• Geschäft mit Hunderassen in Not

    Trittbrettfahrer und zwielichtige Geschäftemacher mit Rasse-Hunde-Vermittlungen. Der Neid, die Eifersucht und das Konkurrenzdenken gegen die wirklich Selbstlosen.

    "...in Not, aber doch eher als "Notgroschen". Da wächst ein weiteres schmieriges Geschäft mit der so genannten Tierliebe heran. Und die wenigen Selbstlosen, die werden auch noch beneidet bis angefeindet. Klar, sie versauen die Schnäppchen. Das ist Tierschmutz, nicht Tierschutz. Schutz nur für die eigenen Interessen, und die klimpern im Beutel.

    Es gibt immer mehr Internet-Seiten oder auch in den Rassevereinen angegliederte Vermittlungen, die Rassehunde "in Not" vermitteln. Das sind meist Hunde, die sonst in ein Tierheim abgeschoben würden. So suchen Freunde - vielleicht und hoffentlich ausnahmslos uneigennützig - ein neues Plätzchen für ihre Rasse- Vertreter. Für eine vergleichsweise geringe Schutzgebühr. Keine schlechte Alternative, um einen Hund ein neues Zuhause zu geben, wenn die Angaben und Vermittlungsgründe ehrlich sind.

    Denn solche Tätigkeiten ziehen auch Schmeissfliegen an: Es mehren sich auch solche, die "Tierschutz" als Grund zur Geldvermehrung erkennen. Eine Border Collie-Vermittlerin kam auf den Geschmack, wie Geld zu machen ist mit solchen "in-Not-Vermittlungen". Eine - wirkliche - mir bekannte Nothelferin berichtet vom unsittlichen Vorschlag: "Die ist vielleicht klasse! Wollte uns "helfen" ... aber irgendwie DM 300 Vermittlungsgebühr für "ihre Kosten" kassieren. Sie würde uns die Hunde "kostenlos" abnehmen und dann eine Spende an uns weiterreichen."

    Andere Beispiele:

    Benno Lippert, Leiter Kynoschool: "Wie einige mitbekommen haben, betreiben wir (meine Frau und ich) seit Anfang des Jahres eine Homepage, auf der Tierschutzvereine und Tierheime "ihre" Dobermänner und Dobermann-Mischlinge vorstellen können, kostenlos (logisch). Für diese Rasse ist es die zweite mir bekannte Seite im Netz. Wir haben aber von der "anderen" Seite heftig Kritik kassiert. Sei es drum. Gestern ist mir allerdings eine Mail zugeschickt worden, die ich hier mal namenlos (ich will ja niemanden kompromittieren) und auch auf Ermunterung veröffentlichen will.

    Der Text: Sehr geehrte Damen und Herren, ich war anscheinend in meiner Beantwortung Ihrer Anfrage bezüglich (Name des Hundes) etwas zu voreilig. Ich habe Ihre E-Mail nur überflogen und angenommen, es würde sich dabei um (die andere Page) handeln. Auf Ihrer Website möchte ich keine Hunde von uns veröffentlicht wissen. Bitte nehmen Sie den Hinweis auf (Name des Hundes) wieder heraus. Auch den Link auf unsere Seiten möchten Sie bitte entfernen. mfg der nette Herr sowieso

    Ehrlich gesagt, ich verstehe die tierschützerische Intention des Herrn nicht so ganz. Wie meint Ihr das so. Liege ich denn komplett daneben?"

    Beatrix Urban, Irland: "Benno, gewöhn Dich besser dran. Von den "etablierten" BC Leuten in D habe ich ausser von Gesa (die hier auf der Liste ist) keinerlei Unterstützung, sondern von vielen eher derbe Kritik erhalten. Monatelang. Öffentlich und auch privat. Ich war so naiv anzunehmen, dass ein gemeinsames Interesse an der Rasse besteht, und nicht nur an Pokalen und Zuchtpapieren. Ebenso geht es uns hier in Irland, wo Leute vor Jahren versucht haben, BC Rescue zu machen, wohl erfolglos und mir nun prima Steine in den Weg legen wollen, von Verleumdung über Boykott bis hin zu "Testkäufern", die sie mir auf den Hals schicken. Die öffentlichen SPCAs (Society for the Prevention of Cruelty to Animals) sind wohl reichlich vertreten, richtig "arbeiten" kann ich nur mit einer Handvoll, erfolgreich und zuverlässig mit ganzen fünf Einrichtungen. Alle bekriegen sich - dabei bekomme ich noch nicht mal öffentliche Gelder. Sollen sie mich doch in Ruhe lassen. Willkommen im Club!"

