• Gefährdete Arten / Hausrinder, Teil 3

    Serie: Hausrinder

    Wir berichten hier in der üblichen konzentrierten Form nicht nur über die populären Hausrinderrassen, sondern auch über jene Tiere der "Roten Liste der bedrohten Nutztierrassen in Deutschland", erhoben durch die "Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)". Nach der Serie der Rinder folgen andere Nutztiere wie Schafe, Ziegen und Schweine.

    Gefährdete Arten / Hausrinder, Teil 4

    Hinterwälder

    Foto: A. Feldmann

    Kennzeichen: Hellgelb bis dunkelrot-braunes Haarkleid auf weißem Grund, gedeckt, gefleckt, gescheckt oder gesprenkelt; Kopf meist weiß, teils gefleckt. Widerrist der Kühe 115 bis125 cm bei einem Gewicht von 380-480 kg.

    Verbreitung: Südlicher Hochschwarzwald (Feldberg, Belchen, grosses und kleines Wiesental).

    Herkunft: Alter Landschlag, der sich aus dem Keltenrind entwickelt haben soll. In den Höhenlagen des Südschwarzwaldes entwickelte sich es zu einer betont eigenständigen Rasse.

    Eigenschaften/Leistung: Robust, genügsam, hohe Fruchtbarkeit, langlebig, sehr weidetüchtig, harte Konstitution, sehr gutes Fundament. Milchleistung der etwa 600 kontrollierten Bestandskühe 3300 kg mit 4,0 Prozent Fett und 3,4Prozent Eiweiss; tägliche Zunahme der Auktionsbullen ca. 900g; bestens zur Mutter- und Ammenkuhhaltung geeignet; Entwicklung eines eigenen Qualitätsfleischprogramms.

    Besonderheiten: Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 1992, kleinste mitteleuropäische Rinderrasse.

    Bestand: Gesamtpopulation ca. 4000 Tiere, Kuhbestand 2200, etwa 50 Deckbullen, ca. 15 Prozent der Kühe werden künstlich besamt. Ein kleiner Bestand zugekaufter Tiere befindet sich in der Schweiz.

    Gefährdungsgrad: Kategorie III (gefährdet) laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

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