• Was ist ....Kupferspeicherkrankheit?

    Bei dieser Krankheit ist der Kupferstoffwechsel gestört: In der Leber häuft sich Kupfer über das verträgliche Mass an. Nicht zu verwechseln mit einer normalen Toxikose, also einer Vergiftung durch Kupfer-Verbindungen. Die Kupferspeicherkrankheit ist erblich bedingt.

    Die Vergiftung durch Schwermetalle hemmt den Stoffwechsel und der Herz-Kreislauf leidet unter Funktionsschwäche.

    Erste Therapie: lokale Dekontamination, Elementarhilfe, Magenspülung unter anderem durch isotonische Vollelektrolyt-Lösung.

    Betroffene Hunde wurden bislang nach einer Biopsie der Leber und der Messung des Kupfergehalts behandelt. Die Untersuchung kann jedoch nicht bei Hunden unter einem Jahr durchgeführt werden und zeigt nur kranke Tiere an.

    Mit Gentests werden auch klinisch unauffällige Träger erkannt. Die DNA-Analyse hat den weiteren Vorteil, dass diese Methode keinen Eingriff nötig macht, also nicht invasiv ist. Für einen Gentest genügen bereits ein Milliliter Vollblut oder auch ein Backenabstrich. Dabei sollte genügend Zellmaterial gewonnen werden. So ist diese Krankheit früh erkennbar, wichtig für Züchter, die Erbkrankheiten vermeiden wollen. Besonders der Bedlington Terrier ist davon betroffen.

    Bei dem Gentest wird ein mit dem Gen der Kupferspeicher-Krankheit gekoppelter Marker nachgewiesen. Dabei wird dieser Marker millionenfach vermehrt, so daß er sichtbar gemacht werden kann. DAs Analysegerät entspricht solchen, die auch in der Forensik zur Erstellung genetischer Fingerabdrücke zur Anwendung kommen. Hierbei werden die DNA-Marker mit Fluoreszenzfarbstoffen markiert. Die Auftrennung mittels eines Genetic-Analyzers erlaubt eine Bestimmung von DNA-Markern bis auf ein Basenpaar genau. Da das Gerät die genaue Größe des DNA-Markers anhand eines internen Standards berechnen kann, sind Fehldiagnosen ausgeschlossen.

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    © Hundezeitung 11/2005