    Benno Lippert: "Von meiner (noch recht bescheidenen) Erfahrung her kann ich sagen, dass ich "den anderen" mindestens die gleiche "Kompetenz" in Sachen Tiervermittlung (mein Gott, ekelhafte Formulierung) zutraue. Aber darum geht es doch gar nicht. Es geht einzig und alleine um Profilierung. Wir haben auf unserer Seite mehrfach betont, dass wir keine (!) Konkurrenz darstellen wollen, es geht schlicht und ergreifend darum, für diese Rasse und deren Mischlinge eine Plattform zur Verfügung zu stellen. Letztendlich vermitteln wir nicht einmal, sondern stellen wirklich nur eine Plattform zur Verfügung, zumindest solange, wie man uns nicht um unsere Mithilfe bittet. Selbst dann tun wir auch nur das, worum wir gebeten werden. Die Vermittlung der Hunde läuft ausschließlich über die Tierschutzvereine. Das war für viele allerdings Grund genug, uns anzufeinden, bösartige Gästebucheinträge zu schicken, (die ich natürlich auch löschen könnte, nur ist mir so ein Niveau einfach zu dämlich), persönlich-bösartige Mails mit und ohne Viren zu schicken. Es hat also jemand Angst davor, seinen Status zu verlieren. Das hat nix mit Qualitätsstandard zu tun, sondern ist einfach nur peinlich (oder auch menschlich?).

    Demaskierender Hinweis auf einer HP: "Wenn Sie einen Hund bei uns vorstellen oder anderweitig Kontakt mit uns aufnehmen möchten, bitte achten Sie unbedingt auf die richtige Emailadresse: xxxxx Achten Sie bitte auch darauf von wem Sie eine Email bekommen. Es gibt seit Anfang des Jahres eine Homepage mit ähnlichem Namen, von der wir uns distanzieren."

    Ich kenne diese Homepage, es ist die eines Nicht-Züchters und einwandfreien Hundekenners und -ausbilders.

    Profilneurose ist dafür noch milde ausgedrückt, was diese Leute, die vorgeben, Hunden zu helfen, so selbstsüchtig macht. Man hat den Eindruck, dass es einigen dieser Vereine eben nicht um die Hunde geht.

    In einem persönlichen Gespräch erzählte Benno Lippert: "Seit dem Start unserer Internetplattform verbreiteten Leute, die rein hundeschützerisch angeblich am gleichen Strang ziehen wie wir auch, bösartige Gerüchte über uns, die mittlerweile die Grenze des rechtlich zugelassenen überschreiten. In dieser Agitation lassen sich dort Menschen dazu hinreißen, pseudo-detektivische Nachforschungen anzustellen, um daraus irgendwelche diskreditierende Luftgespinste daraus zu konstruieren und zu verbreiten.

    Wenn man dem, was wir (über uns selber) gehört haben glauben darf, haben wir in den letzten 30 Jahren mindestens dreimal monatlich die Partner gewechselt, sind permanent mit potentiellen Tierheimhundefreunden zusammengezogen, denen wir fünf Jahre später dann die entsprechenden Hunde zuschieben, haben soviel Dreck am Stecken, das sämtliche Staatsanwaltschaften hinter uns her sind, inzwischen wahrscheinlich auch schon Interpol, betreiben seit Urzeiten Hundehandel, haben eigene Zwingeranlagen hinter dem Haus, sind die Initiatoren der Hundemafia etc. pp.

    Es ist mir unverständlich, wie solche Menschen noch in den Spiegel gucken können und gleichzeitig behaupten, es geschehe zum Wohle der Tiere. Solchen Menschen geht einzig darum, sich gesellschaftliche Anerkennung in Form von schon peinlichen Huldigungen zu holen und die Macht zu spüren, über das Wohl und Wehe eines Hundes und, viel wichtiger, der interessierten Menschen zu entscheiden.

