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Über 50 Artikel in der Rubrik "Ausbildung":


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Kooperative Tests - die bessere Alternative

BH Grundsätze
BH Praxis

Serie: Schutzhund, Mondioring & Co.

Teil 1: Einführung
Teil 1a: Wehrtrieb
Teil 2: Was ist Mondioring?
Teil 3: Spezial- Sicherheits- Training für Objekte und Personen (STOP)

Serie: Hundeschulen

Einführung und Testbericht 1
Testbericht 2
Testbericht 3
Testbericht 4
Testbericht 5
Testbericht 6
Testbericht 7
Testbericht 8
Hundeschulen: die Qual der Wahl

Serie: Lerntheorien der Psychologie

Teil 1: Grundlagen
Teil 2: Konditionierung; Reflexe, Reize, Reaktionen
Teil 3: zentralnervöse Vorgänge bei der Konditionierung
Teil 4: Operante Konditionierung
Teil 5: Die vier Arten der Verstärkung und Bestrafung der operanten Konditionierung
Teil 6: Diskriminative Stimuli
Teil 7: Prägung

So klappt das mit dem Hund:

Schleppleinen Training
Blinde Hunde selber grundausbilden
Hund taub - was nun?
Wärmehaushalt beim Training




Tipps und Tricks

aus dem Alltag für bzw. gegen allerlei Unarten

Einführung: Aus der Trickkiste geplaudert

In normalen Betriebsanleitungen würde dieses Kapitel unter "Störungsmeldungen" stehen.
Es gibt keine Zaubereien und keinen Knopfdruck gegen unerwünschte Taten. Der Hund ist nie schuld. Die Unarten wurden anerzogen. Man kann nie erfolgreich gegen ein Tier arbeiten, nur mit ihm. Unarten ab dem Junghundealter sind menschlich angelernte und ein deutliches Signal des hundlichen Widerstands gegen seine(n) Halter: der Hund ist der Boss. Dies muss man sich ehrlich vor Augen halten. Die Mühelosigkeit, die man sich beim Anerziehen oder Tunlassen machte, die Mühen muss man sich nun machen, um die Ungeister, die man selbst rief, oder von anderen Menschen verursacht wurden, wieder loszuwerden. Es kostet also mehr Zeit und Geduld.

Sie benötigen die Zeit, den Hund im Ansatz vor der Untat zu beobachten. Setzt er dazu an, wozu Sie ihn ja verführen können, damit Sie ihn unter Kontrolle haben, setzt es ein deutliches Verbotszeichen "Nein". Vorausgesetzt: Der Hund wird nicht alleingelassen, bevor er sich draussen lösen konnte, austoben konnte, und zwar mit Ihnen im Spiel. Einen Ball hinwerfen (Motto: Spiel gefälligst allein und bleib mir vom Leib!), das genügt nicht. Sie müssen aktiv werden, und wenn es nur eine Viertelstunde ist. Es gibt keine Ausrede, es kann alles organisiert werden, wenn man will.

Nachdem der Hund bei seiner Missetat ertappt wurde, und lediglich mit einem Verbot gemassregelt (siehe Tricks), darf er nicht entschuldigt werden, indem man ihn kurz danach über den grünen Klee lobt. Er würde das missverstehen, weil er glaubt: Na, so falsch kann ich gar nicht gelegen haben, wenn ich dafür gleich toll verknuddelt werde! Alles biologisch konsequent.

Tiere sind eigennützig, allerdings streng biologisch: Sie wollen was erreichen. Setzt man ihnen Tabus oder Grenzen, akzeptieren sie die "Gesetze" des Rudelführers. Aber ein schlauer Hund wird versuchen, den Boss auszutricksen. Ihre Konsequenz ist gefragt und gefordert. Schlecht ist es natürlich, wenn andere Rudelmitglieder (in der Familie) diese Grenzen, Gesetze wieder aufheben. Was tut der kluge Hund? Er sch***t drauf.

Ich wiederhole einige Grundregeln - aus gutem Grund: Der Hund braucht seine logische Ordnung. Seine Ein- und nicht Unterordnung. Druck erzeugt Angst. Und wir wollen doch selbstsichere und ausgeglichene Hunde. Ein Hund ist nur dann zufrieden, wenn er weiss, wohin er gehört. Nur so bekommt er Vertrauen zu seinem Rudelführer. Der muss ihm von Anfang an (als Welpe) zeigen, wohin er gehört.

Zu spätes "Strafen" ist sinnlos. Der Hund kann es nicht mehr mit der Untat verknüpfen. Geschrei ist unnötig. Hunde hören verdammt gut. Sie müssen Ihren Willen durchsetzen. Wenn ich von Unarten spreche, dann sind es meist menschliche, die auf den Hund übergegangen sind.

Bei allen "Tricks" muss die Verhältnismässigkeit der Mittel stimmen. Einem Ein-Kilo-Yorkshire eine schwere Wurfkette an den Kopf zu werfen, kann tödlich sein. Das "Abschiessen" mit einer Glaskugel per Schleuder halte ich für ebenso untauglich wie noch schärfere, tierquälerische Mittel wie Stachelhalsband oder den Elektroschock ("Teletakt" oder ähnlich unverfänglich verbrämt).

Eine Stachelkette, die für die Öffentlichkeit die Dornen nach aussen trägt, will mit Abwehr beeindrucken. Doch wozu dieses Folterinstrument, wenn man es auch mal inwendig tragen kann? Wer hat, der probiert. Und wenn der maltraitierte Hund so "toll funktioniert", probiert man es halt immer öfter. Es sind primitive Erziehungsversager. Das Gerät trifft keine Schuld, nur den Bediener.

Die "Tricks" sind Empfehlungen, die bei einem Hund wirken, beim anderen nicht. Nicht anders sind sie zu verstehen. Bei den folgenden Empfehlungen - und diese sind weder Garantien noch unifom anzuwendende Anleitungen, sondern Anregungen - gelten faire Regeln.

So, nun können Sie loslegen: Hier geht's zurück zur Übersicht