald die Spur eines Elches aufnehmen, ihn verfolgen, stellen und am Platz halten. Das am Platz halten erfolgt durch Angebelle (das gleichzeitig dem Jäger anzeigt, wo sich der Elch befindet), Drum-Herumgespringe, Anknurren und Scheinattacken. Die Hunde, die sich verkalkulieren und aufgespiesst werden, sondern sich entsprechend selber aus der Zuchtauswahl aus. Die zwei Varianten der Jagd sind: Loshund und Bindehund. Entsprechend läuft der Hund der ersten Variante (ohne Leine!) kilometerweit in den Wald, um seinen Elch zu suchen. Der Bindehund läuft an einer Schleppleine. Von den Hunden wird also nicht erwartet, dass sie zum Beispiel auf Zuruf zurückkommen. Das erfüllt gerade nicht den Zweck ihrer Arbeit. Sie warten, bis der Jäger zu ihnen kommt. Und nicht umgekehrt. Der Hund hat immer etwas Interessanteres in der Nase/im Sinn als seinen Menschen. Erst wenn er das Interessantere gefunden hat, lässt er es seinen Jäger wissen, und der soll dann zu ihm kommen. Elchhunde werden zum Beispiel in Nordamerika auch zur Waschbären-, Bären- und zur Vogeljagd eingesetzt. Andererseits sind Elchhunde gute Allrounder, wenn entsprechend ausgebildet. Sie können als Schlitten-, Lastenziehhunde (auch in Wettbewerben in der Leichtgewichtklasse) und in den populäreren Hundesportarten Obedience, Agility, Dogdance oder Fährtensuchen arbeiten; es gibt Elchhunde, die als ausgebildete Meldehunde Epileptiker begleiten oder als Rettungshunde tätig sind. Trotz alledem sollte mensch sich nicht von ihrem teddybärartigem Gesicht täuschen lassen. So mancher Ringrichter hatte schon Probleme, wenn ein Elchhund die Zähne zeigen soll."

    Den meist zwischen 20 und 25 kg wiegenden, sehr stämmigen, kompakt gebauten und um die 50 cm hohen Elchhund mit seiner Ringelrute und kurzen spitzen Stehohren (sieht einem Schlittenhund sehr ähnlich) gibt es in vielen Grau-Schattierungen (daher auch sein anderer Name Grahund) und als schwarze Variante.

    Diesem Hund ist der Jämthund sehr verwandt, wenn er nicht gar selben Ursprungs ist.

    Stövare:

    Foto: Unbekannt

    Diese Lauf- und Schweiss-, genauer: Stöberhunde, finden sich in Norwegen (Stover) und vor allem in Schweden in jeder Gegend. Teils sind ihre exakten Bezeichnungen nach ihrem Erfinder (Hamilton Stövare) nachempfunden, oder eben der Landschaft.

    Gemeinsam ist diesen mittelgrossen (45 bis um die 60 cm) und eher leichten (18 bis 28 kg) Brackentypen das zwar kurze, aber dicke, mit viel Unterwolle gesegnete Haar in allen möglichen Farbvarianten. Wieder einmal ein Beweis, dass es nicht die Länge des Deckhaares ist, das Hunde kälteunempfindlich macht.

    Der Schillerstövare zum Beispiel wurde aus den alten bodenständigen schwedischen Stöberern mit Schweisshunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gezogen und von Per Schiller 1886 erstmals vorgestellt.

    Ein fast wie ein Jagdterrier oder Mini-Rottweiler aussehende Smaland-Stövare trägt im Unterschied zu seinen Kollegen keine Rute (eben Mini-Rottweiler). Er ist Fuchs- und Hasenstöberer in Südschweden.

    Lundehund:

    Foto: Unbekannt

    Dieser alte (bekannt seit dem 17. Jahrhundert), eher kleine (30 bis knapp 40 cm) und leichte (etwa 6 kg) - auch Norwegian Puffin Dog - genannte Hundetyp hat eine in der ganzen Hundewelt einzigartige Besonderheit aufzuweisen, die ihn schliesslich zum Spezialisten macht auf meist See-Vogelarbeit: er kann fast katzenartig klettern.

    Dazu ist er körperlich eben eigenartig ausgerüstet: Die Vorderläufe können sich bis zu 90 Grad drehen. Und er wurde, um zwischen den Felsspalten arbeiten zu können, auf mehr Zehen gezüchtet. Der Lundehund hat mindestens zwei grosse arbeitstüchtige "Wolfskrallen" und bis zu acht Ballen pro Pfote. Meist mit sechs statt fünf Krallen bestückt. Der Standard sieht vor, dass Lundehunde mindestens sechs Zehen pro Pfote haben müssen.

