Hundeschulen
Eine Serie mit Praxisberichten
Von Alexandra Pfannkuch
Tja.....Hundeschulen.....warum darf jeder, der eine Hundezeitung gelesen hat
eine solche eröffnen?
Unsere Erfahrung: zu grosse Gruppen (bis zu 20 Hunde bei zwei so genannten
Hundetrainern), monotone und stupide Abfolgen (alle schön Sitz und los geht es),
keine Zeit für ein persönliches Gespräch (Vorgeschichte, oder Einzeltreffen, um
das Team Hund-Mensch kennen zu lernen), feste Trainingmethoden (egal, ob für den
entsprechenden Hund oder Mensch passend /Halti als Muss...) und ach jetzt setz
dich doch bitte mal....
Fazit: Unsere wilde Maus veranschaulichte demonstratives Desinteresse und
Langeweile, durch ständiges Rumzappeln an der Leine und bei absolutem Unmut,
Zwicken in den Ärmel.
Darauf teilte man uns dann mit, dass man nun auch nicht weiterwisse....(schwache
Leistung und dazu noch teuer)
Wir haben dann völlig enttäuscht und verzweifelt fluchtartig die Gruppe
verlassen.(teuer war´s...)
Nach einer kreativen Erholungs-Pause haben wir uns dann doch noch mal umgeschaut
und glücklicherweise einen netten Menschen gefunden, die sich endlich mit
unserem kleinen Rudel beschäftigt hat. Einzelstunden waren angesagt.
Erstes Treffen: langes persönliches Gespräch über uns Menschen und über unser
Hunde-Tier. Vorgeschichte ab Welpenzeit, was wir bisher "erlebt" haben,
Tagesablauf bei uns zu Hause.........anschliessend hat sie sich unsere Maus
geschnappt und ist mit ihr losspaziert. In aller Ruhe und liebevoll mit ihr
Kontakt aufnehmend. Danach hat sie uns mit der Bitte heimgeschickt, über eine
mögliche Zusammenarbeit in Ruhe nachzudenken und uns Erwartungen an sie und
Ziele für unser kleines Rudel zu überlegen.
Wir haben ganz von vorne angefangen. Wir haben von ihr eine Menge grundlegendes
Wissen über "hündisches Verhalten", Rudelordnung und über uns selbst in
begleitenden Theorie-Stunden gelernt. Sie hat sich Zeit für uns genommen (Rudel-
Therapie).
Übungsstunden fanden nie auf einem Platz sondern immer in freier Wildbahn statt.
Also im Alltagsleben. (Waldrand, Feldwege, Stadt, ...)
So haben wir unseren Weg gefunden zusammen zu lernen, zu spielen....zu leben.
Konsequent, spielerisch, phantasievoll, abwechslungsreich....... Ich glaube nun
sagen zu können, dass wir ein fröhliches, lernbereites Team sind. Aus einer
unsicheren, hyperängstlichen Hündin ist ein selbstbewusstes, fröhliches,
sanftmütiges, ausgeglichenes und aufmerksames kleines Mädchen geworden.
Wir haben mit ihr gelernt, aufeinander einzugehen und für kleine Zeichen
empfänglich zu sein (eigene Fehler sehen und sich auch eingestehen können!).
Wie soll ein Hund verstehen, was der Mensch von ihm will, wenn der Mensch nicht
in der Lage ist, sich für den Hund verständlich auszudrücken!!!
Sicherlich mag es auch gute und seriöse Hundeschulen geben. Jeder sollte sich
aber vorher über seinen Weg im Klaren sein und sich dann verschiedene
Hundeschulen anschauen und vergleichen.
Immer kritisch bleiben. Nicht alles, was gerade hip und neu ist, ist auch gut
für jedes einzelne angehende Team. Gruppenarbeit ist nicht jeder Manns/Hunds
Sache!!! Unsere war´s nicht!
PS: Keiner sollte sich von anderen Menschen vorschreiben lassen, wie ein Hund zu
sein hat. Ihr müsst zusammenfinden und zusammen passen. Der Hund muss auch
einfach mal nur Hund sein dürfen. Bevor wir unser derzeitiges Rudel im Sinne
anderer sogenannten Hundekennern ändern, werden wir lieber zu Einsiedlern und
verstecken uns in einem Häuschen in der Wildnis.
-> Bericht Nr. 8 ist hier
-> Bericht Nr. 7 ist hier
-> Bericht Nr. 6 ist hier
-> Bericht Nr. 5 ist hier
-> Bericht Nr. 4 ist hier
-> Bericht Nr. 3 ist hier
-> Bericht Nr. 2 ist hier
-> Bericht Nr. 1 ist hier
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