    Jetzt ist mir zugetragen worden, daß eine Voraussetzung zur Aufnahme eines Hundes auf unserer "Gegenseite" ist, daß der Hund von unserer Seite gelöscht wird bzw. bei uns nicht aufgenommen werden darf. Kann es denn wirklich so kranke Menschen geben?"

    "Taylor", Irland: Nur zwei Fälle. Vorab: Ich erhielt eine Anfrage wegen Paddy, einem wirklich riesigen Rottweilerrüden. Es klang alles ganz gut und ich hatte schon eine Bekannte in Deutschland mit dem homecheck beauftragt, als man mir mitteilte, dass der Mann vorhabe, Hundesport mit Paddy zu betreiben. Ich rief daraufhin bei ihm an und fragte pointblank. Antwort: "Aber sicher doch, schließlich ist es ja ein Rottweiler, der braucht so was!" Natürlich habe ich ihm gesagt, daß ich unter diesen Umständen keinen Hund an ihn vermittle und dass ich ihm bereits im Vorgespräch sagte, dass Paddy nur für ein pet home in Frage kommt.

    Daraufhin beschimpfte er mich aufs Übelste, ich hätte noch nicht das Letzte von ihm gehört und er hätte Freunde beim Tierschutzverein etc. Ich habe aufgehängt und Paddy drei Wochen später an ein älteres englisches Ehepaar vermittelt, die einen Kumpel haben wollten. Die Briefe habe ich nicht gefunden, ich habe sie wohl schon dahin getan, wo sie hingehören: in den Abfall.

    Im zweiten Fall handelt es sich um Pro Animale, dass werden die meisten wohl wissen. Aber nennen tue ich sie natürlich nicht. Mittlerweile hat PA eine neue "Leiterin" hier in Irland. Aber Johanna Wothke regiert weiterhin mit Frust und unglaublichem Schwachsinn... So werden immer noch Greyhounds (GH`s) auf den Sales gekauft, was da an Geldern dahinter steckt, ist unglaublich!

    Ein Bekannter von mir hat einen Antiquitätenladen in Portumna, da kauft Frau Wothke bei ihren Irlandbesuchen immer ein. Die letzte Rechnung betrug IEP 1500, dass sind DM 3750. Da kommt doch Freude auf.

    Sie haben am Anfang Futter aus Deutschland hergebracht, mit 32 Prozent Protein Gehalt, weil "GH's ja so was brauchen". Das meinte ich, als ich im Forum mal sagte, dass viele Tierschutzvereine aus gelangweilten Hausfrauen bestehen, die mehr Schaden anrichten als alles andere.

    Fall 1: Mitte vorletzten Jahres bekam ich Besuch des örtlichen dogwardens. Er hätte eine anonyme telefonische Anzeige erhalten. Laut dieses Anrufs würde ich Hunde bestimmter Rassen aufnehmen, um sie an irische Zigeuner weiter zu verkaufen. Die Hunde würden dann für illegale Hundekämpfe verwendet. Ich empfand es als gerade lächerlich, mich wegen eines solchen Vorwurfes rechtfertigen zu müssen und das sagte ich auch dem dogwarden, Mr. D.

    Außerdem wollte ich wissen, seit wann er denn soviel Zeit habe, anonymen Hinweisen nachzugehen, da er auf meine wiederholten Beschwerden bezüglich der Zustände in einem Zigeunercamp nicht reagierte und meine Anrufe ignorierte. Ich sagte ihm ebenfalls, dass er, wenn er wirklich auf solchen Kinderkram hereinfallen würde, sicherlich schon einmal etwas von Verleumdung gehört habe. Das wird in irischen Gerichten nicht auf die leichte Schulter genommen. Schließlich rückte er damit heraus, dass der Anruf wohl von einem Deutschen kam. Geknickt verließ er mein Grundstück.