    Diese Gelenkigkeit bietet diesen Hunden eine eben artuntypische Kletterfähigkeit. So soll ein Lundehund mal bis zu 14 junge Papageientaucher aus deren Felshöhle gezogen haben. Das ging aber nur, weil diese Vögel als Jungtiere die Eigenart haben, sich bei Gefahr gegenseitig an den Schnäbeln festzuhalten.

    Sonst haftet dem Lundehund nichts Ungewöhnliches an, ausser den üblichen Eigenschaften der nordischen Hunde: eine gehörige Portion Selbstständigkeit und daher Eigenwille.

    Norbottenspets:

    Dieser maximal 15 kg leichte und gut 40 cm hohe, meist weiss-rotbraun gefleckte Spitz aus Schweden und Finnland ist wie viele Bauernhunde (Bauern sind in Skandinavien meist auch Jäger) ein universeller Jagdgehilfe auf Kleinwild. Mit dem deutlichen Unterschied zum Finnen- und anderen Spitzen: er bellt kaum.

    Finnenspitz:

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    Dieser 40 bis 50 cm hohe und leichte (um die 15 kg) Hund in den typischen Rotfärbungen ist vergleichsweise alt, der erste Rassestandard datiert 1812. Er kommt von den Lappen und wurde bei jenen seit Jahrhunderten als Nachsucher auf Elch und Bär gearbeitet, heute eher auf Vogeljagd. Er hat ein Merkmal, das ihm seinen Spitznamen lieh: "jodelnder Vogelhund".

    Vogeljagdprüfungen sind in Finnland beliebt. Der Finnspitz erhält dabei sogar Punkte für die Anzahl der Belllaute oder Abzüge für "falsches Verbellen", wenn er zum Beispiel zu früh aufhört mit dem Kläffen oder anderes Wild als die Vögel auf dem Baum verbellt.

    Auch er trägt seine äusserlichen Kennzeichen für nordische Hunde: buschige Ringelrute und kurze, mit dichtem Haar bewachsene Stehohren.

    Karelischer Bärenhund:

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    Im am finnischen Karelien angrenzenden Russland kennt man ihn als russisch- europäischer Laika. Damit wird auch klar, wie die Herkunft und die äussere Erscheinung und nicht zuletzt die Eigenschaften verwandt sind. Der russische Kollege des Finnischen ist grösser und aggressiver. Der Karelier (maximal 25 kg und 60 cm) ist ein Grosswildjägerhund. Hochläufig, er gilt als äusserst hart im Geben und Nehmen, trägt die Ringelrute und etwas grössere Stehohren als jene bei den Schlittenhunden.

    Ihrem Ruf wie Donnerhall als besonders mutige und wachsame Einzelkämpfer inzwischen auch in Nordamerika werden sie auch bei der eigentlichen Arbeit gerecht. Er bellt den Jäger heran (anhaltende "Standlaute"), wenn der Hund den Elch, Sauen, Marder oder Bären und sogar einzelne Wölfe gestellt hat.

    Der Karelier ist nicht nur für mitteleuropäische Jäger, auch und gerade für unsere enge und auf unaggressiven Umgang geformte Gesellschaft absolut ungeeignet, um gleich falsche Gelüste abzuwehren.

    West- und ostsibirische Laika:

    Man könnte meinen, die Laikas seien uralte Typen. Natürlich sind deren Ahnen zu den ältesten Arten überhaupt zu zählen, daraus rekrutierten sich später auch die modernen Siberian Huskys und andere nordische Vielzweckschläge. Doch die heutigen Laikas (der berühmteste war unfreiwillig erster Tier-Cosmonaut in Sputnik 2 1957) sind erst durch Kreuzung der verwandten Chanteisker und Mansijsker Laika-Schläge und von Hunden des Nord-Urals und Westsiberiens entstanden.

    Es sind heute in Russland weitverbreitete, temperamentvoll Jägerhunde, die auch mal einen Schlitten ziehen müssen. Die Widerristhöhe liegt zwischen gut 50 und 60 cm. Ihr dicht behaartes Fell ist in den typischen Farben von Wildcaniden, von weiss bis schwarz, auch gescheckte sind drunter.

