• Serie Genitalorgan-Erkrankungen: Pyometra (Gebärmutter-Vereiterung)

    Pyo ist das Wortteil für Eiter, metra für Gebärmutter (Uterus). Unter einer "typischen Pyometra" versteht man die Anhäufung von eitrigen bis blutigen Aussonderungen im Uterus bei verschlossenem Gebärmutterhals (Zervix).

    Meist handelt es sich bei einer schnell auftretenden Pyometra um eine örtliche Infektion, die zum Schluss einer Läufigkeit auftritt, wenn der Gebärmutterhals noch nicht keimdicht verschlossen ist. Dann vermehren sich die Keime, und ihre Gifte werden als Sekret ausgeschieden.

    Die durch Bakterien entzündeten Stellen lassen die Drüsen erweitern und fördern eine Füllung der Gebärmutter mit eitrigen Sekreten. So entsteht eine typische Pyometra.

    Typisch für diese Entstehung sind: normaler Verlauf der gerade abgeschlossenen Läufigkeit, Gelbkörper an den Eierstöcken (Ovarien), die zuerst verschlossene Zervix und keine Hinweise auf hormonelle Störungen.

    Eine Pyometra kann auch nach einer Läufigkeits-Verschiebung oder -hemmung mit hormonell-regulierenden Medikamenten entstehen.

    Die Zeitspanne zwischen dieser Behandlung und dem ersten Auftreten der Pyometra- Symptome kann bis zu fünf Monate oder länger dauern.

    Zeichen für eine Pyometra sind ein leichtes bis heftig gestörtes Allgemeinbefinden, ein unnormales Durstgefühl mit entsprechend hoher Urin- Ausscheidung. Diese Form wird meist bei älteren Hündinnen nach der Gestagen- Behandlung beobachtet.

    Betroffene Tiere weisen manchmal einen umfangreicheren Bauch und eine klare Hinterhandschwäche auf.

    Hier ist eine umfangreiche bakterielle Untersuchung nötig.

    Das einzige Mittel dagegen ist bei Stabilisierung des Kreislaufs die Kastration.

    Endometritis-Pyometra-Komplex bedeutet: hier kommt noch eine Entzündung der Gebärmutter-Schleimhaut hinzu.

    Die Gefahr einer Wucherung ist gegeben.

    © Hundezeitung; 9/2002