Was ist ....
1. Anatomie und Physiologie der Haut
Die Haut hat als grösstes Organ mit hochentwickeltem Nervengeflecht, feinen Blutgefässen und Drüsen zahlreiche Aufgaben: Schutz vor Umwelteinflüssen (zum Beispiel Wasserverlust und Austrocknung), mechanischen, thermischen und chemischen Krankheitsursachen (Noxen), vor dem Verlust körpereigener Substanzen wie Eiweiss und Elektrolyte und vor dem Eindringen von Bakterien und anderen Mikroorganismen.
Durch das ausgedehnte Netz an Haargefässen (Kapillare) steuert die Haut den Blutdruck und reguliert mit anderen Organen die Temperatur, unabhängig von Länge und Dichte des Fells.
Die empfindsame Aufgabe umfasst Wahrnehmung von Temperatur- und Luftdruckschwankungen, Schmerz und Juckreiz. Über Talg- und Schweissdrüsen, die auf der ganzen Hautoberfläche verteilt sind, ausscheidende (exkretorische und sekretorische) Funktionen.
Die Haut spielt auch im Abwehrsystem eine wichtige Rolle. Gewisse Zellen (unter anderem Langerhanssche) können Antikörper absorbieren.
Durch die enge Beziehung zu allen anderen Organen, vor allem dem Hormon-Stoffwechsel, muss bei Hauterkrankungen geklärt werden, ob die Haut unmittelbar betroffen ist oder nachrangig ins Krankheitsgeschehen anderer Organe einbezogen worden ist.
Die Haut ist ein Spiegel des Zustandes des gesamten Körpers.
Aufbau
Die Haut wird in drei Schichten unterteilt, von aussen nach innen: die dünne Oberhaut (Epidermis), die bindegewebige Lederhaut (Dermis oder Korium) und die Unterhaut (subkutanes Fett) mit Anhangsgebilden wie Haare, Nägel, Drüsen.
Die Epidermis ist ebenfalls mehrschichtig: die Hornstoff (Keratin)-bildenden Zellen (Keratinozyten), die an der Oberfläche verhornen, die mit Melanin (braunes bis schwarzes Pigment) behafteten Zellen (Melanozyten) und die mit Blut- und Nervengefässen versorgten Langerhansschen Zellen, die vor allem Infektionen abwehren sollen.
Nächste Folge: Hautdrüsen, Haarwachstum


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