    Ich habe nie erfahren, wer mich "angezeigt" hat, habe aber den starken Verdacht, dass es mit meiner Weigerung einen Rottweiler an einen "Hundesportler" nach Deutschland zu vermitteln, zu tun hatte. Ich bekam mehrere computergeschriebene Briefe, alle mit Berliner Poststempel, in denen man mir mit Konsequenzen drohte, sollte ich meine tierquälerische Einstellung nicht ändern. Man wisse, wo ich wohne und man würde vorbeikommen, um alle meine Hunde zu "retten". Traurig, aber wahr. Ich habe es ignoriert.

    Letztes Jahr erfolgte erneut eine Anzeige gegen mich, aus den gleichen Gründen. Auch diese Anzeige war anonym und blieb ohne Folgen.

    Fall 2: Eine deutsche Tierschutz Orga, die in Irland tätig ist, hat fleißig meine Telefonnummer weitergegeben; an wildfremde Leute, die Hunde abzugeben hatten. Innerhalb kürzester Zeit war ich überschwemmt mit Telefonanrufen und schließlich wurden die Hunde kurzerhand an mein Tor gebunden. Ich fragte, woher sie meine Nummer hatten. Antwort: deutsche Tierschutz Orga. Erbost rief ich dort an, nur um mir sagen zu lassen, man habe meine Nummer nicht weitergegeben, es wisse ja schließlich jeder, dass ich mir eine goldene Nase verdiene, indem ich Hunde nach Deutschland ins Labor vermittle.

    Die gleiche Orga hatte zuvor meine Bitte um Aufnahme eines GH's abgelehnt, mit der Begründung, "Krüppel" könnte man nicht vermitteln (dem Hund fehlen zwei Drittel der Rute und ein Stück der Hinterpfote). Ich habe darauf geantwortet, dass ich mir unter Tierschutz etwas anderes vorstelle und es demzufolge vorziehe, den Kontakt nicht weiter zu halten. Später habe ich dann erfahren, dass diese Orga illegal Polen in ihrem Tierheim beschäftigt hatte und angezeigt wurde. Dies wurde mir unberechtigter Weise zur Last gelegt und alle wurden informiert, dass ich Hunde ins Labor vermitteln würde.

    Es ging sogar soweit, dass mein eigener Tíerarzt mich vor einer Deutschen warnte, die, wie er gehört hatte, Hunde ins Labor verkauft. Wenn es nicht so traurig wäre, hätte ich gelacht. Erst, als ich mit Anzeige drohte, hörten die Verleumdungen auf.

    Das Gerücht, dass eine Deutsche Bordercollies und Jack Russel Terrier nach Deutschland ins Labor vermittelt, hält sich hier weiterhin hartnäckig. Ich bin erst vor kurzem von einer Vertreterin der Galway SPCA darauf angesprochen worden.

    Ich ziehe es vor, alleine zu arbeiten. Ich bekomme keinerlei staatliche Gelder oder Spenden. Bis auf eine Ausnahme, vermeide ich es, mit anderen Orga's in Kontakt zu kommen. Meist bringt es nichts als unnütz Aufregung und Ärger. Ich weiß, was ich tue und wie ich meine Tiere behandele. Ich bin keinem außer mir selbst Rechenschaft schuldig.

    Vor Jahren hörte ich das Wort "Tierschutzmafia" zum ersten Mal, damals habe ich gelacht, heute ist mir eher zum Weinen zumute.

    Es hat mir nicht die Freude an meiner Arbeit vermiest, wohl aber den unbeschwerten Umgang mit anderen Menschen."

    Den Begriff von Hunderassen "in Not" darf man auch nicht zu weit sehen, wenn es sich um einen krankheitsbedingt sehr ernst zu nehmenden Notfall handelt. Eine Frau, die eine Irish Wolfhound- Welpen- Hündin aus Griechenland, vermutlich aus miesester Herkunft und Haltung, nach Deutschland holte und feststellen musste, dass der Welpe Lungenentzündung der härteren Art hatte, wurde vom Oberverein aller Hetzhunde in Deutschland lediglich mit der - in diesem Fall wohl "Rassevereins- entscheidenden" Feststellung - geholfen, dass der Welpe reinrassig sei.

    Die unglückliche und hilfesuchende Halterin hatte schwer den Eindruck, dass der Zuchtverein zur Krankheit nicht weiters helfen wollte.

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