    Japanische: (Inu oder Ken: jap. für Hund)

    Den japanischen Hunden (bis auf die kleinen "Schoss"-Hunde) sind bei allen Grössenunterschieden gewisse äussere Eigenschaften gleich: meist Ringelrute, meist kurzes Haar bei dichter Unterwolle, kurze Stehohren. Eben die üblichen Insignien nordischer Hunde.

    Akita:

    Allzu oft führen die Freunde ihrer Rassen die Bezeichnung "alt" an. Hier stimmt es mal wieder. Weil alle fast belassenen Hundetypen natürlich "alter" Abstammung sind.

    Der Akita ist Japans Nationalstolz. Früher auch Jagd-, dann immer auch Wachhund. In der Zeit der Bürgerkriege zogen sich die miteinander verfeindeten Sippen ihre eigenen Schläge heraus. Die schweren Typen hatten die Höfe zu bewachen und beschützen. Schon im 19. Jahrhundert wurden in Japan Hundekämpfe populär. Der alte Akita-Typ, eher Jäger als Molosser, verschwand, in verbleibende wurden die schwereren Tosa-Molosser eingekreuzt. Tollwut und andere Ursachen rotteten fast die Akita aus. 1910 verbot die Regierung Hundekämpfe. Vorübergehend.

    Einige Freunde des alten Akita-Schlags suchten nach den ursprünglichen Typen. 1931 wurde der Akita zum japanischen Kulturgut erklärt und ein Exportverbot erlassen. Der zweite Weltkrieg bedrohte die Zucht wieder. Amerikaner nahmen einige Hunde mit nach Hause. So entstanden dann bis heute zwei Linien: eine japanische und eine amerikanische, die grössere, schwerere Hunde bevorzugt. Die Amerikaner kreuzten gar Mastiffs ein, wodurch die schwarze Maske betont wurden. Die letzteren dieser sehr gestreng dreinblickenden, ruhigen, aber enorm starken Tiere wiegen zwischen 38 (bei Hündinnen) und über 50 kg (Rüden) bei um die 60 bis 70 cm Schulterhöhe.

    Es werden aber nach wie vor dieselben Farben (zwischen weissen, "sesamfarbigen", roten, grauen und fast schwarzen, auch gestromt) zugelassen. Ringelrute, kurzes, aber dichtes Haar, kompakter Körper und oft nach vor gestellte kurze Stehohren gehören zu den Attributen dieser meist stoisch-ruhigen Hunde.

    Ein Denkmal erinnert an die japanischen Akita, die bei einer abgebrochenen Südpolarexpedition einfach zurückgelassen wurden. Bis dahin zogen sie die Lastenschlitten. Die Bevölkerung war empört. Die Expedition sollte drei Jahre später fortgeführt werden und die Abenteurer fanden am damaligen Lagerplatz 12 von ehemals 20 Akita gesund und Munter wieder. Sie überlebten als Selbstversorger.

    Hokkaido (Ainu):

    Dieser kräftige, im Gegensatz zum Akita höchstens mittelgrosse (um die 45 - 50 cm) Hund auf eher niedrigen Läufen bei langem Rücken ist von meist hohem Temperament. Er dient als Grosswildgehilfe auf der nördlichen Halbinsel.

    Koshu (Kai):

    Der eher hochläufige (45 bis 55 cm) und leichtere Typ im sonst ähnlichen Habitus des Akita aus dem Mittelgebirge Japans dient für Klein- und teilweise mittelgrosses Wild. Der Kohshu-Tora steht unter Naturschutz.

    Kishu:

    Das ist ein Wildschwein- und Rotwild-Jägerhund aus dem Südwesten, zwischen 45 und über 50 cm gross und hochläufig.

    Shiba:

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    Dies dürfte der zweitpopulärste Hund Japans sein. Der kleinste der japanisch- nordischen Jäger-Hunde (um die 40 cm) gleicht im Habitus dem der Vorgänger. Der am Kopf fuchsähnliche Shiba ist ebenfalls lebhaft, aber leichtführig. Auch er wurde 1937 unter Schutz gestellt, als seine Art nur mithilfe ausländischer Hunde am Überleben gehalten werden konnte.

    Shokoku (Kohchi):

    Ein höchstens mittelgrosser (45 bis 52 cm) Hochläufiger aus dem Südwesten Japans. Inzwischen eher häuslich geworden denn als Jägerhund.

