Schakale
Die Wolfs- und Schakalartigen gehören zur Gattung Canis
(Hundeartige). Die Schakale unterteilen sich in Gold- (Canis
aureus), Schabracken- (Canis mesomelas) und Streifenschakal (Canis
adustus). Der Schabrackenschakal ist der „schönste" und

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daher meistgezeigte, den anderen unvergleichlich
durch seine auffällig Färbung; die Grundfarbe ist am
Bauch ein helles Rostrot, der schieferfarbene Rücken ist davon
scharf abgegrenzt, so dass dies dem Tier wie eine auferlegte
„Schabracke" wirkt. Er wird etwa 10 Kilo schwer. Die maximal
40 Zentimeter hohen Schakale tragen wie die afrikanischen Wildhunde
sehr grosse Ohren, um Körperhitze über die enorme
Austrittsöffnung abzuführen. Ebenso lauftüchtig sind
sie auch, weil verhältnismässig hochläufig und
schlank gebaut. Sie ernähren sich vor allem von solchen jungen
Beutetieren wie maximal Antilopen, die sie aufgrund ihrer relativ
geringer Körperkraft schlagen können; natürlich auch
von pflanzlichem Futter. Kerbtiere, vor allem Heuschrecken sind
ihre Hauptnahrung. Sie fressen auch Aas, jagen einzeln oder in
Gesellschaft. Es sind Umweltpolizisten wie alle Wildhunde. Schakale
sind zwar scheu und vorsichtig, aber auch sehr neugierig. Im

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Gegensatz zum Streifenschakal ist der Schabrackenschakal ein
stimmfreudiges Tier. Seine Lautvielfalt ist verblüffend,
zwischen gellendem Kreischen zu einzeln scharf kläffenden
Tönen. Der Goldschakal wird etwa 45 bis 50 Zentimeter gross
bei maximal 15 Kilo. Seine Fellfarbe ist im Deckhaar rost- bis
goldfarben, die Gebirgs-Goldschakale eher grau. Sie sind
kurzbeiniger. Der Streifenschakal unterscheidet sich vom
Schabrackenschakal durch die nochmals längeren Läufe, die
kürzeren Ohren und die dichter behaarte dunkle Rute, die meist
eine weisse Spitze trägt. Sie werden an der Schulter etwa 45
Zentimeter hoch. Das Fellist grau-rot, aber fahl, an den Seiten mit
einem schrägen, unscharf abgesetzten Streifen. Der
Streifenschakal ist eher Nachtier als die anderen Varietäten.
In Zoos werden Goldschakale zwölf bis vierzehn Jahre alt.
Bemerkenswert ist im Vergleich zu anderen Hundeartigen, dass sowohl
Rüden als auch Fähen ein Bein zum Markieren heben. Auch
das nachmarkierende Scharren ist beiden Geschlechtern
gleichermassen eigen. Schakalpaare halten eng zusammen, und das ein
Leben lang. Auch die Jährlinge verbleiben noch bei der Sippe.
Ihr Sozialverhalten ähnelt sehr dem der Wölfe. Sie sind
verbreiteter als jene: vornehmlich im vorderasiatischen und
arabischen wie afrikanischen Raum, aber auch in der Türkei, um
das Schwarzmeer und in Nordgriechenland anzutreffen. Eine
Untergattung ist der etwa gleichgrosse, aber sehr hochbeinige
Abbessinische Fuchs (Canis simensis). Wegen ihres
fuchsähnlichen Kopfes mit lang gestrecktem Fang bekam er im
Deutschen seine falsche Bezeichnung. Auch er ist tag- und
nachtaktiv, lebt einzeln oder in kleinen Rudeln.
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