    Eurasier:

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    So nordisch aussehend und doch nicht, denn der Eurasier ist entsprungen aus einer Mischung von Wolfspitz und Chow Chow (daher Europa und Asien als zusammengezogener Rassename), 1960 in Weinheim an der Bergstrasse erstmals gezeigt. Später kam dann noch ein ordentlicher Schuss Samojede dazu. 1973 wurde der Eurasier von der FCI anerkannt.

    Einer der Liebhaber dieser Hunde mit sonst durchaus nordischen Eigenschaften - freilich ohne ausgeprägten Jagdtrieb, das macht ihn geeignet für engere Gesellschaft - war Konrad Lorenz. Zu den bevorzugten Farben des 50 bis knapp 60 cm grossen Hundes gehören neben Rot auch Grau und Schwarz.

    Der Eurasier ist eher das Gegenteil des "wilden" Kareliers. Und das gesunde normale Gegenteil des heute massiv und oft schon in der Augenpartie krankhaft gezüchteten Show-Chow-Chow.

    Chow Chow:

    Foto: Unbekannt

    Damit ist auch schon viel über diesen sehr bekannten Hund gesagt. Er wie der Shar Pei stammen aus China. Der bärchenhafte Hund hatte zu Urzeiten viele Namen, unter anderem auch die Herleitung "chou" für "essbar".

    Sein plüschartiges Outfit machte ihn im Westen schnell populär, vor allem in den USA, wo er zeitweilig zum Teddybär-Monster degradiert wurde. Überreichliche Hautpartien mit folglichen Augenkrankheiten und Hautkrankheiten durch unnatürliche Behaarung waren an der Leidenstour.

    Der ähnlich wie der Eurasier grosse und rund 30 Kilo schwere Hund wird wieder in zwei Varianten gezüchtet, eine kurzhaarige (wodurch er dem Shar Pei sehr ähnlich sieht) und eine bekannt langhaarige, vornehmlich in den Farben rot und schwarz.

    Die sehr entschiedene Zurückhaltung bei Fremden, der Ruf als unnahbarer Eigenbrötler, als Einmann-Hund, im Gegensatz zu ganz früher als jagduntauglich und - eben anders zu sein als "normale" Hunde - formten einen Ruf, einen teilweise schlechten, den dieser Hund nicht verdient. Dazu verhalfen ihm auch leider Märchen. Die Abstammung vom Bären und dessen blaue Zunge.

    Das Märchen mit der blauen Zunge und die biologische Erklärung Die Chow Chow-Fans begnügen sich mit einer chinesischen Erzählung, warum der Chow eine blaue Zunge habe, die so charakteristisch sei für diese uralte Type. Dass diese bläuliche Zunge auch anderen chinesischen Hunden wie dem Shar Pei und dem Eurasier als neuerer Abkömmling ebenso "anhaftet", wird von den Chow-Fans ignoriert. Oder gar danach gesucht, dass es eine naturwissenschaftliche Erklärung dafür gibt. Nicht nur diese Märchen aber stehen viel häufiger in den Rassestandards.

    Erzähler Li-Fu zuerst: "Als die Welt erschaffen wurde, fielen bei der Befestigung der Sterne am blauen Himmelsgewölbe viele kleine blaugefärbte Stückchen des Firmaments auf die Erde herab. Und wem erlaubte der Schöpfer diese Himmelsstückchen auf Erden aufzuschlecken? Richtig geraten: dem Chow Chow. So bekam dieser seine blaue Zunge." Abgesehen davon, dass diese Übersetzung verblüffend stark ins Christliche pigmentiert, ist sie hübsch blauäugig wie blauzungig.

    Die natürliche Erklärung von Wildbiologen am Beispiel des Polar- oder Eisbären (Bären sind überdies zoologisch mit Hundeartigen verwandt) ist weniger rasse- eigensinnig, dafür plausibel: Unter dem sehr hellen, weisslichen Eisbärenfell verbirgt sich eine stark pigmentierte, ja schwarze Haut. Sie wandelt über die Haare das weitergeleitete Licht in Wärme um. Auch die Schleimhaut inklusive Zunge ist so pigmentiert. Möglicherweise ist die Zunge auch deshalb so dunkel, weil sie extrem stark durchblutet wird. Normal ist die Zunge rot, hier aber durch die extreme Durchblutung schon bläulich. Denkbar ist, dass Eisbären mit Hilfe der Zunge ihre Körpertemperatur regulieren. So erhielten auch jene nordische Hunde diese dunkle Pigmentierung auf der Zunge, die schliesslich die Körperwärme abführt.

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